Rechtliche Dokumente und Hinweise Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor

Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor

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Informationen über die Transparenz von nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit auf Unternehmensebene im Zusammenhang mit der Verordnung 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor der Europäischen Union (EU).

Wir berücksichtigen bei der Credit Suisse nachhaltigkeitsbezogene Faktoren bei der Festlegung des Anlageuniversums und identifizieren Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) in Anlagestrategien.

Nachhaltiges Investieren beginnt für uns mit klar definierten Ausschlusskriterien und der Ausschlussrichtlinie der Credit Suisse. Bei der Credit Suisse werden Sektoren und Unternehmen, die sich nachweislich negativ auf die Gesellschaft oder die Umwelt auswirken, aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Die Credit Suisse berücksichtigt drei Kategorien von Ausschlüssen: normenbasierte, geschäftsverhaltenbasierte und wertbasierte Ausschlüsse. Die ersten beiden Kategorien stellen ein wesentliches Risiko für Anlageportfolios dar und werden deshalb allgemein in allen ESG-integrierten, direkt von der Credit Suisse verwalteten Portfolios angewendet (sofern nichts anderes durch den Kunden festgelegt wurde). Die Credit Suisse schliesst kategorisch Unternehmen aus, die internationale Abkommen zu kontroversen Waffen nicht einhalten, und erwartet, dass Unternehmen ihre grundlegenden Verpflichtungen im Einklang mit den Prinzipien des UN Global Compact erfüllen, z. B. Menschenrechte respektieren, ökologische Verantwortung übernehmen und Korruption in jeder Form vermeiden. Die Credit Suisse arbeitet mit Research-Anbietern zusammen, um Unternehmen zu identifizieren, die möglicherweise gegen diese Normen verstossen, und setzt sie auf eine Watchlist für den potenziellen Ausschluss aus unserem nachhaltigen Anlageuniversum. Die dritte Kategorie – wertbasierte Ausschlüsse – stellt zwar kein wesentliches Risiko für Anleger dar, könnte aber dennoch für gewisse nachhaltigkeitsorientierte Anleger von Interesse sein. Die Credit Suisse überwacht beständig regulatorische Entwicklungen, die unsere Beurteilung der nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen beeinflussen.

Wichtig ist dabei, dass aufgrund unserer Strategien für die Integration von ESG-Kriterien wesentliche ESG-Faktoren in Anlageprozesse aufgenommen werden, damit überdurchschnittliche risikobereinigte Renditen erzielt werden können. Zunehmender ökologischer und demografischer Druck machen klar, dass ESG-Kriterien systematisch in den gesamten Anlageprozess integriert werden müssen, damit sie wirksam sein können. Wir sind der Überzeugung, mit unserem Rahmenwerk für nachhaltige Anlagen einen bewussteren und systematischeren Ansatz für die Integration von ESG-Kriterien geschaffen zu haben. Weitere Informationen finden Sie im Rahmenwerk für nachhaltige Anlagen der Credit Suisse.

Zudem wurde das Departement Sustainability Strategy, Advisory and Finance (SSAF) unter der Leitung von Marisa Drew als Chief Sustainability Officer im Juli 2020 gegründet und vereint alle Aktivitäten der Credit Suisse im Bereich Strategie und nachhaltige Anlagen in einer Organisation. Das Departement SSAF erarbeitet eine geeignete Nachhaltigkeitsstrategie. Es hat zum Ziel, Projekte und Initiativen, die einen positiven sozialen und wirtschaftlichen Beitrag leisten, sowie Kunden auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit zu unterstützen, während gleichzeitig am Markt eine finanzielle Rendite generiert wird. Weitere Informationen zum Departement SSAF finden Sie auf der Website der Credit Suisse zu nachhaltigen Anlagen.

Zurzeit ist der Umfang, in dem die Indikatoren der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen bei der Anlageentscheidung durch einen Finanzmarktteilnehmer und bei der Finanzberatung durch einen Finanzberater berücksichtigt werden, noch nicht definitiv festgelegt. Die Credit Suisse AG (LEI ANGGYXNX0JLX3X63JN86) und die Credit Suisse (Schweiz) AG (LEI 549300CWR0W0BCS9Q144) setzen sich in ihrer Rolle als Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater gemäss der Verordnung (EU) 2019/2088 umfassend dafür ein, nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen vollständig in ihren Anlageentscheidungen und Beratungsprozessen zu berücksichtigen, sobald die endgültigen Implementierungsstandards gültig werden.

