Vorsorgeauftrag: Muster herunterladen und handschriftlich erstellen
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Vorsorgeauftrag mit einem Muster erstellen. Die eigenen Wünsche festhalten.

Wer infolge eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung urteilsunfähig wird, ist auf die Hilfe Dritter angewiesen. Gut, wenn in diesem Fall ein Vorsorgeauftrag existiert. Unser Muster unterstützt Sie dabei, einen Vorsorgeauftrag handschriftlich zu erstellen.

Vorsorgeauftrag mit Muster handschriftlich verfassen

Der Vorsorgeauftrag regelt, wer uns betreut und unser Vermögen verwaltet, sollten wir infolge eines Unfalls, einer schweren Erkrankung oder aufgrund von Altersschwäche urteilsunfähig werden. Der Vorsorgeauftrag kann handschriftlich verfasst oder in gedruckter Form öffentlich beurkundet werden. Damit sind die Bestimmungen ähnlich wie beim Testament. Idealerweise sprechen Sie mit Ihrer Familie sowie einer Fachperson über Ihre Wünsche und Ihre Situation, bevor Sie einen Vorsorgeauftrag erstellen.

Wer sich für einen von Hand geschriebenen Vorsorgeauftrag entscheidet, kann sich an einem Muster orientieren, um an alles Wichtige zu denken. Damit er gültig ist, muss der Vorsorgeauftrag von Anfang bis Ende handschriftlich verfasst werden. Zudem ist es notwendig, den Vorsorgeauftrag zu datieren und zu unterschreiben.

Was ist ein Vorsorgeauftrag?

Unser Video erklärt in weniger als zwei Minuten, was ein Vorsorgeauftrag ist und wie er erstellt wird.

Vorsorgeauftrag mit Vorlage: Das muss diese beinhalten.

Kern eines Vorsorgeauftrags ist die Vertretungsperson. Das Muster für den Vorsorgeauftrag sieht eine mit der Vorsorge beauftragte Person sowie zwei Ersatzpersonen vor. Denn es ist möglich, dass Vorsorgebeauftragte ihre Aufgabe nicht erfüllen können oder wollen. Werden vorgängig Ersatzpersonen bestimmt, ist sichergestellt, dass der Vor­sorgeauftrag dennoch ausgeführt werden kann.

Wird der Vorsorgeauftrag anhand eines Musters handschriftlich verfasst, ist es wichtig, dieses an die persönliche Situation anzupassen und den Inhalt der Vorlage nicht unbedacht zu übernehmen. Besitzen Sie Wohneigentum oder haben Sie bestimmte Vorstellungen zur Vermögensverwaltung, gehören entsprechende Formulierungen in den Vorsorgeauftrag. Sie können zum Beispiel verfügen, dass die mit der Vorsorge beauftragte Person Immobilien nicht ohne die Zustimmung weiterer Personen verkaufen darf. Ebenso sind im Vorsorgeauftrag einschränkende Weisungen zur Kapi­talanlage möglich, beispielsweise zur Anlagestrategie. Eine Fachperson kann bei den entsprechenden Formulierungen helfen und den Text des Musters entsprechend ergänzen.

Alternative: Vorsorgeauftrag beurkunden lassen statt handschriftlich verfassen

Statt den Vorsorgeauftrag handschriftlich selbst zu schreiben, können Sie ihn auch von einer Fachperson verfassen und öffentlich beurkunden lassen. Dafür zuständig sind je nach Kanton Amtsnotare oder registrierte Urkundspersonen. Eine Beurkundung ist erforderlich, wenn einem das Schreiben von Hand Mühe bereitet, und generell sinnvoll bei umfangreichen Vorsorgeaufträgen – beispielsweise wenn für die Personen- und die Vermögenssorge unterschiedliche Personen bestimmt werden sollen oder wenn die gewünschten Regelungen komplex sind. Änderungen eines Vorsorgeauftrags müssen in derselben Form (handschriftlich oder öffentlich beurkundet) erfolgen.

Vorsorgeauftrag am richtigen Ort aufbewahren

Wurde ein Vorsorgeauftrag erstellt, egal ob handschriftlich oder öffentlich beurkundet, ist es empfehlenswert, nahe Angehörige oder Vertrauenspersonen über dessen Exis­tenz und Inhalt zu informieren. Teilen Sie ihnen auch mit, wo der Vorsorge­auftrag hinterlegt wird. Dies sollte ein Ort sein, der sicher, aber gleichzeitig für Angehörige zugänglich ist. Es ist sinnvoll, den Hinterlegungsort dem Zivilstandsamt zu melden. Diese Registrierung gewährleistet, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) im Fall der Urteilsunfähigkeit davon Kenntnis erhält.

In einigen Kantonen ist es auch möglich, den Vorsorgeauftrag bei der KESB zu hinterlegen. Das bietet sich an, da diese Behörde den Vorsorgeauftrag auch validieren und in Kraft setzen muss, sollte die Urteilsunfähigkeit tatsächlich eines Tages eintreten.

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