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Sorgenbarometer 2018: Altersvorsorge zuoberst. Arbeitslosigkeit verliert an Bedeutung.

Die Altersvorsorge bereitet den Schweizerinnen und Schweizern am meisten Sorge, für ihre Sicherung erwartet die Bevölkerung konsensorientierte Lösungen von der Politik. Im Generellen liegen die vordringlichsten Probleme der Schweizer Stimmbevölkerung im Jahr 2018 bei inländischen Themen. Die eigene Arbeitsstelle schätzen die Befragten als sicher ein und die Arbeitslosigkeit gehört erstmals seit der Krise der Neunzigerjahre nicht mehr zu den fünf dringendsten Problemen der Schweiz.

Die Credit Suisse hat auch dieses Jahr das Forschungsinstitut gfs.bern beauftragt, die Schweizerinnen und Schweizer nach ihren Sorgen und nach wesentlichen Identitätsmerkmalen des Landes zu befragen. Nachdem die Arbeitslosigkeit über viele Jahre hinweg die grösste Sorge war und 2017 von der Altersvorsorge auf Platz zwei verdrängt wurde, folgt mit einem Minus von 22 Prozentpunkten in diesem Jahr ein regelrechter Einbruch für die Sorge Arbeitslosigkeit. Sie rangiert neu auf Platz 6 der grössten Sorgen.

Altersvorsorge sowie Gesundheit/Krankenkassen rangieren mit 45 %, beziehungsweise

41 % der Befragten auf den Plätzen eins und zwei der wichtigsten Sorgen der Schweiz. Mit einem Plus von 15 Prozentpunkten hat das Thema Gesundheit/Krankenkassen gegenüber dem Vorjahr am stärksten zugelegt. Auch auf die Frage nach dem wichtigsten politischen Ziel ist die häufigste Antwort die AHV/Altersvorsorge. In diesem Zusammenhang nennen sie 15 % der Befragten.

Die zehn Top-Sorgen der Schweizer 2018

Altersvorsorge: ein gesamtgesellschaftliches Problem

Die Spezialauswertung der Umfrage zur Altersvorsorge zeigt, dass die Befragten die Hauptsorge AHV/Altersvorsorge als gesamtgesellschaftliches Problem betrachten. 86 % der Schweizerinnen und Schweizer sind der Meinung, dass alle einen Beitrag zur Sicherung der Vorsorge leisten müssen. Überzeugt sind die Befragten vom Drei-Säulen-Modell: 72 % finden, dass dieses gut funktioniert und so bleiben soll, wie es ist. Insgesamt ist die Zufriedenheit mit der dritten Säule am höchsten (50 %). Zweite und erste Säule erreichen Werte von 44 %, beziehungsweise 42 %.

Was die zu treffenden Massnahmen zur Sicherung der Altersvorsorge betrifft, stimmen 60 % der Schweizerinnen und Schweizer einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um 1 % über die nächsten 5 Jahre zu. Die Flexibilisierung des Rentenalters nach der Lebenserwartung wird von 52 % als akzeptabler Lösungsansatz betrachtet und 48 % sprechen sich für die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre aus. Relativ tiefe Zustimmung erhalten Massnahmen wie die Kürzung bestehender Renten (18 %) oder die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre (17 %).

Zufriedenheit Altersvorsorge

Digitalisierung verursacht wenig Jobverlustängste

Die aktuelle Diskussion über den Wegfall von Stellen durch die Digitalisierung scheint kaum Einfluss auf die Wahrnehmung der Schweizer Stimmbevölkerung zu haben. So wird im Vergleich zum Vorjahr nicht nur die Arbeitslosigkeit von deutlich weniger Befragten als Sorge empfunden. Auch halten es 75 % der Schweizerinnen und Schweizer für unwahrscheinlich, dass ihr Job in den nächsten 20 Jahren durch einen Roboter, neue Technologien oder intelligente Software automatisiert werde. Insgesamt schätzen 85 % der Befragten ihren eigenen Arbeitsplatz als sehr sicher oder eher sicher ein.

Wahrscheinlichkeit Verlust Arbeitsstelle durch neue Technologie

Vertrauen: Sicherheit gewinnt, Gratiszeitungen und Internet verlieren

Die Schweizer vertrauen ihren Institutionen wie kaum ein anderes Volk. 61 % vertrauen dem Bundesrat, während das Vertrauen in die jeweilige Regierung in OECD-Ländern durchschnittlich bei 43 % liegt. Die grössten Verlierer in der Vertrauensrangliste sind das Internet und Gratiszeitungen (beide minus 19 Prozentpunkte), gefolgt von der EU (minus 16 Prozentpunkte) und politischen Parteien (minus 13 Prozentpunkte). Zu den grössten Vertrauensgewinnern gehören Sicherheitsinstitutionen wie Polizei und Armee, deren Vertrauen um je 14 Prozentpunkte gestiegen ist. Die Polizei liegt damit neu auf Platz eins der vertrauenswürdigsten Institutionen – zusammen mit dem Bundesgericht, das um vier Prozentpunkte zulegen konnte. Beide Institutionen werden von 70 % der Stimmbürger als vertrauenswürdig erachtet.

Vertrauen in Schweizer Institutionen 2018

Lesen Sie den Schlussbericht zum Sorgenbarometer 2018

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