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Weltweite Bildungsinitiative

Mit der weltweiten Bildungsinitiative unterstützt die Credit Suisse ausgewählte internationale Organisationen. Lokale Programme bieten Tausenden von Kindern und Jugendlichen in allen Geschäftsregionen die Möglichkeit zu einer Ausbildung.

Im Jahr 2000 erklärten die Vereinten Nationen „Eine Grundschulausbildung für alle“ zu einem der acht Millennium-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals – MDGs). Gemäss den Zahlen des United Nations Millennium Development Goals Report 2012 (PDF, englisch) besuchten 2010 aber immer noch etwa 61 Millionen Kinder im Grundschulalter keine Schule, 33 Millionen davon in Afrika südlich der Sahara und 13 Millionen in Südasien. Des Weiteren werden laut dem UNESCO-Weltbildungsbericht Education For All Global Monitoring Report zwar mehr der am schwersten erreichbaren Kinder eingeschult, diese schliessen aber seltener den gesamten Zyklus ab.

Hinzu kommt, dass Kinder, die nicht regelmässig am Unterricht teilnehmen, in keiner Statistik erwähnt sind. Da gewöhnlich auch keine offiziellen Zahlen aus Konfliktländern vorliegen, sind die statistischen Daten noch fehlerhafter. Wären die Zahlen dieser Länder in die Gesamtschätzung eingeflossen, läge der Prozentsatz eingeschulter Kinder noch tiefer. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren fast eine Milliarde Menschen nicht in der Lage, ein Buch zu lesen oder ihren Namen zu schreiben.

Das Bildungsdefizit zieht einen ungeheuren Verlust an Humankapital nach sich, denn Bildung fördert die Chancengleichheit und ist zugleich treibende Kraft für sozialen und wirtschaftlichen Wandel. Sie legt das Fundament für ein besseres Leben mit neuen Perspektiven. Die UNESCO berichtet, dass mit jedem weiteren Schuljahr das individuelle Einkommen im Durchschnitt um 15 Prozent steigt. In den meisten Ländern ist dies gleichbedeutend mit einem Anstieg des jährlichen BIP um 1 Prozent.

Die Credit Suisse will mit ihrer weltweiten Bildungsinitiative denen zu einer Ausbildung verhelfen, die sie am meisten benötigen. Die Initiative wurde 2008 ins Leben gerufen. Wir sind stolz auf die in den letzten fünf Jahren erzielten Erfolge und die engen Partnerschaften, die aufgebaut wurden. Im Fokus dieser Partnerschaften stehen die Beseitigung der Hindernisse, die den Bildungszugang einschränken, und die Verbesserung der Qualität von Bildungsmöglichkeiten.

Unser Ansatz

Mit der weltweiten Bildungsinitiative fördert die Credit Suisse Bildungsprogramme von sechs ausgewählten international tätigen Hilfsorganisationen und setzt dabei drei Schwerpunkte: Beseitigung der Zugangsbeschränkungen, Verbesserung der Qualität und der Zweckmässigkeit des Bildungsangebots sowie Erhöhung der Nachhaltigkeit und des Nutzens. Viele der Projekte werden in Entwicklungs- und Schwellenländern umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der schulischen Infrastruktur, finanzielle Hilfen für die schulische Ausbildung sowie die Ausbildung und Interessenvertretung von Lehrern. Mit unseren Partnern haben wir über 100’000 Schüler und Schülerinnen in mehr als 400 Schulen in 38 Ländern erreicht, und wir sind überzeugt, dass wir damit einen wertvollen Beitrag geleistet haben. In den letzten fünf Jahren wurden über 15’000 Lehrpersonen ausgebildet, wobei die Fächer von STEM und IT bis hin zu kindgerechten Lehrmethoden reichten.

Die nachstehende Grafik zeigt die verschiedenen Massnahmen, die im Rahmen unseres Bildungsprogramms dazu beigetragen haben, dass der Zugang zu Bildungseinrichtungen und die Qualität des Bildungsangebots verbessert wurden. Alle Programme unserer Partnerorganisationen umfassen diese Elemente. 

 

Mit unserer finanziellen Hilfe und vielfältigen Unterstützung sind unsere Partner in der Lage, neue Programme und Methoden einzuführen und diese gleichzeitig auch auf strategischer Ebene weiterzuentwickeln, um ihre Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Mit Camfed haben wir zum Beispiel die sogenannten SMAT-Workshops (wobei SMAT für Science, Math and Technology steht) ins Leben gerufen. Die Workshops werden im Sommer abgehalten und sollen bei Mädchen Interesse an den Fächern Naturwissenschaften, Mathematik und Technologie wecken. Ihnen werden auf diesem Weg Rollenvorbilder sowie Einblicke in Branchen vermittelt, in denen sie das Erlernte anwenden können. Mit CARE haben wir den Bildungszugang und die Qualität der Bildungsmöglichkeiten in der entlegenen Massai-Gemeinschaft in Tansania durch die Ausbildung von Lehrpersonen und den Aufbau der ersten weiterführenden Schule für acht Gemeinschaften in der Region Morogoro verbessert. Mithilfe unserer Unterstützung konnte das Netzwerk Teach for All von zwei auf 28 Partner ausgebaut werden. Deren gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der Unterrichtsqualität in Schulen, die Kinder in benachteiligten Gebieten unterrichten. Die Initiative unterstützte Room to Read bei der Lancierung von Pilotprojekten zur Alphabetisierung und der Ausweitung dieser Programme auf drei neue Länder. Sowohl Worldfund als auch Plan International haben ebenfalls ihre Programme verstärkt und mit Bildungsbehörden vor Ort zusammengearbeitet, um Veränderungen im Bildungsbereich zu bewirken.

Im Rahmen der laufenden Zusammenarbeit mit unseren Partnern haben wir auf vielfältige Weise zur Wertschöpfung beigetragen. Ein Beispiel hierfür ist unser kompetenz- und wissensbasiertes Freiwilligenprogramm Global Citizens Program, das unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit bietet, sich unmittelbar an der organisatorischen Weiterentwicklung unserer Partner zu beteiligen. Seit seinem Start im Jahr 2010 haben 131 Mitarbeitende am Global Citizens Program teilgenommen und im Rahmen von Einsätzen bei unseren Partnern in 31 Ländern vor Ort an zahlreichen Projekten mitgearbeitet, zum Beispiel in den Bereichen Finanzmanagement, HR sowie Marketing und Kommunikation

Sekundaerer Inhalt

Global Citizens Program

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Unserer Mitarbeitenden setzen ihr Wissen und ihre  Kompetenzen für unsere Partner-Organisationen ein.