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Millennials als Treiber der intelligenten Mobilität

April 2019

Gerade wenn es um den Klimawandel geht, verschaffen sich die jüngeren Generationen zurzeit Gehör. Da Autos aktuell für einen Grossteil der CO2-Emissionen verantwortlich sind, haben diese Generationen ein starkes Interesse daran, dass Fahrzeuge mit elektrischer Energie betrieben werden. Gleichzeitig schreitet die Elektrifizierung des Automobils immer weiter voran.
In einer Welt, in der die meisten Pkws 95% der Zeit ungenutzt herumstehen – und wenn sie genutzt werden, dann zumeist nur von einer Person –, dürften Autos zunehmend autonom werden und Carsharing-Lösungen an Bedeutung gewinnen. Um auf technisch versierte Generationen wie die Millennials als Zielgruppe einzugehen, werden die Autos zudem zunehmend vernetzter und mit einem möglichst hohen Spassfaktor versehen. In den nächsten zehn Jahren dürften wir uns daher immer mehr von einer Auto- hin zu einer mobilitätsorientierten Welt bewegen, in der die Fahrzeughersteller (OEMs – Original Equipment Manufacturers) zu Anbietern von autonomer Mobilität werden.

Das Elektroauto gewinnt an Fahrt 

2019 werden voraussichtlich zahlreiche elektrische Fahrzeuge auf den Markt kommen, die viele neue Features und eine verbesserte Reichweite bieten. Ziel der Hersteller ist es, bis 2025 eine durchschnittliche Elektrifizierung von 25% zu erreichen. Da die Batteriekosten derzeit rapide sinken, sollten OEMs in der Lage sein, die Fahrzeuge für Konsumenten preislich attraktiver zu machen. Die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von ElektroautoBatterien dürfte von diesen Entwicklungen profitieren. Ein rascher Kapazitätsausbau sollte daher kein Problem darstellen. Gleiches gilt für fallende Rohstoffpreise, da die erwartete Nachfrage das prognostizierte Angebot bei Weitem übertrifft.

Von sauberen Fahrzeugen zur intelligenten Mobilität

Obwohl es im vergangenen Jahr bei Testläufen einige Vorfälle mit autonom fahrenden Autos gab, erwarten wir, dass 2019 die sogenannten «Robotaxis» in einigen wenigen Ländern eingeführt werden. Die Verbreitung solcher Fahrzeuge dürfte sich dann in den kommenden Jahren weiter beschleunigen. Der Weg zum autonomen Fahren wird sich schrittweise vollziehen, von der Teilautomatisierung bis hin zum vollautomatisierten Fahren. Steigende Anforderungen an die Sicherheit werden Hardwaretechnik wie Lidar- und HD-Kartensysteme als Fahrzeugbestandteile erforderlich machen. Des Weiteren ist seitens Technologie-Disruptoren mit Software zu rechnen, die von erheblichen Fortschritten bei der künstlichen Intelligenz profitiert. Laut internen Schätzungen sollten bis zum Jahr 2030 20% der Autos mit Autonomiefunktionen der Stufe 3 und höher (d.h. bedingte, hohe oder vollständige Automatisierung) ausgestattet sein. Premiumhersteller dürften Fahrzeuge mit Stufe-3-Features sogar schon 2020 auf den Markt bringen.
Mitfahrunternehmen werden voraussichtlich zu den ersten gehören, die auf autonomes Fahren umstellen, da der Besitz und die Verwaltung einer Flotte von autonom fahrenden Autos als attraktives Geschäftsmodell erscheint. Solche Flotten benötigen Finanzdienstleistungen für Vermögensbesitzer, Reinigung und Ladung, Wartung und Reparatur sowie einen App-Anbieter. Die Zeit, die in autonomen Fahrzeugen verbracht wird, durch den Verkauf von Anzeigen oder Dienstleistungen zu monetarisieren, stellt eine weitere interessante Möglichkeit dar. Hier erwarten wir, dass sich bestehende On-demand-Mitfahrzentralen, Hardware- und Software-Integratoren und eventuell auch soziale Netzwerke als Partner zusammenschliessen werden.

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