ein-neuer-anstrich-ist-oftmals-teil-der-renovation
Artikel

Kosten einer Renovation: Tipps zur Berechnung der Investition

Wie viel kostet die Renovation Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung? Ein realistisches Budget ist wichtig, damit Sie ungetrübte Freude am aufgefrischten Eigenheim haben. Erfahren Sie, wie Sie die Investitionen für einen Umbau korrekt budgetieren und wo Sie sparen können.

Im Kopf sind die Bilder des frisch renovierten oder umgebauten Eigenheims beinahe real. Doch für die Umsetzung fehlt noch einiges. Einer der ersten Schritte einer Renovation oder eines Umbaus ist das Erstellen des Budgets. Sobald der Umfang der baulichen Massnahmen bekannt ist, sollten Sie eine Grobplanung erstellen, um die ungefähren Kosten festzulegen.

Für eine grobe Übersicht über die Renovationskosten können Sie Richtwerte verwenden. Nützlich kann ein Online-Rechner sein. Oder Sie lassen sich vom Architekten oder Bauherrenberater einen Grobkostenvoranschlag machen. Bei einem mittelgrossen Einfamilienhaus dürfte die Erneuerung der Fenster zwischen 30’000 und 50’000 Franken kosten, ein neues Bad inklusive Platten 20’000 bis 25’000 Franken und eine komplett ausgewechselte Küche 25’000 bis 40’000 Franken.

Vor Beginn des Projekts empfiehlt es sich, zusammen mit der Bank die konkrete Finanzierungslösung auszuarbeiten. Gemeinsam prüfen Sie den Einsatz von Eigenmitteln sowie eine allfällige Krediterhöhung. Bei energetischen Sanierungen können Sie allenfalls Fördergelder beantragen und so die Kosten senken.

Bewerter prüfen die Kosten der Renovation

Wenn es um die Kosten geht, lohnt sich ein Blick in die Zukunft. Wie wirkt sich der Umbau oder die Renovation auf den Wert Ihres Eigenheims aus? Nicht in jedem Fall führen die gesamten Renovations- bzw. Umbaukosten zu einer Wertsteigerung. Ausgewiesene Bewerter können dabei helfen, den künftigen Verkehrswert Ihrer Liegenschaft zu bestimmen.

Kostenvoranschlag, detaillierte Planunterlagen und weitere wertrelevante Informationen, beispielsweise zum Grundstück und zur Lage, bilden die Basis für eine Projektbewertung.

Eine solche Bewertung kann Sie in Ihrem Bauvorhaben bestärken. Manchmal führt sie aber auch dazu, dass Unstimmigkeiten im Kostenvoranschlag oder in der Planung aufgedeckt werden und Sie das Vorhaben überdenken müssen. In erster Linie dient die Bewertung aber der Berechnung des neuen Verkehrswerts, den das Objekt nach den geplanten Baumassnahmen haben wird.

Bei der Renovation Steuern sparen

Zur ganzheitlichen finanziellen Betrachtung eines Umbaus zählt schliesslich auch die Steuerbelastung. Als Kosten für den Liegenschaftsunterhalt können Sie werterhaltende Aufwendungen von den Steuern abziehen. Wer also beispielsweise eine «Pinselrenovation» mit eigenen Mitteln bestreitet, darf diese in seiner Steuererklärung geltend machen.

Entscheidend ist, in welcher Steuerperiode die Kosten für werterhaltende Aufwendungen anfallen. Statt sämtliche Kosten in nur einem Jahr anzugeben, kann es sinnvoll sein, die Umbauarbeiten auf mehrere Jahre zu verteilen und so die Progression zu brechen. Dies ist bei einer Renovation oder bei einem Umbau gut planbar. Ist eine Renovation allerdings dringend notwendig, empfiehlt sich eine sofortige Sanierung. Sonst könnten marode Bauteile die ganze Liegenschaft negativ beeinträchtigen.

Auch bei einem umfassenderen Umbau mit Wertvermehrung spielen Steuern eine Rolle. Denn die zusätzlichen Schuldzinsen wegen der aufgestockten Hypothek können Sie ebenfalls in Abzug bringen. Somit wird die Steuerlast abgefedert. Eigenmietwert, Schuldenhöhe und neuer Liegenschaftswert sind weitere Grössen, die Einfluss auf die steuerliche Planung eines Umbaus haben.

Bei einem mittelgrossen Einfamilienhaus dürfte die Erneuerung der Fenster zwischen 30’000 und 50’000 Franken kosten, ein neues Bad inklusive Platten 20’000 bis 25’000 Franken und eine neue Küche 25‘000 bis 40‘000 Franken.