Altes Haus kaufen: Das gilt es beim Altbau zu beachten
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Altbau kaufen – Vorsicht vor diesen sieben Kostenfallen

Günstige Altbauten sind begehrte Objekte. Dennoch gilt es, gerade bei älteren Häusern genau hinzuschauen und trotz Zeitdruck keinen Vertrag vorschnell zu unterschreiben. Was Sie neben Lage, Preis und Charakter beachten müssen, wenn Sie ein altes Haus kaufen – damit der Altbau zum Traumhaus wird.

1. Wie gut ist die Bausubstanz des Altbaus?

Ist die Bausubstanz einer älteren Immobilie schlecht, nützen auch die modernste Küche und der schönste Anstrich nicht mehr viel. Ein solches Haus kann schnell zum Albtraum werden und hohe Kosten zur Folge haben. Wenn Sie ein bejahrtes Haus kaufen möchten, sollten Sie bei der Besichtigung deswegen besonders auf die Aussenwände und das Dach achten.

Feine Risse im Verputz sind beispielsweise normal und meist harmlos. Tiefe Risse aber, die tragende Wände oder Aussenwände durchziehen, können ein Anzeichen dafür sein, dass die Statik des Hauses schlecht ist. Das kann passieren, wenn sich der Untergrund bewegt. Gibt es in einem Altbau Holzbalken, sollte geprüft werden, ob diese stabil und nicht von Schädlingen befallen oder morsch sind.

2. Bei Anzeichen von Feuchtigkeit auf Kauf verzichten

Feuchtigkeit ist der ärgste Feind älterer Häuser. Zeichen dafür sind Schimmel, abbröckelnder Putz oder modriger Geruch. Das Wasser kann von oben den Weg ins Haus gefunden haben, beispielsweise durch ein undichtes Dach oder altersschwache Abdichtungen. Bei manchen Immobilien kann Feuchtigkeit unter Umständen aber auch von unten eindringen, falls keine Nässesperre eingebaut wurde.

Gibt es Anzeichen von Feuchtigkeit, sollten Sie der Ursache unbedingt nachgehen. Eine Sanierung wegen undichter Stellen ist aufwändig und teuer. Problematisch sind insbesondere die Folgeschäden aufgrund jahrelang unbemerkter Feuchtigkeit. 

3. Dämmung ist bei einem Altbau oft mangelhaft

Altbauten sind häufig schlecht isoliert und wenig energieeffizient. Höhere Heizkosten sind die Folge. Es kann sich deshalb lohnen, die Aussenwände zusätzlich zu dämmen. Manchmal ist auch die Isolation des Daches mangelhaft und sollte nachgebessert werden.

Wird noch mit Öl oder Gas geheizt und muss die Heizung altersbedingt sowieso ersetzt werden, kann es sinnvoll sein, sich Gedanken über eine ökologischere Heizung zu machen. Idealerweise planen Sie beim Hauskauf ein Budget für die energetische Sanierung ein.

4. Elektrische Installationen des Altbaus inspizieren

In vielen Altbauten entspricht nicht nur die Heizung alten Standards, sondern auch das Elektrische: alte Sicherungen, schwache Leitungen, zu wenig Steckdosen. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie ein älteres Haus kaufen. Erkunden Sie sich nach dem Zustand des Stromnetzes und registrieren Sie bei der Besichtigung, wo Sie Anpassun­gen vornehmen müssen. Oftmals sind bei Altbauten beispielsweise auch TV‑ und Telefonanschlüsse nur in einem Raum vorhanden.

5. Zustand der Wasserleitungen beachten

Auch bei den Wasserleitungen kann Sanierungsbedarf bestehen. Im Normalfall haben die Leitungen eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren. Bei besonders hartem Wasser ist sie möglicherweise aber kürzer, da sich Kalk in den Wasserleitungen ablagert. Dies führt zu einem geringeren Wasserdruck und zu Verstopfungen.

Je nach regionaler Wasserhärte kann es in der Schweiz sinnvoll sein, eine Anlage zur Wasserenthärtung zu installieren. Dies insbesondere falls Sie planen, sämtliche Wasserleitungen zu erneuern. Weniger Kalk verlängert auch die Lebensdauer von Geräten wie Boiler, Waschmaschine und Geschirrspüler.

6. Vorsicht bei Asbest im Altbau

In der Schweiz wurde zwischen 1904 und 1990 Asbest verbaut, beispielsweise in Bodenbelägen, Rohrisolationen oder Akustikplatten. Besonders verbreitet sind asbesthaltige Materialien gemäss Information des Bundesamts für Gesundheit in Häusern aus den 50er- bis 70er-Jahren. Erst seit 1990 ist Asbest verboten.

Wollen Sie ein älteres Haus kaufen, sollten Sie sich mit dieser Problematik aus­einandersetzen. Zwar werden die krebserregenden Asbestfasern meist nur bei der Bearbeitung – zum Beispiel infolge einer Renovation – freigesetzt, doch eine Asbestsanierung ist teuer. Eine Laboranalyse kann Aufschluss darüber geben, ob in einem Haus Asbest verwendet wurde oder nicht.

7. Altes Haus kaufen, aber Neues einplanen

Wenn Sie ein älteres Haus kaufen, sollten Sie ein Budget für Erneuerungen einplanen. Vielleicht ist das Badezimmer altmodisch, die Geräte in der Küche sind in die Jahre gekommen oder der alte Bodenbelag gefällt Ihnen nicht? Etwas zu renovieren gibt es fast immer.

Ein Altbau hat Charme, besonders wenn Sie Altes mit Neuem kombinieren. Mit ent­sprechenden Umbauten, Anbauten und Sanierungen können Sie Ihr ganz persönliches Traumhaus realisieren. Am besten achten Sie bereits bei der Besichtigung der Immo­bilie darauf, wo Sie Hand anlegen möchten. 

Spielen Sie mit dem Gedanken, einen Altbau zu kaufen?

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