Finanzmarktregulierungen Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) II

Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) II

Die Europäische Kommission entwickelt seit 2004 Vorschriften zur Erhöhung der Transparenz und zur Harmonisierung der Offenlegungspflichten auf den europäischen Finanzmärkten. Der erste Teil der Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) wurde 2006 erarbeitet und zur Umsetzung verabschiedet.

Angesichts der direkten Auswirkungen der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 haben die europäischen Mitgliedsstaaten beschlossen, die geltende Richtlinie zu verlängern und damit MiFID II einzuführen. Diese soll die Finanzstabilität und den Anlegerschutz verbessern und gleichzeitig die Markteffizienz und den Wettbewerb verbessern. MiFID II wurde 2014 vom Europäischen Parlament genehmigt und tritt am 3. Januar 2018 in Kraft.

MiFID II wurde entwickelt, um:

  • den Anlegerschutz zu erhöhen, 
  • die Marktstrukturen und Markttransparenz zu verbessern, 
  • die Corporate Governance und die internen Kontrollsysteme zu stärken,
  • spezifische Regeln für den algorithmischen und hochfrequenten Handel durchzusetzen

MiFID II gilt für alle Kunden mit Sitz in einem Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Kunden, deren Wohnsitz sich ausserhalb des EWR befindet, sind von MiFID II nicht direkt betroffen. In der Schweiz werden ähnliche Regelungen - in Form des Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG) - derzeit im Parlament diskutiert. Damit profitieren in naher Zukunft mehr Kunden der Credit Suisse von neuen Regulierungen, die den Anlegerschutz stärken sollen.

Die Einführung von MiFID II wird EWR-Kunden Vorteile bringen, darunter:

  • Neue und detailliertere Berichte über die Portfolioperformance sowie Transparenz über Kostenstrukturen und Vergütungen. Der Kunde ist somit über die Entwicklung seines Portfolios informiert und kennt die anfallenden Kosten 
  • Einheitliche Fact Sheets für unsere Produkte mit Angaben zu Risiken und Kosten stellen sicher, dass unsere Kunden umfassend über unser Angebot informiert werden
  • Neue detaillierte Kostenübersichten für jede Anlageentscheidung und einmal jährlich einen Bericht, der den Privat- und Geschäftskunden Informationen über die Gesamtkosten ihrer Transaktionen liefert
  • Jedes Beratungsgespräch wird dokumentiert und gibt Auskunft über die Eignung der Beratung und ob das Angebot den Präferenzen, Zielen und anderen Merkmalen des Kunden entspricht
  • Die Kunden werden automatisch informiert, wenn die Portfolioperformance eine bestimmte Verlustschwelle erreicht
  • Best Execution Policy, um die bestmögliche Ausführung von Kundenaufträgen zu gewährleisten und unseren Kunden optimale Ergebnisse zu liefern

Zusätzlich zu diesen Dienstleistungen bieten wir qualifizierten Gegenparteien ein erweitertes Produktportfolio für Derivate, z. B. komplexe Anleihen, alternative Investmentfonds oder Private Equity Produkte. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater.

Wir haben erheblich in unsere IT-Systeme investiert, um unseren Kunden effizientere Prozesse und erweiterte Funktionen anzubieten. Beispiele hierfür sind die zunehmende Automatisierung unserer Auftragsverwaltungssysteme, die die Abwicklung von Kundenaufträgen noch einfacher macht und die Zeit für Beratungsgespräche erhöht.

Wir haben die Klassifizierungsregeln für unsere Kunden erweitert, so dass wir unser Produktangebot noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden zuschneiden können. Diese können sich somit voll und ganz auf unsere Beratungsleistungen verlassen.

Privatkunden mit dem erforderlichen Volumen an finanziellen Vermögenswerten und finanziellem Know-how können ein Opt-up beantragen und unter MiFID II als Professionelle Kunden und nicht als Retailkunden klassifiziert werden. Professionelle Kunden haben Zugang zu zusätzlichen Finanzprodukten und -dienstleistungen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater.

