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Eigene Urteilsunfähigkeit – kennt Ihr Umfeld Ihre Wünsche?

Wer infolge eines Unfalls, schwerer Erkrankung oder Altersschwäche urteilsunfähig wird, ist auf die Hilfe Dritter angewiesen. Mit einem Vorsorgeauftrag halten Sie Ihre Anliegen für diesen Fall fest.

  • Haben Sie gewusst? Wenn eine Person urteilsunfähig wird und das gesetzliche Partnervertretungsrecht nicht ausreicht, ordnet die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) eine Beistandschaft an. In den meisten Fällen wird diese Aufgabe von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Amtsbeistandschaft bzw. Sozialbehörde übernommen. Diese Beiständin oder dieser Beistand vertritt die urteilsunfähige Person und trifft alle Entscheidungen.
  • Mit einem Vorsorgeauftrag kann eine Beistandschaft vermieden werden. Er regelt, durch wen und wie eine Person betreut werden möchte, wenn sie urteilsunfähig geworden ist. Die Betreuung kann die Personen- bzw. die Vermögenssorge oder beides umfassen. Solange jemand urteilsfähig ist, kann der Vorsorgeauftrag jederzeit abgeändert oder widerrufen werden. Alle wichtigen Informationen haben wir im Merkblatt Vorsorgeauftrag (PDF) für Sie zusammengestellt. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel «Selbst- statt Fremdbestimmung».
  • Die Erstellung eines Vorsorgeauftrags kann anspruchsvoll sein. In unserer Mustervorlage finden Sie wertvolle Hinweise zur Formulierung und zu den Formvorschriften. Jedoch ist zu beachten, dass eine Mustervorlage nicht unbedacht verwendet werden darf. Je nach Familien- und Vermögensverhältnissen sowie der Art der eigenen Wünsche empfiehlt es sich, eine juristisch geschulte Person beizuziehen.