Die maximale AHV-Ehepaar-Rente beträgt 150 % der Maximalrente für Einzelpersonen.
Artikel

Maximale AHV-Rente: Darauf kommt es an

Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der AHV-Rente? Und wie erreicht man die Maximalrente?

Die AHV begleitet uns ein ganzes Erwerbsleben lang. Dennoch schenken ihr die meisten wenig bis gar keine Beachtung. Kein Wunder: Die AHV, erste Säule des schweizerischen 3-Säulen-Systems, ist obligatorisch und wird bei einer Anstellung automatisch vom Lohn abgezogen.

Zurzeit betragen die AHV-Renten pro Monat:

minimal: 1’185 Franken
maximal: 2’370 Franken
maximal für ein Ehepaar: 3’555 Franken

Für verheiratete Paare gilt die Plafonierung. Das heisst, die AHV-Rente eines Ehepaars darf zusammengerechnet höchstens 150 % der Maximalrente einer Einzelperson betragen. Die beiden Einzelrenten werden demnach proportional gekürzt und auch separat ausgerichtet.

Für eine Maximalrente müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
 

  • Die AHV-Beiträge wurden ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Lebensjahrs bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters (bei Männern 65 Jahre, bei Frauen 64 Jahre), also insgesamt 44 bzw. 43 Jahre, lückenlos bezahlt.
  • Das durchschnittliche Erwerbseinkommen während dieser Jahre betrug mindestens 85’320 Franken pro Jahr (7’110 Franken pro Monat). Beim genannten Betrag handelt es sich um das inflationsbereinigte Einkommen. Dieses wird mit dem sogenannten Aufwertungsfaktor berechnet.

Für jedes Jahr, in dem kein AHV-Beitrag geleistet wurde, wird die Rente bei Männern um 1/44 bzw. bei Frauen um 1/43 gekürzt.

Grundsätzlich ist jede in der Schweiz wohnhafte Person im erwerbsfähigen Alter AHV-pflichtig. Die Pflicht besteht aber auch für Arbeitnehmer in der Schweiz mit ausländischem Wohnsitz, wie zum Beispiel Grenzgänger. Verheiratete, nicht erwerbstätige Personen sind ab dem Zeitpunkt der Eheschliessung über ihren Ehepartner versichert, sofern dieser den doppelten Mindestbeitrag an die AHV leistet. Bei erwerbstätigen Personen beginnt die Beitragspflicht ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs. Nichterwerbstätige, wie beispielsweise Studenten, werden spätestens ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahrs beitragspflichtig.

Die Höhe der AHV-Beiträge richtet sich nach der Art der Erwerbstätigkeit:
 

  • Arbeitnehmer: 8,4 % des Bruttolohns, wobei die Hälfte vom Arbeitgeber übernommen wird
  • Selbstständige: 7,8 % des Jahreseinkommens, wobei für Einkommen von weniger als 56’900 Franken ein tieferer Satz gilt
  • Nichterwerbstätige: Mindestbeitrag von 482 Franken pro Jahr, abhängig von allfälligen Renteneinkommen und Vermögen

Die grössten Feinde der maximalen AHV-Rente sind Beitragslücken. Die häufigsten Gründe dafür sind:
 

  • Auslandsaufenthalt
  • Studium
  • Viele und kurze Arbeitseinsätze bei verschiedenen Arbeitgebern
  • Scheidung bei Nichterwerbstätigen, die es verpassen, ab diesem Zeitpunkt den Mindestbeitrag einzuzahlen
  • Pensionierung eines Ehegatten
  • Versäumnis des Arbeitgebers, AHV-Beiträge weiterzuleiten


Doch selbst wenn Beitragslücken bestehen, kann eventuell der Maximalbetrag erreicht werden, denn:
 

  • Fehlende Beitragsjahre können innerhalb von fünf Jahren nach Entstehen der Lücke nachgezahlt werden 
  • Der nicht erwerbstätige Familien-Manager profitiert von den Erziehungsgutschriften für die Jahre, in denen die Kinder unter 16 Jahre alt waren
  • Wer eine Lehre absolviert hat, kann sich die sogenannten «Jugendjahre» anrechnen lassen
  • Für Beitragslücken, die vor 1979 entstanden sind, gelten Ausnahmeregelungen


Höhere Rente durch die freiwillige 3. Säule

Sollten Sie Ihre AHV-Maximalrente nicht erreichen, besteht die Möglichkeit, Ihre Pensionsgelder mit der freiwilligen und privaten 3. Säule aufzubessern oder den Rentenbezug aufzuschieben, um so eine höhere Rente zu erzielen.

Haben Sie Fragen?

Beratungsgespräch vereinbaren This link target opens in a new window
Wir helfen Ihnen gerne weiter bei Fragen zu Ihrer AHV-Rente oder zum 3-Säulen-Prinzip. Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0844 200 111 an oder vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch.