Eine flexible Währungsabsicherung ist für Unternehmen wichtig

Mit dem Participating Forward zu einer flexiblen Währungsabsicherung.

Das Jahr 2020 war geprägt von unerwarteten Ereignissen, welche Unternehmen in der Währungsabsicherung vor Herausforderungen stellten. Lisa Mahi, FX Sales Corporate & Institutional Clients, zeigt auf, weshalb ein Participating Forward in diesen volatilen und unsicheren Zeiten eine attraktive Währungsabsicherungslösung darstellt.

Unerwartete Ereignisse machen Währungsabsicherung zu einer Herausforderung

Die COVID-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft im Jahr 2020 durchweg überrumpelt. Ebenso überraschend erwies sich die Entscheidung der Fed, den Leitzinssatz von 1,50–1,75 % auf 0–0,25 % zu senken. Darüber hinaus kündigte sie an, dass dies auch noch die nächsten Jahre so bleiben dürfte. Die Hoffnung, dass wenigstens die Europäische Zentralbank ihren Zinssatz für die Einlagefazilität im 1. Quartal 2021 anheben würde, verflüchtigte sich dadurch ebenfalls schnell.

Eine gute Absicherungsstrategie ist für Unternehmen wichtig

Weshalb eine gezielte Währungsabsicherung für Unternehmen in solch unsicheren Zeiten umso wichtiger ist, zeigte sich im August 2020. Der Wechselkurs für den US-Dollar zum Schweizer Franken fiel überraschend auf fast 0.90 zurück. Da das Währungspaar USD/CHF im zweiten Quartal 2019 in einer engen Spanne zwischen 0.96 und Parität blieb, rechneten Schweizer Unternehmen, die US-Dollar gegen Schweizer Franken verkaufen mussten, mit einem Kurs zu 0.99 oder Parität, um ihr Budget abzusichern.

Der USD/CHF-Wechselkurs erlebt im August ein Tief

Entwicklung vom USD/CHF-Wechselkurs im Jahr 2020

Quelle: Credit Suisse

Viele Firmen beschlossen in der Folge, ihre Position ungesichert zu halten und wurden mit dieser Strategie auf dem falschen Fuss erwischt. Beim Rückfall des Währungspaars mussten manche Unternehmen den US-Dollar schliesslich unter ihrem Budgetkurs gegen Schweizer Franken verkaufen, wodurch sie einen Verlust gegenüber ihrem Referenzkurs erlitten. 

Währungsabsicherung in volatilen Zeiten

Um Verluste zu verhindern, ist es für Unternehmen deshalb das Wichtigste, das Budget oder die Gewinnmarge zu schützen. Die gewählte Absicherungsstrategie sollte aber flexibel sein. Denn am Ende hat ein Unternehmen oft keine Sicherheit, ob das Budget realisiert werden kann oder nicht. Mit Blick auf diese volatilen Zeiten könnte sich für Unternehmen daher eine Absicherung ihres Engagements mit einem Participating Forward lohnen.

Mit dem Participating Forward profitieren

Durch die Verwendung eines Participating Forward ist ein Unternehmen zu 100 Prozent abgesichert, aber nur zu 50 Prozent verpflichtet. Bewegt sich ein Währungspaar zu Gunsten der Firma, kann diese von den Kursgewinnen bei 50 Prozent der nominellen Absicherung profitieren.

Vorteile und Risiken von Participating Forwards

Vorteile:
  • Sie sind vollständig zu einem bekannten Worst-Case-Kurs bei Verfall abgesichert.
  • Gleichzeitig können Sie teilweise von vorteilhaften Marktbewegungen profitieren.
  • Es fällt keine Prämie an (Zero-Premium-Strategie).
  • Es kann aus mehr als 80 Währungs- und Edelmetallpaaren ausgewählt werden.
Risiken:
  • Die Partizipation an vorteilhaften Marktbewegungen ist auf das Beteiligungsverhältnis beschränkt.
  • Der abgerechnete Betrag hängt bei jeder Fälligkeit vom Marktkurs ab.
  • Bei der Schliessung oder Umstrukturierung vom Participating Forward können je nach Marktbedingungen Kosten oder Gewinne entstehen.

So funktioniert der Participating Forward

Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, die Währungsrisiken mit einem Participating Forward abzusichern, muss es dafür das Währungspaar, die Laufzeit, den Nominalbetrag für jede Fälligkeit und das Beteiligungsverhältnis festlegen. Diese verschiedenen Faktoren bestimmen schliesslich den Absicherungskurs.

Dabei können bei jeder Fälligkeit zwei unterschiedliche Szenarien eintreten (Beispiel für den Verkäufer eines Währungspaars):

Szenario 1
Wenn das Währungspaar unter dem Absicherungskurs gehandelt wird, so kann der Nominalbetrag zum entsprechenden Absicherungskurs verkauft werden.

Szenario 2
Wird das Währungspaar hingegen zum Absicherungskurs oder darüber gehandelt, muss der Nominalbetrag multipliziert mit der Beteiligungsquote zum Absicherungskurs verkauft werden.

Die zwei Szenarien im Überblick

Beispiel für einen Verkäufer (Exportunternehmen)

Nur zur Veranschaulichung

Bei der Währungsabsicherung auf Flexibilität setzen

Grundlegende Absicherungsinstrumente wie der Participating Forward oder der Kauf von Optionen sind bei einer hohen Volatilität die bessere Lösung als beispielsweise ein Termingeschäft. Dieses gehört zwar nach wie vor zu den beliebtesten Methoden gegen Währungsschwankungen, ist in einem volatilen Umfeld aber nicht besonders geeignet.

Auch mit einem Termingeschäft ist ein Unternehmen gut abgesichert, kann bei einer Bewegung zu seinen Gunsten jedoch nicht davon profitieren. Dadurch besteht letztlich keine Flexibilität bezüglich des Betrags – und gerade in unsicheren Zeiten ist Flexibilität der Schlüssel für eine zuverlässige Absicherungsstrategie.