MiFID II wird sich in der Regel auf Finanzinstitute auswirken, die ihren Sitz in einem Mitgliedstaat des EWR haben, und Kunden innerhalb des EWR beraten. Obwohl die Credit Suisse kein Finanzinstitut mit Sitz in der Europäischen Union ist, ist die MiFID II für uns relevant, weil wir:

  • weltweit präsent sind und unsere Kunden von grenzüberschreitenden Beratungsangeboten profitieren
  • unseren Kunden Zugang zu den meisten europäischen und internationalen Handelsplätzen gewähren

Zudem müssen alle Credit Suisse Tochtergesellschaften mit Sitz im EWR sicherstellen, dass sie MiFID II konform sind.

Die globale Vernetzung der Finanzmärkte, in denen die Schweizer Banken tätig sind, erfordert eine kontinuierliche Ausrichtung der Geschäftspraktiken an internationale Standards. Da die Schweizer Banken einen beträchtlichen Teil ihrer Finanzdienstleistungen für Kunden in der EU erbringen, ist es wichtig, dass die Banken auch in Zukunft Zugang zu den europäischen Finanzmärkten besitzen. Die Credit Suisse beurteilt die regulatorischen Massnahmen gemäss MiFID II grundsätzlich positiv, obwohl die Umsetzung dieser Massnahmen in der Regel mit erheblichen Investitionen verbunden ist. Durch die Erfüllung dieser Anforderungen und Investitionen in das Geschäft soll die Credit Suisse wettbewerbsfähiger werden und die Kunden von einem breiteren Angebot an Finanzdienstleistungen profitieren.

Die Abteilung Regulatory Oversight and Implementation der Credit Suisse hat eine Plattform mit moderner Technologie eingeführt, um unsere Kundenberater und Kunden in jeder Phase des Beratungsprozesses bestmöglich zu unterstützen. Dies beinhalten unter anderem die Erstellung von Anlagevorschlägen, Eignungsprüfungen, Portfolioüberwachung und der Initiierung von Wertschriftentransaktionen. Investiert wurde auch in die Effizienz und Transparenz der Auftragsabwicklung bei Finanztransaktionen. Gleichzeitig wurde der Automatisierungsgrad unserer Auftragseingangssysteme angepasst und die Best Execution Regelungen weiter verbessert.

Die Credit Suisse verpflichtet sich, die Einhaltung der MiFID II zu gewährleisten und kontinuierlich in die Beziehung zu ihren Kunden und in ihre Systeme zur Abwicklung von Kundenaufträgen zu investieren, um das bestmögliche Ergebnis für ihre Kunden zu erzielen.

Bitte sehen Sie nachfolgende die Legal Entity Identifier (LEI) von ausgewählten Einheiten der Credit Suisse Gruppe

  • Credit Suisse AG
    ANGGYXNX0JLX3X63JN86
  • Credit Suisse (Switzerland) Ltd.
    549300CWR0W0BCS9Q144
  • Neue Aargauer Bank AG
    549300E1QDNB0NGGAL34

LEI-Service für Credit Suisse Kunden, die eine LEI registrieren möchten.

Credit Suisse bietet in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Deloitte AG unseren Kunden eine schnelle und einfache Möglichkeit zur Registrierung einer LEI an. Unsere Kunden profitieren von einem Registrierungsprozess zu einem vergünstigten Preis (CHF 65 für Erstregistrierung und CHF 57 excl. MWSt.). Wenn Sie eine LEI beantragen möchten, dann besuchen Sie bitte www.lei-portal.ch und folgen Sie den erforderlichen Schritten. Um den Rabattcode für den exklusiven Credit Suisse Rabatt zu erhalten, bitten wir Sie Ihren Relationship Manager zu kontaktieren.

Die Credit Suisse hat Best Execution-Vereinbarungen für Retail- und Professionelle Kunden getroffen, die die Grundsätze, Pflichten und Verantwortlichkeiten beschreiben, um alle ausreichenden Schritte zu unternehmen, um systematisch das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, wenn sie entweder direkt im Namen des Kunden Transaktionen ausführt oder Kundenaufträge an Intermediäre zur Ausführung weiterleitet.