Unternehmen Earning Release

Earning Release

Credit Suisse Group gibt Ergebnisse für das vierte Quartal 2014 und das Gesamtjahr 2014 bekannt

Ergebnisse der Credit Suisse für das vierte Quartal 2014:
- Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 1’449 Mio. und Eigenkapitalrendite von 11% im strategischen Geschäft
- Ausgewiesener Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 1’178 Mio. und ausgewiesene Eigenkapitalrendite von 8%
- Quote des harten Kernkapitals (CET1) von 10,2% auf Look-through-Basis per Ende des vierten Quartals 2014 übertrifft Ziel von 10% per Jahresende 2014

Ergebnisse der Credit Suisse für das Gesamtjahr 2014:
- Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 6’790 Mio. und Eigenkapitalrendite von 12% im strategischen Geschäft
- Ausgewiesener Vorsteuergewinn (Kernergebnis) von CHF 3’509 Mio., stabil gegenüber 2013 trotz der Belastung durch die Einigung in der US-Steuerangelegenheit; ausgewiesene Eigenkapitalrendite von 5%

Vorsteuergewinn von CHF 1’007 Mio. im strategischen Geschäft des Private Banking & Wealth Management im vierten Quartal 2014; starkes Kreditwachstum und Veräusserungsgewinne wurden durch die gegenüber dem Vorjahresquartal tieferen leistungsabhängigen Gebühren und das anhaltende Niedrigzinsumfeld mehr als ausgeglichen; solide Netto-Neugelder von CHF 4,4 Mia. im Bereich Wealth Management Clients

Vorsteuergewinn von CHF 579 Mio. im strategischen Geschäft des Investment Banking im vierten Quartal 2014 zeugt von der Stärke des diversifizierten Geschäfts; stabiler Ertrag und höhere Renditen trotz der erhöhten Marktvolatilität und der Belastung aus refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen

Reduktion der ungewichteten Gesamtrisiken (Leverage Exposure) um CHF 51 Mia. im vierten Quartal 2014 (ohne Berücksichtigung von Währungseinflüssen); Bekanntgabe angepasster Leverage-Ziele für die Gruppe

Umsetzung von umfassenden Massnahmen, welche die Auswirkungen des veränderten Währungs- und Zinsumfelds nach dem Kurswechsel der Schweizerischen Nationalbank mehr als wettmachen sollen

Variable leistungsbezogene Vergütung für 2014 für die Gruppe 9% tiefer als im Vorjahr; dies vor dem Hintergrund des weiterhin disziplinierten Vergütungsansatzes und unter Berücksichtigung des stabilen ausgewiesenen Vorsteuergewinns sowie der Belastung durch die Einigung in der US-Steuerangelegenheit

Der Verwaltungsrat wird für das Geschäftsjahr 2014 wie bereits im Vorjahr eine von der eidgenössischen Verrechnungssteuer befreite Barausschüttung von CHF 0.70 pro Aktie beantragen; Aktionäre haben die Wahl, die Ausschüttung auch in Form neuer Aktien zu beziehen

Brady W. Dougan, Chief Executive Officer, sagte: «Wir erzielten im vierten Quartal 2014 vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds und der hohen Volatilität ein gutes Ergebnis. Im strategischen Geschäft verzeichneten wir im Berichtsquartal eine Eigenkapitalrendite von 11% und im Gesamtjahr von 12%. Zudem haben wir im Schlussquartal unser Leverage Exposure weiter reduziert und unsere Massnahmen zur Stärkung des Kapitals erfolgreich umgesetzt. Damit haben wir unser Ziel einer Quote des harten Kernkapitals (CET1) von 10% auf Look-through-Basis per Jahresende übertroffen, dies unter Berücksichtigung der Belastung aus der Einigung in der US-Steuerangelegenheit.»

Zur Ausschüttung an die Aktionäre sagte er: «Der Verwaltungsrat beantragt wie bereits im Vorjahr eine Barausschüttung von CHF 0.70 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2014. Wir geben unseren Aktionären die Wahl, die Ausschüttung auch in Form neuer Aktien zu beziehen. Wir beabsichtigen auch in Zukunft, ungefähr die Hälfte unserer Gewinne den Aktionären weiterzugeben, sofern unsere Quote des harten Kernkapitals auf Look-through-Basis weiterhin über 10% liegt und wir unsere Ziele für die Leverage Ratio erreichen.»

Zum veränderten Währungs- und Zinsumfeld sagte er: «Nach dem Kurswechsel der Schweizerischen Nationalbank im Januar setzen wir nun eine Reihe von Massnahmen um, um die negativen Auswirkungen der starken Franken-Aufwertung und des ausgeprägteren Niedrigzinsumfelds auf unsere Profitabilität aufzufangen. Ausgehend von unseren Ergebnissen für 2014 schätzen wir den negativen Nettoeffekt auf unseren Gewinn auf rund 3%. Bis Ende 2017 dürften die negativen Auswirkungen dank unserer angekündigten Massnahmen mehr als wettgemacht werden.»

