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Zentrale Einschätzungen 2020

Geopolitik

In unserem Basisszenario gehen wir von einer Deeskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China aus, aber die Unsicherheit ist nach wie vor hoch. Der US-Präsidentschaftswahlkampf wird voraussichtlich stark polarisieren und könnte die Anlegerstimmung beeinflussen. Zusammen mit der Brexit-Unsicherheit dürften auch die politischen Risiken in Europa abnehmen.

Geopolitik

Wirtschaftswachstum

Das globale Wirtschaftswachstum wird voraussichtlich verhalten bleiben. Nur bei der Industrieproduktion, den Investitionsausgaben und der Handelstätigkeit ist mit einer leichten Erholung zu rechnen. Angesichts der fortgesetzten geldpolitischen Unterstützung, der reichlichen Kreditvergabe, einer gewissen fiskalpolitischen Lockerung und der niedrigen Ölpreise ist eine Rezession unwahrscheinlich.

Wirtschaftswachstum

Inflation

Die Inflation wird in Europa und Japan voraussichtlich deutlich unter dem Zielwert von 2% liegen. Für China und andere Schwellenländer wird eine sinkende Teuerungsrate erwartet. In den USA wird die Inflation dagegen wahrscheinlich zumindest vorübergehend die 2%-Marke überschreiten.

Inflation

Zinsen

Die Fed dürfte die Zinsen nach der dritten Zinssenkung im Oktober 2019 stabil halten. Die EZB wird ebenfalls auf Zinsschritte verzichten. Die SNB sollte Zinssenkungen vermeiden können, doch wird sie möglicherweise auch in Zukunft am Devisenmarkt intervenieren müssen. In mehreren Schwellenländern werden die Zinsen voraussichtlich weiter gesenkt.

Zinsen

Fixed income

Wir erwarten eher negative Renditen bei Kern- Staatsanleihen (ohne USA), magere Renditen für IG-Anleihen aus Industrieländern und solide Renditen bei den meisten EM-Anleihen in Hartwährung. Einige EM-Anleihen in Lokalwährung und Frontier Markets dürften solide, aber volatile Renditen generieren. Nachrangige Finanzverbindlichkeiten aus Industrieländern bleiben attraktiv.

Fixed income

Aktien

Verhaltenes Gewinnwachstum und unveränderte bis höhere Langfristzinsen dürften die Renditen an wichtigen Aktienmärkten im einstelligen Bereich halten. Eine Entspannung im Handelskrieg wäre für Schwellenländeraktien positiv, während Finanzaktien von einer Versteilerung der Renditekurven profitieren würden. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld sind solide Dividendentitel attraktiv.

Aktien

Immobilien

Die meisten Immobilienanlagen werden vermutlich auch weiterhin leicht positive Renditen generieren. Wir bevorzugen Direktinvestitionen in Immobilien, da die niedrigeren Zinsen dort noch nicht vollständig eingepreist zu sein scheinen.

Immobilien

Rohstoffe

Sofern eine erhebliche Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Saudi-Arabien ausbleibt, werden die Ölpreise voraussichtlich weiter tief bleiben. Beim Gold gehen wir davon aus, dass die äusserst niedrigen Zinsen weiterhin für Unterstützung sorgen.

Rohstoffe

Devisen

Der USD sollte sich anfangs behaupten können, eine weitere Stabilisierung der Eurozone sollte den EUR im 2. Halbjahr stützen. Aufgrund der schwachen Binnenkonjunktur könnte sich der CNY gegenüber dem USD noch etwas weiter abschwächen. Das GBP würde bei einer Beilegung des Brexit-Streits stark zulegen. Unser Basisszenario geht von einer Seitwärtsbewegung des CHF und des JPY aus.

Devisen