Zu beachten ist auch, dass die Credit Suisse gemäss Artikel 3g der Richtlinie (EG) 2007/36 des Europäischen Parlaments und des Rates, geändert durch die Richtlinie (EU) 2017/828 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2017 (Aktionärsrechterichtlinie II – SRD II) darauf abzielt, aktiv positive Veränderungen in den Unternehmen, in die wir anlegen, herbeizuführen, indem wir Active-Ownership-Praktiken anwenden. Die Mitwirkungspolitik der Credit Suisse gilt für Einheiten, die in Aktien von Unternehmen mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) anlegen, die an einem anerkannten Handelsplatz im EWR kotiert sind. Bei der Credit Suisse beeinflussen wir die Geschäftstätigkeiten von Unternehmen mithilfe von Proxy Voting, d. h. die treuhänderische Ausübung unserer Aktionärsstimmrechte bei Generalversammlungen, und durch aktive Mitwirkung, d. h. Aufrechterhaltung des ständigen Dialogs mit Unternehmen und Führungsgremien zu Nachhaltigkeitsthemen. Wir sind der Meinung, dass Active Ownership den Wert der Unternehmen, in die wir anlegen, für die Credit Suisse und unsere Kunden langfristig steigert und letztendlich das Risiko/Rendite-Profil unserer Portfolios verbessert. Darüber hinaus kann Active Ownership durch die Beschleunigung des Übergangs zu einer nachhaltigeren Wirtschaft konkrete Vorteile für die Menschen und den Planeten schaffen. Weitere Informationen finden Sie in der Erklärung der Credit Suisse zur Mitwirkungspolitik.

Schliesslich erkennen wir bei der Credit Suisse seit Langem an, welche Rolle wir bei der Bewältigung der ESG-Herausforderungen spielen können und sollten. Wir streben danach, Anlageprodukte und -dienstleistungen zu fördern, die sowohl ökologischen und sozialen Nutzen gemäss den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) als auch finanzielle Renditen für unsere Kunden erzielen. Die Credit Suisse ist überzeugt, dass gemeinsame Aktionen der wirkungsvollste Weg zur Förderung nachhaltiger, langfristiger Veränderungen sind. Daher unterstützt die Credit Suisse Initiativen der Branche und interagiert mit Stakeholdern und politischen Entscheidungsträgern zu wichtigen Nachhaltigkeitsthemen, indem sie sich aktiv an weltweiten Nachhaltigkeitsnetzwerken und -initiativen beteiligt. Die Credit Suisse zählte 1992 zu den Erstunterzeichnern der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP FI), einer globalen Partnerschaft mit mehr als 300 Banken, Versicherern und Anlegern zur Förderung einer nachhaltigen Unternehmensführung im Finanzsektor. 2003 zählte die Credit Suisse zu den ersten Banken, die die Equator Principles (EP) unterzeichneten, spielte eine aktive Rolle im jüngsten Änderungsprozess und war an der Verwaltung der Equator Principles beteiligt. Als Unterzeichner der Principles for Responsible Investment (PRI) betonen wir unsere Verpflichtung, im besten langfristigen Interesse unserer Kunden zu handeln und zu diesem Zweck ESG-Kriterien in unsere Anlageprozesse und -entscheidungen einzubeziehen. Im Jahr 2019 zählte die Credit Suisse zu den Erstunterzeichnern der «Principles for Responsible Banking» (PRB) des UNEP FI, die eine Ausrichtung des Bankensektors auf die Zielsetzungen im Rahmen der UNO-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung und des Pariser Abkommens verlangen. Darüber hinaus ist die Credit Suisse überzeugt, dass Transparenz und ein gemeinsames Verständnis von Standards im Bereich Impact Investing entscheidend für die Entwicklung dieses Markts sind, und ist Gründungsmitglied der «Operating Principles for Impact Management» der Internationalen Finanzierungs-Gesellschaft (IFC). Zudem haben wir unsere Unterstützung für die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) des Financial Stability Board sowie der Task Force on Nature-Related Financial Disclosures (TNFD) öffentlich zum Ausdruck gebracht und arbeiten kontinuierlich an deren Umsetzung. Die Credit Suisse hat eine Partnerschaft mit der Climate Bonds Initiative lanciert und ist Mitglied zahlreicher Branchenverbände, einschliesslich u. a. Climate Action 100+ und des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl.