Publikationen und Abonnemente Wechselkurse: Wer verfolgt 2018 welche Strategie?

Wechselkurse: Wer verfolgt 2018 welche Strategie?

Währungsabsicherung und Planungssicherheit sind zwei Faktoren, die Schweizer KMU beschäftigen. Trotz wirtschaftlich guter Aussichten wird sich das Risiko von Währungsschwankungen nicht nachhaltig reduzieren. Welche Strategien ein Unternehmen verfolgen kann, erfahren Sie in unserer Publikation.

Wie schaffen es Schweizer KMU, sich trotz Währungsrisiken auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren? Die Credit Suisse befragte über 300 Schweizer Firmenkunden zu ihren Erwartungen bezüglich der Schweizer Wirtschaft und der Wechselkurse für das Jahr 2018. Dank des markanten Wachstums in den Hauptabnehmerländern und geringerer politischer Risiken in Europa dürften die Schweizer KMU weniger Währungsturbulenzen als im Vorjahr erwarten. Laut der Studie gehen die meisten Unternehmen davon aus, dass sich das Schweizer Wirtschaftswachstum in diesem Jahr mindestens so dynamisch entwickeln wird wie 2017, auch wenn ihre Beurteilung nicht ganz so optimistisch ausfällt wie die zahlreicher Ökonomen und Finanzanalysten.

Wie in kaum einem anderen Land sind in der Schweiz auch kleinere Unternehmen beträchtlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Denn die Mehrheit der befragten KMU ist eng mit ausländischen Märkten verflochten: 70 % agieren in erster Linie als Exporteure oder Importeure, während nur 30 % – meist im Dienstleistungssektor – ausschliesslich in der Schweiz wirtschaftlich tätig sind. Doch selbst letztere bleiben in der Schweiz erfahrungsgemäss nicht von Währungsschwankungen verschont. Entsprechend stark beeinflussen die Währungsentwicklungen den Geschäftsgang von Schweizer KMU. Ein Indikator für deren Abhängigkeit ist zum Beispiel, wie oft Kauf- und Verkaufverträge in fremden Währungen aufgesetzt werden. Trotzdem betreibt fast ein Drittel der befragten KMU keinerlei Währungsabsicherung und nimmt somit die Risiken auf ihre eigenen Bücher. Ein Viertel hingegen sichert seine Fremdwährungsrisiken vollständig ab, 44 % tun dies teilweise.

Wie aber sichern sich die KMU konkret ab? Und über welche Strategien hinsichtlich Fremdwährungsrisiken verfügen sie? Für die Studie wurden vier KMU-Vertreter aus verschiedenen Branchen und Regionen zu ihren Erfahrungen befragt: der Sonnenbrillen-Exporteur Swiss Eyewear Group AG, der Reisedienstleister Ernst Marti AG, der Softwareentwickler Abacus Research AG und der IT-Produkte-Importeur Linard Distribution SA. Denn so unterschiedlich die interviewten Unternehmen auch sind, eine Gemeinsamkeit sticht hervor: Es geht ihnen um die Reduktion von Ungewissheit und die Erhöhung der Planungssicherheit.