Säule 3a: Steuern sparen
Artikel

Wie gross ist die Steuerersparnis dank Säule 3a in Ihrer Region tatsächlich?

Wie sehr sich mit der Säule 3a Steuern sparen lassen, variiert von Region zu Region. Die detaillierten regionalen Unterschiede bei der Steuerbelastung beleuchten die Ökonomen der Credit Suisse in ihrer neuen Studie zur privaten Altersvorsorge.

Wie viel Steuern können Sie mit der Säule 3a über die Jahre sparen? Um das zu bestimmen, müssen die durch jährliche Einzahlungen eingesparten Steuern und die beim Kapitalbezug fälligen Steuern gegeneinander aufgerechnet werden. Das Beispiel unten zeigt, dass der Steuervorteil unter dem Strich in der Westschweiz und im Tessin überdurchschnittlich ausfällt. Doch gerade dort wird deutlich weniger einbezahlt als in der Deutschschweiz.

In der Zentralschweiz lassen sich am wenigsten Steuern sparen. Aber auch dort erhöht die steuerliche Begünstigung die durch das 3a-Sparen erzielte Gesamtrendite deutlich und eine Einzahlung lohnt sich in vielen Fällen. In Zeiten tiefer Zinsen kommt der Steuereffekt noch stärker zum Tragen. Zudem ist selbst in der aktuellen Tiefzinsphase die Rendite auf einem 3a-Konto höher als auf einem normalen Sparkonto – und sie kann durch Wertschriftenlösungen gegebenenfalls noch gesteigert werden.

In der Westschweiz lohnt sich das 3a-Sparen besonders

In der Westschweiz lohnt sich das 3a-Sparen besonders

Gesamtrendite (inkl. Steuereffekt): ledige Person, steuerbares Einkommen = CHF 100’000, Durchschnittszins/Rendite von 2 % p. a., Anlagedauer = 35 Jahre, jährlich CHF 6’768 einbezahlt, einmalige Kapitalauszahlung, 2017

Quelle: TaxWare, Credit Suisse, Geostat

Steuern sparen dank Einzahlungen in die private Vorsorge

Wie viele Steuern Sie dank Einzahlungen in die Säule 3a sparen, hängt auch vom individuellen Grenzsteuersatz ab, d. h. wie stark die Steuerbelastung sinkt, wenn das steuerbare Einkommen um den in die Säule 3a einbezahlten Betrag reduziert wird. Wegen der Steuerprogression steigt der Grenzsteuersatz in der Regel mit dem steuerbaren Einkommen. Aufgrund der regionalen Unterschiede in der Einkommensbesteuerung sparen Sie in Kantonen mit höherer Steuerbelastung mehr – die Steuerreduktion ist deshalb in der Westschweiz und im Tessin grösser als in den steuerlich attraktiveren Zentralschweizer Kantonen.

In der Westschweiz fällt die Steuerersparnis am grössten aus

In der Westschweiz fällt die Steuerersparnis am grössten aus

Steuerersparnis in CHF bei Einzahlung von CHF 6’768 für verschiedene steuerbare Einkommen, Durchschnitt pro Kanton, ledige Person ohne Kinder und verheiratetes Paar mit zwei Kindern, 2017

Quelle: TaxWare, Credit Suisse
* Einkommen unterhalb des steuerpflichtigen Betrags.

Besteuerung beim Kapitalbezug: Staffeln lohnt sich

Sobald Sie sich das angesparte Kapital auszahlen lassen, wird dieses getrennt vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten Satz besteuert. Alle in einem Kalenderjahr bezogenen Kapitalauszahlungen aus der Vorsorge (Säule 3a, Pensionskasse, Freizügigkeitskonto) werden gemeinsam besteuert. Dazugezählt werden auch die Bezüge von Partnern in Ehe bzw. eingetragener Partnerschaft.

Auch hier gibt es regionale Unterschiede – die Differenzen können von Gemeinde zu Gemeinde mehrere Tausend Franken betragen. Im attraktiven Wollerau (SZ) zum Beispiel können Sie auf CHF 200’000 Sparkapital mit Steuern von CHF 7’903 rechnen. In verschiedenen Gemeinden in der Waadt fallen mit rund CHF 20’000 schon 10 % des angesparten Kapitals an Steuern an. Bereits bei einem Kapitalbezug von CHF 100’000 sind die Unterschiede deutlich: In Wollerau betragen die Steuern CHF 1’938, in Herisau (AR) mit CHF 7’875 fast viermal so viel.

Wie auf Bundesebene unterliegen Kapitalauszahlungen in den meisten Kantonen einer Progression. Weil hohe Auszahlungen proportional stärker besteuert werden, senken Sie die Steuern merklich, wenn Sie das Kapital gestaffelt über mehrere Jahre beziehen. Da das Guthaben eines einzelnen 3a-Sparkontos nur vollständig ausbezahlt werden kann, lohnt es sich also, mehrere Vorsorgekonten zu führen.

Bei hoher Progression lohnt sich die Staffelung von Kapitalbezügen besonders

Bei hoher Progression auf Kapitalbezügen zahlt sich die Staffelung besonders aus

Kapitalbezugssteuer bei einmaligem Bezug von CHF 200’000 und bei gestaffelter Auszahlung über vier Jahre (4 x CHF 50’000); aus Staffelung resultierende Steuerersparnis (in CHF); Ehepaar mit zwei Kindern; Kantonshauptorte; 2017

Quelle: TaxWare, Credit Suisse
* Bzw. einheitlichem Steuersatz bei den in diesem Beispiel verwendeten Kapitalbezügen.