Junge Frauen könnten mehr in ihre Säule 3a investieren
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Säule 3a: Junge Frauen hätten beste Chancen für eine gute Altersvorsorge

Obwohl viele junge, ledige Frauen vermutlich durchaus die finanziellen Mittel hätten, sparen sie wenig für ihr Alter. Dies wäre aber wichtig, insbesondere mit Blick auf mögliche spätere Erwerbsunterbrüche. Wer früh und regelmässig in die 3. Säule einzahlt, kann Vorsorgelücken verringern und so seinen gewohnten Lebensstandard im Alter sichern. Ausserdem bietet die Säule 3a die Möglichkeit, Steuern zu sparen und Vermögen aufzubauen.

Viele junge, berufstätige Frauen investieren nur unzureichend in die gebundene Vorsorge (Säule 3a). Trotz relativ hoher Einkommen von je nach Gruppe durchschnittlich CHF 51’000 bis 76’000 zahlen nur rund 33 bis 45 % regelmässig in die 3. Säule ein, so das Ergebnis der aktuellen Studie der Credit Suisse «Mind the Gap: Teilzeit, Auszeit, Vorsorgelücke».

3a-Vorsorgeprofile: Junge Frauen zahlen selten in die Säule 3a ein

Ledige Schweizer Frauen zahlen nur selten in die Säule 3a ein

Je jünger die Frauen, desto weniger kümmern sie sich um ihre Altersvorsorge.

Quelle: Credit Suisse, 2019

3a-Sparen steht für junge Frauen nicht im Mittelpunkt

Gedanklich liegt der Ruhestand für die meisten jungen Frauen noch in ferner Zukunft. Sie konzentrieren sich oftmals auf ihre Ausbildung und Karriere. Ihre Freizeit nutzen sie, um sich lang ersehnte Wünsche wie Reisen und Hobbys zu erfüllen. Obwohl eine kleinere, regelmässige Einzahlung in die Säule 3a in vielen Fällen vermutlich finanziell machbar wäre, spielt die Altersvorsorge bei den meisten von ihnen aber nur eine untergeordnete Rolle. 

Ausbildung ist für junge Frauen wichtiger als die Säule 3a

Junge Frauen legen Wert auf eine gute Ausbildung

Statt auf die Altersvorsorge fokussieren sich junge Frauen auf ihre Ausbildung und Karriere.

Quelle: Credit Suisse, 2019

Dabei ist es gerade für Frauen in dieser Lebensphase äusserst lohnenswert, mit der Vorsorge für das Alter zu beginnen. Denn angesichts des langfristigen Anlagehorizonts kommt bei jungen Menschen der Zinseszinseffekt besonders zum Tragen. Zudem bieten Depotlösungen mit Wertschriften eine interessante Option, um die Renditechancen auf lange Frist zu erhöhen. Und wer möglichst früh mit dem 3a-Sparen beginnt, profitiert schon vor der Pensionierung von steuerlichen Vorteilen. Dies sogar dreifach: bei der Einzahlung, während der Laufzeit und bei einem gestaffelten Bezug des Säule-3a-Guthabens.

Mit 3a-Einzahlungen rechtzeitig Vorsorgelücken entgegenwirken

Insbesondere nach der Gründung einer Familie entscheiden sich viele Frauen für Teilzeitpensen oder Auszeiten. Ebenso gibt es zahlreiche Frauen, die sich zugunsten ihrer persönlichen Work-Life-Balance während ihrer beruflichen Laufbahn für ein reduziertes Arbeitspensum entscheiden.

Junge Frauen sollten in die Säule 3a einzahlen

Junge Frauen stehen noch vor der Familiengründung

Vor der Familiengründung steht oft mehr Kapital zur freien Verfügung als danach. Deswegen würde es sich lohnen, bereits in jungen Jahren in die Säule 3a zu investieren.

Quelle: Credit Suisse, 2019

Dadurch wird aber nicht nur das 3a-Sparen erschwert, sondern auch der Aufbau des Vorsorgeguthabens in der 1. und 2. Säule. So können sich Vorsorgelücken verschärfen. Das heisst, dass nach der Pensionierung nicht die 70 bis 80 % des bisherigen Einkommens erreicht werden. Diese gelten erfahrungsgemäss als Richtwert, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können.

Gerade junge Frauen haben die Möglichkeit, durch Einzahlungen in die Säule 3a wirksam für das Alter vorzusorgen. Dabei ist es keinesfalls zwingend, den vollen jährlichen Betrag einzuzahlen. Auch mit kleineren, regelmässigen Einzahlungen können sie – bei möglichst frühem Einstieg – Vorsorgelücken entgegenwirken.

Private Vorsorge kompensiert Rentenausfälle

Die grösste Sorge der Schweizer im Jahr 2018 galt der Altersvorsorge, wie das Credit Suisse Sorgenbarometer 2018 zeigt. Diese Unsicherheiten fussen auf den ungewissen Auswirkungen der demografischen Veränderungen und der Niedrigzinsen auf die 1. und 2. Säule. Schon heute führen sinkende Umwandlungssätze im überobligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge zu spürbaren Renteneinbussen – ein Grund mehr, weshalb die private Vorsorge immer wichtiger wird. Diese hilft, etwaige Rentenausfälle aus der staatlichen und der beruflichen Vorsorge zu kompensieren.

Junge Frauen können spätere Vorsorgelücken mit der Säule 3a vermeiden

Vorsorgelücken vermeiden

Vor allem geschiedene Frauen haben oft Lücken bei der Altersvorsorge. Wer schon ledig in die Säule 3a einzahlt, kann dem vorbeugen.

Quelle: Credit Suisse, 2019

Junge Menschen haben die Chance, frühzeitig mit dem Aufbau von 3a-Kapital zu beginnen. Weil Frauen durch ihre meist weniger linearen Lebensläufe oftmals eine geringere Rente erreichen als ihre männlichen Kollegen, ist es für sie umso wichtiger, sich früh um ihre private Altersvorsorge zu kümmern. So stellen sie sicher, dass sie im Alter keine Vorsorgelücken verkraften und Abstriche bei ihrem Lebensstandard hinnehmen müssen.

Die Säule 3a optimal nutzen

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