Alternative Anlagen: Kapitalanlagen für ein stabiles Portfolio
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Für Stabilität im Portfolio sorgen. Mit alternativen Anlagen.

Alternative Anlagen sind ein geeignetes Mittel, um das Portfolio abzurunden und Risiken zu streuen. Im Investment Outlook zeigen Finanzexperten der Credit Suisse auf, wie sich alternative Anlageformen im Jahr 2020 entwickeln dürften und warum sie eine spannende Möglichkeit zur Kapitalanlage darstellen.

Alternative Anlagen bieten Diversifikationschancen

Alternative Anlagen sind zu einem verbreiteten Portfoliobestandteil geworden, insbesondere in der heutigen Welt der längerfristig tiefen Zinsen und Renditen. Diese Anlagen bieten nicht nur eine weitere Diversifikation, sondern sie tragen zudem auch zur Stabilität im Portfolio bei. Wie sich vier Arten von alternativen Anlagen im Jahr 2020 entwickeln dürften und worauf Anleger dabei achten sollten.

1. Hedge-Fonds sind derzeit eine sinnvolle alternative Anlage

Im derzeitigen Umfeld mit extrem niedrigen Anleihenrenditen und recht hohen Bewertungen von Risikoanlagen ist ein diversifiziertes Portfolio an Hedge-Fonds durchaus sinnvoll. Die Performance wird zwar voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich eher moderat ausfallen, aber die Wertentwicklung von Investment-Grade-Anleihen übertreffen.

Nichtsdestotrotz sind die Renditen der Branche insgesamt weiterhin in einem gewissen Ausmass von traditionellen Vermögenswerten abhängig. Erfahrene Hedge-Fonds-Manager mit ausgewiesenen Wertschöpfungskompetenzen dürften aber in jeder Phase des Konjunkturzyklus gut abschneiden. Dabei bieten sich diversifizierte Makro- und opportunistische Long/Short-Aktienstrategien sowie unkorrelierte Strategien, die in alternative Risikoprämien investieren, an. In jedem Fall kommen ausführlichen und sachkundigen Due-Diligence-Prüfungen eine zentrale Bedeutung zu.

2. Kapitalanlagen in Immobilien bleiben 2020 attraktiv

Der Immobiliensektor ist mit einer Reihe von strukturellen Veränderungen konfrontiert. So dürfte der Trend zum Onlinehandel auch in Zukunft Druck auf traditionelle Ladengeschäfte ausüben. Industrieimmobilien hingegen werden voraussichtlich von diesen Veränderungen profitieren. Ein grosses Thema ist zudem das Wachstum bei den flexiblen Büroflächen, die mittlerweile vielerorts einen Anteil von 10 Prozent und mehr erreichen.

Das prognostizierte Umfeld eines moderaten Wirtschaftswachstums und einer lockeren Geldpolitik begünstigt sowohl Immobilienaktien als auch Direktinvestitionen in Immobilien weltweit. Direktinvestitionen sind dabei besonders attraktiv, da die niedrigeren Zinsen noch nicht vollständig eingepreist zu sein scheinen. Zudem sind die Renditen in der Regel recht stabil. Im Gegensatz dazu sind bei Immobilienaktien weltweit die tieferen Zinsen bereits eingepreist, und das Aufwärtspotenzial bei den Erträgen ist begrenzt. Besonders lohnen dürften sich Anlagen in der Eurozone, da die Renditespanne gegenüber Staatsanleihen über dem langfristigen Durchschnitt liegt.

Immobilien sind weiterhin eine attraktive alternative Anlage

Immobilien sind weiterhin eine attraktive alternative Anlage

Renditen von Anleihen, globalen Aktien und Immobilienaktien (in %)

Letzter Datenpunkt: 25.10.2019

Quelle: Datastream, Bloomberg, Credit Suisse

3. Private Equity ist ein Wachstumsmarkt unter den alternativen Anlagen

Private Equity wurde in den letzten Jahren bei Anlegern immer beliebter, unter anderem auch, weil die Mindestanlagesummen rückläufig waren. Die Privatmärkte sind heute fast doppelt so gross wie noch vor zehn Jahren, und die Entstehung eines Sekundärmarkts ermöglicht ein differenziertes Engagement. Das bietet Anlegern den Vorteil eines höheren Diversifikationspotenzials. Für 2020 dürfte Private Equity eine leicht unterdurchschnittliche Gesamtrendite von ungefähr 8 Prozent erzielen.

Trotzdem bietet die Anlageklasse nach wie vor eine angemessene Illiquiditätsprämie gegenüber Public Equity. Und Private Equity dürfte auch in einem zunehmend herausfordernden Umfeld gegenüber liquiden Märkten Überrenditen erzielen. Sorgfältige Due-Diligence-Prüfungen sowie die richtige Auswahl von Fonds und Managern sind angesichts der Illiquidität der Privatmärkte aber entscheidend für den Anlageerfolg.

4. Kapitalanlagen in Edelmetalle sichern gegen Rezessionsgefahr ab

Bei Rohstoffen gingen die Preisentwicklungen im vergangenen Jahr in unterschiedliche Richtungen. Zyklische Güter hinkten den Edelmetallen im Zuge der sich verlangsamenden Industrieproduktion hinterher. Künftig dürften diese Unterschiede aber abnehmen. Eine Entspannung bei den Handelskonflikten und eine Stimmungsaufhellung könnten für eine Erholung bei den Industriemetallen sorgen.

Auf den Ölmärkten weist das schwache Nachfragewachstum im Zusammenspiel mit der robusten Versorgung auf eine Übersättigung im Jahr 2020 hin. Das dürfte zu einem vorübergehenden Rückgang der Ölpreise führen. Die Preise von Gold und anderen Edelmetallen dürften dagegen weiterhin gut unterstützt bleiben – zumindest solange die (realen) Renditen niedrig bleiben oder sogar in den negativen Bereich fallen und die wirtschaftliche Unsicherheit fortbesteht. Falls es zu einer handfesten Rezession käme, würden Edelmetalle gar weitere Kursgewinne verzeichnen.

kapitalanlagen in gold profitieren von tiefen realrenditen

Kapitalanlagen in Gold profitieren von tiefen Realrenditen

Realrendite von US-Treasuries (in %) und Goldpreis (in USD/Unze)

Letzter Datenpunkt: 25.10.2019

Quelle: Bloomberg, Credit Suisse

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