AHV-Beiträge bei Nichterwerbstätigen
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AHV-Beiträge: Wie viel zahlen Nichterwerbstätige?

Auch Nichterwerbstätige müssen ab dem 1. Januar nach der Vollendung des 20. Altersjahres bis zum ordentlichen Rentenalter AHV-Beiträge zahlen. Doch wie setzen sich diese Beiträge zusammen und wer gilt überhaupt als nichterwerbstätig? Wir zeigen auf, wie sich die AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige berechnen lassen und wie hoch Minimal- und Maximalbeitrag sind. Zur Veranschaulichung finden Sie unten ein Rechenbeispiel.

Berechnung der AHV-Beiträge von Nichterwerbstätigen

Die Höhe der AHV-Beiträge von Nichterwerbstätigen berechnet sich mit der folgenden Formel:

Quelle: Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO, herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen.

Vermögen oder Renteneinkünfte?

Diese Werte zählen zum Vermögen oder zu den Renteneinkünften:

  • Vermögen sind Sparkonten, Wertpapiere, Liegenschaften und Vermögen zur Nutzniessung.
  • Renteneinkünfte sind Renten und Pensionen, Unterhaltsleistungen (ausgenommen Alimente für Kinder), Kinderrenten wie IV, Taggelder und Stipendien.

Mindest- und Maximalbeitrag

  • Der minimale Beitrag an die AHV beträgt 482 Franken bei einem Vermögen unter 300’000 Franken.
  • Der maximale Beitrag an die AHV beträgt 24’100 Franken bei einem Vermögen über 8’400’000 Franken.

Als nichterwerbstätig gelten die folgenden Personengruppen

  • Frühpensionierte
  • Bezieherinnen und Bezieher von IV-Renten
  • Empfängerinnen und Empfänger von Kranken- und Unfalltaggeldern
  • Studierende
  • Reisende, die sich in ihrer Schweizer Wohngemeinde abgemeldet haben
  • Ausgesteuerte Arbeitslose
  • Versicherte, die ein sehr kleines Arbeitspensum haben (weniger als 4’702 Franken pro Jahr)
  • Auch Erwerbstätige, die nur in einem kleinen Pensum tätig sind, gelten als nichterwerbstätig. Dies ist dann der Fall, wenn ihre AHV-Beiträge zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen weniger als die Hälfte des Beitrags ausmachen, den sie als Nichterwerbstätige entrichten müssten.

Rechenbeispiel

Eine nicht erwerbstätige geschiedene Frau ohne unterhaltspflichtige Kinder besitzt eine unbelehnte Liegenschaft im Wert von 800’000 Franken sowie Wertschriften und Guthaben im Wert von 200’000 Franken. Sie erhält von ihrem geschiedenen Mann monatliche Alimente von 4’000 Franken.

Vermögen (800’000 + 200’000) + Renten (20 × 4’000)
= 1’000’000 + 80’000
= 1’080’000 Franken

Gemäss Beitragstabelle für Nichterwerbstätige beträgt der jährliche AHV-Beitrag dieser Frau 2’050 Franken. Die Ausgleichskassen erheben zusätzlich Verwaltungskostenbeiträge von maximal 5 % der Beiträge.

AHV-Beiträge

So setzen sie sich zusammen

Die AHV-Beiträge gehören zu den Sozialversicherungsabzügen, die ausserdem noch die IV, die EO und die ALV umfassen. Diese Abkürzungen stehen für die folgenden Versicherungen:

  • AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung
  • IV - Invalidenversicherung
  • EO - Erwerbsersatzordnung (Militär, Zivildienst und Mutterschaft)
  • ALV - Arbeitslosenversicherung

Selbstständigen, Familienmitgliedern in der Landwirtschaft und arbeitstätigen Rentnern werden keine ALV-Beiträge abgezogen, weil sie keine Arbeitslosengelder beziehen dürfen.

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