Das Ergebnis im Private Banking & Wealth Management kommentierte er wie folgt: «Im Private Banking & Wealth Management wiesen wir einen soliden Vorsteuergewinn von CHF 1 Mia. im strategischen Geschäft aus. Aufgrund tieferer leistungsabhängiger Gebühren und des anhaltenden Niedrigzinsumfelds ging das Ergebnis im Private Banking & Wealth Management gegenüber dem vierten Quartal 2013 zurück. Hingegen bauten wir die Kreditvergabe im Segment der äusserst vermögenden Privatkunden weiter aus und steigerten die Erträge aus der divisionsübergreifenden Zusammenarbeit. Im Bereich Wealth Management Clients erzielten wir dank hoher Zuflüsse aus den Emerging Markets umfangreiche Netto-Neugelder.»

Zum Ergebnis im Investment Banking sagte Brady Dougan: «Wir vermochten die Profitabilität im strategischen Geschäft des Investment Banking gegenüber dem vierten Quartal 2013 um 20% zu steigern. Vor dem Hintergrund der hohen Marktvolatilität erzielten wir im strategischen Geschäft stabile Erträge, wobei sich die Volatilität insgesamt positiv auf unsere Handelsaktivitäten auswirkte, jedoch das Emissionsgeschäft belastete. Dieses Ergebnis zeugt von der Stabilität unseres Geschäfts. Zudem reduzierten wir die risikogewichteten Aktiven und das Leverage Exposure der Division weiter, was es uns ermöglicht, im Investment Banking weiterhin hohe Renditen zu erzielen.»

Zum Ausblick für das erste Quartal 2015 sagte er: «Die seit Jahresbeginn verzeichnete Profitabilität der Gruppe steht im Einklang mit den Vorjahreszahlen. Die Ergebnisse im Private-Banking-Geschäft sowie im Aktien- und Anleihengeschäft haben sich in den letzten Wochen verbessert. Das Emissions- und Beratungsgeschäft hat sich dagegen etwas schwächer entwickelt, insbesondere wegen der Marktvolatilität. Allerdings ist die Auftragslage in diesen Bereichen gut – wie rasch diese Transaktionen umgesetzt werden, hängt jedoch von den Marktbedingungen ab.»

Ergebnis im Private Banking & Wealth Management für das vierte Quartal 2014:

  • Strategisches Geschäft mit einem Vorsteuergewinn von CHF 1’007 Mio. mit einem leichten Ertragsrückgang gegenüber dem vierten Quartal 2013 und einer Rendite auf dem regulatorischen Kapital von 30%
  • Ausgewiesener Vorsteuergewinn von insgesamt CHF 882 Mio. unter Berücksichtigung von Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit bereits früher angekündigten Kostensenkungsmassnahmen
  • Strategisches Geschäft mit Aufwand-Ertrag-Verhältnis von 67% im vierten Quartal 2014 und 68% im Gesamtjahr 2014
  • Nettomarge im Bereich Wealth Management Clients stieg auf 27 Basispunkte; Veräusserungsgewinne leisteten einen Beitrag von 3 Basispunkten
  • Deutliche Zunahme der Kreditvergabe im Segment der äusserst vermögenden Privatkunden (UHNWI) in allen Regionen; Netto-Neukredite von CHF 5,6 Mia. im Gesamtjahr 2014 gegenüber CHF 0,9 Mia. im Vorjahr
  • Netto-Neugelder von CHF 4,4 Mia. im Bereich Wealth Management Clients dank Zuflüssen aus den Emerging Markets, insbesondere aus den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) und Asien-Pazifik
  • Netto-Geldabfluss im strategischen Geschäft des Private Banking & Wealth Management von CHF 0,2 Mia.; die Übertragung der Verwaltung von Fonds von Hedging Griffo an das neue brasilianische Unternehmen Verde Asset Management, an dem die Credit Suisse eine massgebliche Beteiligung hält, führte zu Abflüssen von CHF 9,2 Mia. im Asset Management
  • Ausgewiesener Netto-Geldabfluss in der Division von CHF 3,0 Mia., einschliesslich Abflüssen im nicht strategischen Geschäft infolge der Regularisierung von Kundengeldern

Ergebnis im Investment Banking für das vierte Quartal 2014:

