Umwelt Umweltmanagement

Umweltmanagement

Die Credit Suisse verpflichtet sich zu umweltschonendem Verhalten. Da vom Energieverbrauch weiterhin unsere grösste Umweltbelastung ausgeht, setzen wir hier Schwerpunkte.

Umweltmanagementsystem

Mit dem Ziel, Ressourcen effizienter zu nutzen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren, arbeiten wir stetig an der Verbesserung unserer Umweltbilanz. Das nach ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsystem der Credit Suisse regelt Zuständigkeiten, Abläufe sowie entsprechende betriebliche Massnahmen und umfasst weltweit alle betriebsgenutzten Standorte und Gebäude der Bank. Wo angebracht, binden wir bei Massnahmen im Umweltmanagement auch externe Dienstleister und Lieferanten mit ein. Das globale Kontrollaudit des Umweltmanagementsystems durch die externe Zertifizierungsgesellschaft SGS haben wir 2016 erneut ohne Korrekturmassnahme bestanden.

Massnahmen in den Regionen

Konkrete Massnahmen zur Reduktion unseres ökologischen Fussabdrucks werden in allen Regionen durchgeführt. Im Zentrum steht dabei das Energiemanagement, da der Energieverbrauch die grösste Umweltbelastung in unserer betrieblichen Tätigkeit darstellt

