Dialog Jugendbarometer: Generation Stress?

Jugendbarometer: Generation Stress?

Der Jugend gehört die Welt, sagt der Volksmund. Betrachtet man die Resultate des Credit Suisse Jugendbarometers 2016, kommt dieses Gefühl der Freiheit nicht richtig auf. Eher machen die heute 16- bis 25-Jährigen den Eindruck einer «Generation Stress».

Sie sind stets online und die Kommunikationstrends verändern sich schnell. Dieses Jahr ist Snapchat besonders in. Und: Das Internet macht Politik spannender!

Die befragten Jugendlichen in der Schweiz, Brasilien, Singapur und den USA wollen alles haben im Leben: Karriere machen, aber gleichzeitig eine ausgewogene Work/Life-Balance pflegen, selbständig sein und bei einer internationalen Firma arbeiten, weniger sparen, aber auch ein Haus kaufen. Und bei allen Aktivitäten sind sie stets online, kommunizieren miteinander, gamen und entdecken neue Plattformen. Im siebten Jugendbarometer der Credit Suisse gibt die junge Generation Auskunft über ihr Leben, ihre Werte, ihre Wünsche, ihre Arbeit und ihre Ansichten.

Weil es politisch aktive Zeiten sind, liegt der Fokus der diesjährigen Umfrage auf «Politik im Netz». Diesem Thema widmen sich das erste Kapitel und das Schwerpunktgespräch mit den Politikern Flavia Kleiner (Operation Libero) und Lukas Reimann (SVP) sowie Professor Otfried Jarren (Universität Zürich).

WhatsApp, Snapchat, Instagram – will man etwas über die Jugend erfahren, muss man auch wissen, wie sie kommuniziert. Dabei gibt es teilweise überraschend grosse Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern. Snapchat ist dieses Jahr der grosse Senkrechtstarter.

Die digitale, mobile und soziale Interaktion prägt den Zeitgeist der Jugendlichen. Müsste man ein Symbol für diese Jugend wählen, wäre es wohl das Smartphone. Über digitale Entwicklungen spricht auch die US-Soziologin Sherry Turkle. Sie macht sich Sorgen um die aktuelle Generation, die in einem Zustand der «Aufmerksamkeitsverwirrung» feststecke.

Das schwierige wirtschaftliche Umfeld der letzten Jahre hinterlässt Spuren. Finanzielle Verpflichtungen belasten die Jugendlichen zunehmend. Nichtsdestotrotz hat die Generation der heute 16- bis 25-Jährigen klare Vorstellungen in Bezug auf Beruf, Finanzen und Karriere. Das Jugendbarometer untersucht auch, welche Branchen die Jugendlichen am meisten interessieren und was ihnen bei einem Arbeitgeber wichtig ist.