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Das müssen Sie bei der Finanzierung der Renovation beachten

Die Pläne für den Umbau oder die Renovation Ihres Hauses sind erstellt, die Kosten berechnet? Dann geht es nun um die Finanzierung. Lesen Sie, welche Faktoren entscheiden, ob die Bank einen Baukredit spricht und wo staatliche Förderung möglich ist.

Ist die Grobplanung erstellt und sind die Kosten berechnet, gilt es, die Finanzierung sicherzustellen. Sind genügend Eigenmittel vorhanden? Oder können Sie Beiträge aus der Säule 3a beziehen? Möglicherweise haben Sie bei einer energetischen Sanierung Anspruch auf Förderung. Sind Ihre Eigenmittel zu knapp, können Sie unter Umständen die Hypothek erhöhen oder einen Baukredit beantragen.

Doch welche Faktoren entscheiden, ob die Bank einen Baukredit spricht bzw. die Hypothek aufstockt? In erster Linie relevant sind die Gründe für eine Renovation. Handelt es sich um einen Werterhalt oder um eine Wertvermehrung? Wertvermehrende Massnahmen haben einen positiven Effekt auf den Verkehrswert der Liegenschaft. Je nach Höhe der Hypothek und dem Verkehrswert nach der Renovation ist es möglich, dass ein Teil der Sanierung über eine Hypothekarerhöhung finanziert werden kann. Nicht in jedem Fall führt eine Sanierung aber zu einer Wertsteigerung. Welchen künftigen Verkehrswert ein Haus oder eine Wohnung hat, berechnen Bewerter vor einem Umbau.

Baukredit für wertvermehrende Renovation

Was die Bank mitfinanziert, hängt von der jeweiligen Ausgangssituation ab. Auch ein eigentlich wertvermehrender Umbau bedeutet nicht automatisch, dass die gewünschten Investitionen mitfinanziert werden. Wenn bei einer voll gebrauchstüchtigen Altliegenschaft in eine Totalsanierung investiert wird, kann oft nicht der gesamte Investitionsbetrag als wertvermehrend angerechnet werden.

Vor Beginn des Projekts empfiehlt es sich, zusammen mit der Bank die konkrete Finanzierungslösung auszuarbeiten. Die Bank prüft den Grobkostenvoranschlag und die aktuelle Hypothekensituation des Kunden. Je nach Liegenschaftswert und vorhandener Hypothek ergibt sich daraus das Kostendach für die geplante Renovation. Wie können Eigenmittel eingesetzt werden, ist eine Krediterhöhung möglich und macht diese Sinn? Decken die Bewerter Unstimmigkeiten auf, kann es sein, dass Ihr Bauvorhaben nochmals überprüft werden muss.

Förderung von energetischer Sanierung

Wird ein Haus energetisch saniert, gibt es staatliche Programme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbarer Energie. So können Sie die Kosten senken. Wichtig ist, sich vorgängig zu informieren. Je nach Kanton und Gemeinde kann es unterschiedliche Förderungen geben. Auf energieschweiz.ch können Sie Förderungsprogramme und Möglichkeiten zur Subvention für Ihren Wohnort ausfindig machen. Längerfristig sparen Eigenheimbesitzer durch energetische Sanierungen Heiz- und Energiekosten.

Wichtig ist, dass Sie Fördergelder rechtzeitig beantragen – möglichst noch in der Planungsphase. Denn wurde die Renovation schon begonnen, kann es zu spät sein, um in ein Förderungsprogramm aufgenommen zu werden. Zudem besteht während der Planung noch die Möglichkeit, Anpassungen vorzunehmen, damit der Umbau die Vorschriften zur Förderung erfüllt.