Unternehmen Press Release

Press Release

Konjunkturumfrage der Credit Suisse in Zusammenarbeit mit ZEW

Credit Suisse ZEW Indikator: Verbesserung von tiefem Niveau aus

Nach den deutlichen Rückgängen in den vergangenen Monaten sind die Konjunkturerwartungen gemäss dem Credit Suisse ZEW Indikator im Oktober wieder gestiegen. Der Index stieg um 21,3 auf -54,4 Punkte. Der Saldo zur Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage verzeichnete dagegen einen weiteren Rückgang, er fiel um 7,5 Punkte auf 11,4 Punkte. Der Saldo der Inflationserwartungen erreichte im Oktober 3,1 Punkte (+38,2 Punkte gegenüber dem Vormonat), während der Erwartungswert für die kurzfristigen Zinsen zum zweiten Mal in Folge auf einem neutralen Niveau von null Punkten notierte. Im Oktober erwartete ein Anteil von 34,3% der Befragten (+15,4 Prozentpunkte), dass der Franken gegenüber dem Euro im Laufe der kommenden sechs Monate weiter an Wert verlieren wird.

Nach den Einbussen der letzten Monate tendierte der Credit Suisse ZEW Indikator im Oktober wieder höher. Der Index bleibt allerdings selbst nach dem relativ starken Anstieg (+21,3 Punkte) mit -54,4 Punkten auf einem tiefen Niveau. Von den befragten Finanzmarktexperten erwarteten in diesem Monat nur 8.5% eine Verbesserung der Konjunktursituation, während eine Mehrheit von 62,9% (-12,8 Prozentpunkte) weiterhin von einer Verschlechterung ausgeht.

Die Einschätzung der aktuellen Konjunktursituation setzte ihren Abwärtstrend der vergangenen Monate fort. Der entsprechende Saldo steht nun bei 11,4 Punkten (-7,5 Punkte) und nur noch 20,0% der Umfrageteilnehmer schätzen die aktuelle konjunkturelle Situation als «gut» ein (-7,0 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat). Die überwiegende Mehrheit von 71,4% hält die aktuelle Konjunkturlage für «normal», während die verbleibenden 8,6% der Befragten sie für «schlecht» halten.

Der Anteil der Befragten, die auf 6-Monats-Sicht einen Inflationsanstieg erwarten, ist im Oktober nach den Rückgängen in den Vormonaten wieder merklich gestiegen. Knapp ein Viertel der Befragten (24,3%) geht von einer ansteigenden Inflationsrate aus (Vormonat: 10,8%). Ein etwas geringerer Anteil von 21,2% (-24,7 Prozentpunkte) erwartet einen weiteren Rückgang der Inflation von den gegenwärtig aussergewöhnlich tiefen Niveaus aus. Eine Mehrheit von 54,5% (+11,2 Prozentpunkte) erwartet dagegen über die kommenden Monate eine stabile Entwicklung.

Grosse Einigkeit unter den Experten besteht bezüglich der Einschätzung, dass die kurzfristigen Zinsen im kommenden halben Jahr stabil bleiben. 88,2% der Umfrageteilnehmer (-6,2 Prozentpunkte) teilen diese Auffassung. Jeweils lediglich knapp 6% der befragten Finanzmarktexperten gehen von einem Zinsanstieg bzw. einem Rückgang der Zinsen aus. Der Saldo bleibt damit gegenüber dem letzten Monat unverändert bei genau null Punkten.

Der Saldo der Erwartungen zur Entwicklung des Schweizer Aktienmarktes bleibt stabil und steht nun bei 35,3 Punkten (+1,0 Punkt). Der Anteil der Teilnehmer, die eine positive Entwicklung des SMI erwarten, blieb mit 55,9% hoch. Die Aktienmarkterwartungen für die Schweiz bleiben also weiterhin positiv.
Der Anteil der Umfrageteilnehmer, die von einer Abschwächung des Frankens gegenüber dem Euro ausgehen, stieg im Oktober weiter von 18,9% auf 34,3%. Noch 45,7% (-11,1 Prozentpunkte) erwarten, dass sich der Franken gegenüber dem US-Dollar abschwächt.

Ablauf der Umfrage und Methodologie
Eine analoge monatliche Untersuchung für Deutschland führt das ZEW seit 1991 durch. Ziel der Schweizer Umfrage ist, Indikatoren sowohl für das allgemeine Konjunkturklima der Schweiz als auch für den schweizerischen Dienstleistungssektor zu entwickeln.

Im Einzelnen werden die Finanzexperten nach ihren mittelfristigen Erwartungen befragt, die sie für wichtige internationale Finanzmärkte hinsichtlich der Entwicklung der Konjunktur, der Inflationsrate, der kurz- und langfristigen Zinsen, der Aktienkurse und der Wechselkurse haben. Zusätzlich werden die Finanzexperten um eine Einschätzung der Ertragslage der Unternehmen in folgenden schweizerischen Dienstleistungsbranchen gebeten: Banken, Versicherungen, Konsum/Handel, Telekommunikation und gesamthaft.

Die Salden ergeben sich aus der Differenz der positiven und der negativen Anteile. Die Werte in Klammern zeigen die Veränderungen jedes Indikators gegenüber dem Vormonat.