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Credit Suisse Sorgenbarometer 2020. Was die Schweiz beschäftigt.

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen stehen 2020 an erster Stelle der Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer – es ist das erste Mal in der Geschichte des Sorgenbarometers, dass sich eine gänzlich neue Sorge derart klar an die Spitze der Sorgenrangliste setzt. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen AHV/Altersvorsorge und das Thema Arbeitslosigkeit.

Alle Schlussberichte und Infografiken zum Download

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat auch dieses Jahr im Auftrag der Credit Suisse die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nach ihren Sorgen und nach wesentlichen Identitätsmerkmalen des Landes befragt. Mit 51 Prozent ist die Corona-Pandemie die neue Top-Sorge (die Befragten konnten jeweils fünf Top-Sorgen nennen). Das Thema AHV/Altersvorsorge rangiert mit 37 Prozent auf dem zweiten Rang, gefolgt von der Sorge um die (Jugend-)Arbeitslosigkeit (31 Prozent). Gerade Letztere dürfte auch durch die neue Top-Sorge beeinflusst sein.

Nachdem sich das Thema Umwelt und Klima in den letzten beiden Jahren unter den Top 5 der Sorgen etablieren konnte, liegt es im Jahr der Corona-Pandemie mit 29 Prozent unverändert an vierter Stelle der Sorgenrangliste. Auf Rang fünf folgt mit 28 Prozent die Ausländerthematik (-2 pp). Fragt man die Schweizerinnen und Schweizer nach dem am dringendsten zu lösenden Problem, ist die häufigste Antwort ebenfalls die Corona-Pandemie und ihre Folgen (18 Prozent), gefolgt vom Thema Umweltschutz/Klimawandel (unverändert bei 12 Prozent).

 Die zehn Top-Sorgen der Schweizer 2020

Einschätzungen und Hintergründe zum Sorgenbarometer in der Publikation «Kompass für die Schweiz»

 

Erwartete Auswirkungen der Pandemie

Hinsichtlich der Frage, welche Folgen der Corona-Pandemie in der Schweiz auch in drei Jahren noch spürbar sein werden, erwarten 78 Prozent höhere Arbeitslosenzahlen, und 59 Prozent gehen von negativen Auswirkungen auf die Altersvorsorge aus. Dies zeigt, dass die Sorgenlandschaft im Jahr 2020 rundum durch die Pandemie geprägt ist. Mehrheitlich negative Auswirkungen bis 2023 werden auch für den Tourismus in der Schweiz, hinsichtlich der Überwachung der Bürgerinnen und Bürger sowie für die nationale Exportwirtschaft erwartet.

 Erwartete Veränderungen durch  die Corona-Pandemie bis 2023
 

Versorgungssicherheit als wichtigster Schweizer Sicherheitsaspekt

Die Corona-Pandemie hat insbesondere bei Ausbruch im Frühjahr 2020 aufgezeigt, wie verletzlich die heutige globalisierte Gesellschaft und ihre globalen Produktionsprozesse und Lieferketten sind. Die Krise eröffnet damit auch eine neue Perspektive auf die Frage, was Sicherheit heute bedeutet. Gefragt nach den relevantesten Bausteinen der Schweizer Sicherheit, nennen die Schweizerinnen und Schweizer mit der Sicherung der Energieversorgung (Mittelwert von 8,1 Punkten auf einer Skala von 0-10), der Eigenversorgung mit medizinischen Produkten (8,0) und der Versorgungssicherheit mit Gütern (7,9) drei Aspekte am häufigsten, die dem Bereich der generellen Versorgungssicherheit zugeordnet werden können. Dies deckt sich mit dem Befund, dass eine grosse Mehrheit von 87 Prozent sehr oder eher einverstanden mit dem Vorschlag ist, gewisse Produktionsprozesse mit staatlicher Unterstützung zurück in die Schweiz zu holen, welche die Versorgungssicherheit erhöhen sollen, wenngleich sie wirtschaftlich nicht rentabel sind – beispielsweise im Bereich von Medikamenten oder Ersatzteilen.

Versorgungssicherheit:  Produktionsprozesse in die Schweiz verlagern
 

Politische Institutionen mit Vertrauensgewinn

Nach einem deutlichen Einbruch des Vertrauens in praktisch alle Akteure im Bereich Behörden und Politik im letzten Jahr nimmt das Vertrauen 2020 tendenziell wieder etwas zu. Das grösste Vertrauen von allen abgefragten Akteuren geniesst zum dritten Mal in Folge die Polizei (70 Prozent der Befragten äussern ihr Vertrauen). Dahinter folgt neu der Bundesrat mit 68 Prozent und einem deutlichen Vertrauenszuwachs von 18 Prozentpunkten. Neben dem Vertrauen in den Bundesrat nimmt auch jenes in das eidgenössische Parlament (Ständerat: 51 Prozent, +7 pp; Nationalrat: 48 Prozent, +8 pp) sowie in die staatliche Verwaltung (48 Prozent, +8 pp) zu. Im Rahmen der Corona-Krise erlebte die Schweizer Armee die grösste Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Einsatz der Schweizer Streitkräfte bei der Bewältigung der Krise schlug sich aber – im Gegensatz zum Bundesrat – nicht in einem Vertrauensgewinn nieder. Im Gegenteil: Der gemessene Vertrauenswert in die Armee ist mit 48 Prozent der tiefste seit 2012. Sehr wenig Vertrauen geniessen nach wie vor die Kirchen (21 Prozent), die EU (19 Prozent) und Gratiszeitungen (17 Prozent).

 Vertrauen in Schweizer Institutionen 2020
 

Weiterhin positive Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Lage

Zum Zeitpunkt der Befragung im Juli und August 2020 gab eine Mehrheit von 65 Prozent der Stimmberechtigten an, dass es ihnen zu aktuellen Zeitpunkt wirtschaftlich gesehen sehr oder eher gut ging. Weiteren 27 Prozent ging es recht gut. Im Vergleich zu 2019 bedeutet das insgesamt eine leichte Verbesserung der Situation. Auch auf die Zukunft angesprochen bleibt eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent der Stimmberechtigten optimistisch, dass sie ihren aktuellen Wohlstand mindestens halten (68 Prozent) oder sogar verbessern (13 Prozent) können. Dennoch fällt auf, dass der Anteil jener Personen, die mit einer Verschlechterung der individuellen wirtschaftlichen Lage rechnen oder unsicher hinsichtlich der eigenen künftige Situation sind, im Vergleich zu 2019 deutlich zugenommen hat – von13 Prozent auf 19 Prozent. Das ist ein neuer Höchstwert seit Beginn der Messung dieser spezifischen Frage im Jahr 1995. Ebenfalls ein neuer Höchstwert (11 Prozent) ist bei der Frage nach einem befürchteten Stellenverlust in den nächsten 12 Monaten zu verzeichnen. Zwar ist dieser Wert nach wie vor verhältnismässig tief, er hat sich seit 2012 jedoch verdoppelt.

Lesen Sie den Schlussbericht zum Sorgenbarometer 2020

Über das Sorgenbarometer

Welches sind die grössten Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer? Und wie steht es um das Vertrauen in die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Diesen Fragen geht die Credit Suisse seit nunmehr 44 Jahren in ihrer jährlichen Sorgenbarometer-Umfrage nach. Mit dem Sorgenbarometer will die Credit Suisse einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen leisten. Im Jahr 2020 befragte das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag der Credit Suisse 1'798 Stimmberechtigte in der ganzen Schweiz zwischen dem Juli und August. Der statistische Stichprobenfehler liegt bei ±2,0 Prozentpunkten.