  • Vorsteuergewinn von CHF 579 Mio. im strategischen Geschäft; Anstieg um 20% gegenüber dem vierten Quartal 2013 mit stabilem Ertrag, einer reduzierten Kostenbasis und einem tieferen Leverage Exposure
  • Ausgewiesener Vorsteuergewinn von insgesamt CHF 12 Mio. unter Berücksichtigung von refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen und Verlusten in der nicht strategischen Einheit
  • Ergebnis enthält Belastung aufgrund der erstmaligen Anwendung einer neuen Bewertungsmethode – sogenannte refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassungen oder Funding Valuation Adjustment (FVA) – von CHF 279 Mio., wovon CHF 108 Mio. im strategischen Geschäft und CHF 171 Mio. im nicht strategischen Geschäft verbucht wurden
  • Strategisches Geschäft mit einer Rendite auf dem regulatorischen Kapital von 12% (ohne refinanzierungsbezogene Bewertungsanpassungen)
  • Gegenüber dem Vorjahresquartal stabiler Ertrag im strategischen Geschäft zeugt von der Stärke des diversifizierten Geschäfts; stabiler Ertrag trotz der Belastung aus den refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen und der erhöhten Marktvolatilität
  • Verbesserung der Kapitaleffizienz mit Abbau der risikogewichteten Aktiven um USD 10 Mia. und Reduktion des Leverage Exposure um USD 62 Mia. gegenüber dem dritten Quartal 2014

Angestrebte Quote des harten Kernkapitals (CET1) von 10% auf Look-through-Basis übertroffen; angepasste Leverage-Ziele:

  • Quote des harten Kernkapitals (CET1) von 10,2% auf Look-through-Basis (BIZ), das heisst unter voller Berücksichtigung der ab 2019 geltenden Regeln, liegt trotz der Belastung durch die Einigung in der US-Steuerangelegenheit über der bis Ende 2014 angestrebten Quote von 10%; Schweizer Gesamtkapitalquote auf Look-through-Basis (Total Capital Ratio) von 16,5% gegenüber 15,8% per Ende des dritten Quartals 2014
  • Reduktion des Leverage Exposure um CHF 51 Mia. im vierten Quartal 2014 (ohne Berücksichtigung von Währungseinflüssen); ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) auf Look-through-Basis von 3,9% und CET1 Leverage Ratio auf Look-through-Basis von 2,4% per Ende des vierten Quartals 2014
  • Angestrebte zusätzliche Reduktion des Leverage Exposure der Gruppe um rund CHF 230 Mia. bis Ende 2015 mit neuem Zielbereich von CHF 930 Mia. bis CHF 950 Mia. (wechselkursbereinigt); bis Ende 2015 wird eine Leverage Ratio auf Look-through-Basis, einschliesslich Kapitalinstrumenten mit hohem und niedrigem Trigger, von rund 4,5% angestrebt, bestehend aus einer Komponente des Kernkapitals (T1) von rund 4,0% und einer Komponente des harten Kernkapitals (CET1) auf Look-through-Basis von rund 3,0%

Massnahmen, welche die Auswirkungen des veränderten Währungs- und Zinsumfelds bis Ende 2017 mehr als wettmachen sollen:

  • Illustrativ auf Grundlage der Ergebnisse für 2014: negativer Effekt auf den Vorsteuergewinn von rund CHF 125 Mio. bis CHF 175 Mio. beziehungsweise 3%, unter Berücksichtigung der für 2015 geplanten Massnahmen zur Minderung der Auswirkungen, einschliesslich zusätzlicher Kosteneinsparungen von CHF 200 Mio.
  • Bis Ende 2017 dürften die negativen Auswirkungen mehr als wettgemacht werden
  • Neue Massnahmen werden ergänzt durch Wachstumsinitiativen im Private Banking & Wealth Management und durch weitere Kosteneinsparungen für die Gruppe im Rahmen des Kostensenkungsprogramms von 2011 durch das bereits eine Kostenreduktion von CHF 3,5 Mia. per Ende 2014 gegenüber der auf ein Jahr hochgerechneten Kostenbasis für das erste Halbjahr 2011 erzielt wurde

Vergütung für 2014:

  • Variable leistungsbezogene Vergütung für die Gruppe 9% tiefer als im Vorjahr; dies vor dem Hintergrund des weiterhin disziplinierten Vergütungsansatzes und unter Berücksichtigung des stabilen ausgewiesenen Vorsteuergewinns sowie der Belastung durch die Einigung in der US-Steuerangelegenheit
  • Sowohl der Verwaltungsrat als auch die Geschäftsleitung haben sich freiwillig zu einer Kürzung ihrer Vergütung bereit erklärt; die Gesamtvergütung des Verwaltungsrates wurde um rund 25% reduziert; die variable leistungsbezogene Vergütung der Mitglieder der Geschäftsleitung wurde um 20% des Betrags, der ihnen sonst zugeteilt worden wäre, verringert (aufgeteilt zwischen der Vergütung für 2014 und für 2013)

Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen der Eigenkapitalrendite und der Rendite auf dem regulatorischen Kapital, die insbesondere im Zusammenhang stehen mit der Behandlung von Goodwill und schrittweise auslaufenden Kapitalinstrumenten bei der Berechnung des regulatorischen Kapitals nach Basel III auf Look-through-Basis, finden Sie im Anhang.