  • Die IT-Servervirtualisierung in allen Regionen hat 2016 zu einem Nettoanstieg des Anteils virtueller Server um 3 Prozentpunkte von 64% im Dezember 2015 auf insgesamt 67% im Dezember 2016 geführt; in der Region Schweiz betrug die Quote bereits 72%. Dadurch ergab sich in unseren grossen Rechenzentren für 2016 ein Rückgang des Stromverbrauchs um rund 1,1 Gigawattstunden. Hinzu kam, dass der Serverbestand 2016 insgesamt um 4'040 Server gestiegen ist, wobei sich die Zahl der virtuellen Server um 4'119 erhöhte, während die Zahl der physischen Server um 79 abnahm. Wenn alle 41'569 virtuellen Server als physische Server realisiert würden, ergäbe sich eine Erhöhung des Stromverbrauchs um ca. 10'000 kW. Demgegenüber konnte die Credit Suisse ihren Stromverbrauch 2016 durch Virtualisierung um rund 87 GWh senken.
  • In der Region APAC wird jedes Wochenende auf 1'400 physischen Servern der Stromsparmodus aktiviert. Dies führt zu Einsparungen von 159 Megawattstunden pro Jahr. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in APAC soll diese Initiative an anderen Standorten wiederholt werden.
  • Die Credit Suisse hat in Niederlassungen in Italien, Luxemburg, Polen, Spanien und Grossbritannien insgesamt 16 Energieaudits nach Artikel 8 der EU-Energieeffizienzrichtlinie durchgeführt. Bei diesen Audits wurden Büros und Rechenzentren mit einer Fläche von insgesamt rund 140'000 Quadratmetern untersucht und zahlreiche weitere Energiesparmöglichkeiten in unserem Gebäudebestand gefunden. Zudem hat die Credit Suisse für den Zeitraum 2016 bis 2018 wieder die Carbon Trust Energy Accreditation erhalten und damit ihren fortlaufenden Einsatz für das CO2-Management im britischen Gebäude-Portfolio unter Beweis gestellt, welches alle Geschäftsbereiche und Standorte in diesem Land umfasst.
  • Das Production Data Center in Sydney wurde erfolgreich zu einer Colocation-Anlage migriert. Dabei wurde das Rechenzentrum verkleinert, sowohl in Bezug auf die physische Stellfläche (von 174 auf 40 Racks) als auch in Hinblick auf die geplante Leistungskapazität (von 203 auf 80 Kilowatt), wobei die Kapazität bei Bedarf auch erhöht oder reduziert werden kann. Dadurch stieg die Auslastung von knapp 40% auf 76%, was zu einer höheren Effizienz führte.
  • Die Geschäftsräumlichkeiten in der EON-Sonderwirtschaftszone in Pune, Indien, erhielten im November 2016 die LEED-Platin-Zertifizierung für gewerbliche Innenräume. Die Räumlichkeiten mit einer Fläche von 35'400 Quadratmetern erreichten 85 Punkte. Die Mindestpunktzahl für die LEED-Platin-Zertifizierung beträgt 80. 
  • Der Standort im Changi Business Park (CBC) mit einer Fläche von 21'690 Quadratmetern erhielt von der Singapore Building Authority im Juli 2016 die Green-Mark-Platinum-Zertifizierung für zusätzliche 4'986 Quadratmeter, die zertifiziert wurden. Zu den Beurteilungskriterien zählten die Energie- und Wassereffizienz sowie ökologische Merkmale und Innovation.
  • In einem umfangreichen laufenden Programm sollen in allen Geschäftsräumlichkeiten in Singapur verschiedene Aspekte der Entsorgung untersucht werden. Ziel ist, die Recyclingpraktiken und -verfahren zu verbessern und zu vereinheitlichen. Zu den Zielen und Ergebnissen zählen bislang die Verbesserung der Wertstofflagerung im Changi Business Park (CBC), die in Zusammenarbeit mit dem Vermieter erfolgt, sowie die Verbesserung der optischen Hinweise für Wertstoffbehälter. Zusammen haben die Standorte in Singapur rund 64'861 Quadratmeter Fläche.
  • Im Regional Data Center wurden Kapazitäten in Höhe von 160 Kilowatt eliminiert. Damit wurde sichergestellt, dass 16% der bisher nicht nutzbaren Rechenzentrumskapazität nun für künftige Installationen wiederverwendet werden können. Dies erhöht die Laufzeit und die Effizienz der Anlage und eröffnet die Möglichkeit, nun die volle Plankapazität des Rechenzentrums zu nutzen.
  • Im Rahmen des Energieeffizienz-Programms wurde der Energieverbrauch der betriebsgenutzten Liegenschaften in der Schweiz weiter optimiert. Dabei wurde im Jahr 2016 mit 86 verschiedenen Massnahmen an der Gebäudetechnik (HLK), der Beleuchtung und der Gebäudehülle eine jährlich wiederkehrende Energieeffizienz-Steigerung von gewichtet 5 GWh erzielt. Gesamthaft entsprechen die umgesetzten Massnahmen einer Reduktion der CO2-Emission um jährlich rund 490 Tonnen.
  • Die Credit-Suisse-Filiale in Solothurn wurde 2015/16 auf den neusten Stand der Technik gebracht. Dabei wurden die bestehenden gebäudetechnischen Anlagen erneuert. Das Gebäude wird neu nur noch mit erneuerbarer Energie versorgt. Die Beheizung erfolgt dabei über das lokale Fernwärmenetz, und die Kälte für die Klimatisierung des Gebäudes wird aus dem Grundwasser bezogen. Durch diese Massnahmen wurde der CO2-Ausstoss der Liegenschaft massiv reduziert. Durch die effizientere Gebäudetechnik werden ca. 24 MWh (10%) an Energie pro Jahr eingespart. Aufgrund des Anschlusses an das Fernwärmenetz wird der CO2-Ausstoss um 40 Tonnen (62%) pro Jahr reduziert.
  • Die Gebäudehülle der Credit-Suisse-Filiale in St. Gallen wurde 2015 und 2016 einer Sanierung unterzogen. Bei der Sanierung wurden die Dämmung der Fassade und die alten Fenster ersetzt. Durch diese beiden Massnahmen konnte der Wärmebedarf der Liegenschaft um 309 MWh fossiler Energie verringert werden und der CO2-Ausstoss um 104 Tonnen pro Jahr.
  • Im Credit Suisse Tower in Zürich wurden an den Wasserhähnen Strahlregler angebracht. Dadurch wird der Wasserdurchfluss etwa halbiert, ohne dass der Komfort beim Händewaschen beeinträchtigt wird. Die Reduzierung der benötigten Warmwassermenge senkt den Wasser- und Stromverbrauch. Die Installation aller Wasserhähne im Gebäude dürfte Einsparungen in Höhe von rund 1'650 Kubikmetern Wasser und 35'000 Kilowattstunden Strom pro Jahr ermöglichen.
  • Die Credit Suisse UK erhielt ein Zertifikat des Carbon Trust in Grossbritannien, der unabhängige Zertifizierungen von Organisationen in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen und ihre Treibhausgasemissionen anbietet. Die Zertifizierung erfordert ein gutes CO2-Management, einschliesslich der korrekten Messung und einer Reduzierung des CO2-Ausstosses des Unternehmens. Die Credit Suisse UK erhielt die Zertifizierung für eine absolute Reduzierung ihres CO2-Ausstosses um 12,1%, basierend auf einer zweijährigen Compliance-Periode.
  • Die Sanierung unserer Hauptniederlassung in London hat begonnen. Das Vorhaben («Project Endeavour») umfasst verschiedene Energiesparmassnahmen wie eine effiziente Heizung und Kühlung, LED-Beleuchtung und Belüftung und hat das BREEAM-Rating «exzellent» erreicht. Weitere Neuerungen sind intelligente Motorsteuerungen für Fahrstühle und wassersparende Toiletten. Zudem sollen die Energieverbrauchsmessung und die Gebäudesteuerungen verbessert werden, um eine genauere Kontrolle der Innenraumumgebung und eine bessere Erfassung des Energieverbrauchs im Umfeld des Gebäudes zu ermöglichen. Dieses Projekt basiert auf einer Reihe von Umweltinitiativen, die in der rund 93'000 Quadratmeter grossen Niederlassung mit 6‘000 Arbeitsplätzen bereits umgesetzt werden. Durch sie konnte der Stromverbrauch in drei Jahren schon um über 10% bzw. mehr als 12'000 Megawattstunden gesenkt werden.

