Hausbau der Zukunft: sieben Bautrends für den Hausbau von morgen
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Die Zukunft des Hausbaus. Sieben spannende Bautrends.

Wie werden wir morgen wohnen? Technische Innovationen und der gesellschaftliche Wandel sorgen für Veränderungen beim Hausbau. Entdecken Sie spannende Bau­trends, die den Hausbau der Zukunft bestimmen.

Bautrend #1: Demografischer Wandel verlangt nach flexiblen Grundrissen.    

Beim Bau des Eigenheims schon ans Alter denken. Das wird angesichts des demografischen Wandels immer bedeutender. Hält die Entwicklung zu sinkenden Renten an, können grosse Einfamilienhäuser im Ruhestand zur finanziellen Belastung werden. Eine mögliche Lösung: ein flexibler Grundriss, der sich den wandelnden Bedürfnissen der Bewohner anpasst.

Ist beispielsweise für ein Paar mit Kindern ein zweistöckiges Familienheim optimal, können sie es im Seniorenalter zum Mehrfamilienhaus umbauen und Mieteinnahmen generieren. Damit der spätere Umbau wenig Aufwand erfordert, wird das Treppenhaus schon beim Hausbau getrennt von den Wohnräumen geplant. Zusätzliche Anschlüsse vereinfachen den nachträglichen Einbau einer zweiten Küche. Ebenso wird der Strom-, Wasser- und Heizungskreislauf bereits auf mehrere Wohneinheiten ausgelegt. So kann später eine getrennte Abrechnung erfolgen.

Bautrend #2: Individuelle Lebensmodelle stärken den Wunsch nach Flexibilität.

Unsere Gesellschaft individualisiert sich zunehmend. Die Zahl von Single- und Paarhaushalten steigt, die Familiengründung erfolgt erst spät und mit neuen Partnerschaften entstehen Patchworkfamilien. Häufige Jobwechsel sind üblich, Lebensumstände ändern sich schneller als früher.

Das muss bei der Finanzierung von grossen Investitionen wie einem Hausbau berücksichtig werden. Banken kommen diesem Trend mit flexiblen Baufinanzierungen entgegen. Den Ruf nach maximaler Flexibilität und individuellen Wohnformen erhören auch Anbieter von Fertighäusern: Die Vielfalt an Ausbaustufen nimmt zu, Käufer haben mehr Mitspracherecht im Planungsprozess.

Bautrend #3: Mit dem Co-Housing soziale Netzwerke aufbauen.

Wenngleich das Leben in Grossstädten populärer ist denn je, leiden manche Städter unter der Anonymität. Wer sich nach dem Zusammenhalt des Dorflebens sehnt, aber die Nähe zur Stadt nicht aufgeben möchte, wird beim Bautrend Co-Housing fündig. Zu Deutsch: kollektives Wohnen. Das sind Siedlungsgemeinschaften aus Häusern und Wohnungen, die wie Dörfer funktionieren.

Den Kern der Siedlung bilden grosszügige Gemeinschaftsräume und -flächen, die von den Bewohnern zusammen bewirtschaftet und genutzt werden. Neben Kindergärten, Werkstätten und Bibliotheken laden Co-Working-Spaces zum gemeinsamen Arbeiten und Gemeinschaftsgärten zum Verweilen ein. Ziel ist ein gesellschaftliches Miteinander, in das sich jeder einbringen kann.
 

Bautrend #4: Kleinarchitektur und innovative Grundrisse punkten auf engem Raum.

Immobilien- und Grundstückspreise in den Städten sind hoch, das Bauland knapp. Doch das pulsierende Leben in urbanen Regionen übt auf viele Menschen eine magische Anziehungskraft aus. Soll das Traumhaus im beliebten Stadtviertel stehen, sind oftmals nur schmale Baulücken verfügbar. Hier sind kreative Grundrisse gefragt, die aus wenig Raum das Maximale rausholen.

Ein Bautrend, der das Wohnen auf kleinem Raum regelrecht zelebriert, ist das Haus im XS-Format: Das Tiny House vereint auf einer Fläche von ca. 15 bis 45 Quadratmetern alles, was es zum Leben braucht – ein wahres Paradies für Minimalisten. Steht das Mini-Eigenheim auf Rädern, wird zudem der Wunsch nach flexiblem Wohnen realisierbar.
 

Bautrend #5: Ökologische Materialien und Energieeffizienz stützen Nachhaltigkeit beim Hausbau.

Ressourcenschonend mit der Umwelt umzugehen, wird in unserem Zeitalter immer wichtiger – auch für Bauherren. Nachhaltigkeit beim Hausbau liegt schwer im Trend, sei es bei Einfamilienhäusern oder bei Hochhauskomplexen. Neben dem Einsatz von ökologischen Baustoffen, einer guten Recyclingfähigkeit und einer möglichst langen Nutzungsdauer ist die Energieeffizienz entscheidend.

Hand in Hand mit einer nachhaltigen Bauweise geht das Thema Wohngesundheit. Die gezielte Wahl von umweltfreundlichen und schadstofffreien Baustoffen sorgt für ein gesundes Raumklima und steigert langfristig den Wohnkomfort. Oft verwendete Baumaterialien sind Holz und Lehm, denn sie wirken feuchtigkeitsregulierend und emittieren keine Giftstoffe.

Bautrend #6: Technische Innovationen treiben Hausautomation voran.

Die moderne Hausautomation gehört zu den wichtigsten technischen Entwicklungen, die den Hausbau in Zukunft verändern werden. Im sogenannten Smart Home sind alle elektrischen Geräte über eine Zentrale verbunden und kommunizieren miteinander. Die Vernetzung ermöglicht automatisierte Prozesse, die via App auf dem Smartphone oder Tablet ferngesteuert werden. Das ist nicht nur sicher und komfortabel, sondern auch äusserst energieeffizient

So reguliert sich beispielsweise die Beleuchtung je nach Tageslicht und Wetterlage. Heizkörperthermostate lassen sich von unterwegs steuern. Auch der Aspekt Sicherheit wird grossgeschrieben: Überwachungskameras senden Livebilder auf das Smartphone und Türen öffnen sich via Fingerprint oder Iris-Scan.

Bautrend #7: 3D-Technologie dürfte Bausektor revolutionieren.

Die Entwicklung der 3D-Technologie schreitet in hohem Tempo voran. Dank des com­putergestützten Druckverfahrens lässt sich schneller und kostengünstiger produzieren als jemals zuvor. Die Baubranche hat diese Vorteile erkannt. Immer mehr Start-ups haben es sich zur Aufgabe gemacht, am Bildschirm entworfene Rohbauten in einem Stück zu drucken.

Beim Druckprozess wird die Baumasse mit drehbaren Roboterarmen Schicht für Schicht aufgetragen. Dach, Isolierung und Fenster werden später manuell eingebaut. So stellte die russisch-amerikanische Firma «Apis Cor» ein 40 Quadratmeter grosses Zementhaus in nur 24 Stunden fertig – für rund 10’000 Franken. Eine echte Revolution.

Wie auch immer Ihr zukünftiges Haus aussieht – wir beraten Sie gerne.

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