USA

  • Im Princeton Data Center wurden Erdgas-Brennstoffzellen mit einer Nennleistung von 750 Kilowatt installiert. Die Stromerzeugung mit Brennstoffzellen ist aufgrund der niedrigeren Energiekosten von Erdgas im Vergleich zur entsprechenden Menge Elektroenergie nicht teurer, wohl aber umweltfreundlicher als der Strom vom öffentlichen Versorger. Die Brennstoffzellenanlage ist mit einer erwarteten Betriebszeit von 20 Jahren eine langlebige Lösung. Zudem verfügt sie über eine Vorrüstung für eine unterbrechungsfreie Kapazitätserweiterung um zusätzliche 750 Kilowatt.
  • Die langjährige Partnerschaft der Credit Suisse mit Con Edison (einem Stromversorger in New York City) und der New York State Energy Research & Development Authority (NYSERDA) wird mit Initiativen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung des Strombedarfs fortgesetzt, die im Rahmen von Project Liberty und der Optimierung von Engineering Operations umgesetzt wird. Im Rahmen des umfassenden Renovationsprogramms von Project Liberty wurden folgende Neuerungen zur Verringerung des Energieverbrauchs und des Strombedarfs installiert:
        • hocheffizientes Beleuchtungskonzept;
        • Beleuchtungssteuerung durch Anwesenheitssensor;
        • Lüftungsanlagen mit frequenzgeregeltem Antrieb (Geschwindigkeitssteuerung);
        • Kühlsysteme mit Hocheffizienztechnologie;
        • hocheffiziente Netzwerk-Switches; und
        • Virtual-Desktop-Infrastruktur
    Diese Massnahmen wurden von der NYSERDA und Con Edison mit insgesamt USD 800'000 gefördert, da die Bemühungen der Credit Suisse dazu beitragen, die Belastung des Stromnetzes und den Stromverbrauch zu reduzieren.

Umwelt-Performance-Daten im Bereich Betriebsökologie

VfU1-Kennzahlen zur Betriebsökologie 2016 gemäss GRI2und GHG-Protokoll3 finden sie hier.