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Infrastruktur – Schwerpunkt Transport

Mai 2019

Ende letzten Jahres einigten sich die Staats- und Regierungschefs der G20 darauf, Infrastruktur als Anlageklasse zu fördern. Das Ziel dabei ist, mehr privates Kapital zur Deckung des erheblichen Investitionsbedarfs in Infrastruktur zu mobilisieren – eine Lücke, die gemäss der G20-Initiative Global Infrastructure Hub bis 2040 weiter auf USD 14.8 Bio. anwachsen dürfte. Das Thema Infrastruktur sollte 2019 generell stärker Beachtung finden, da sich derzeit gleich zwei Katalysatoren für Transportinfrastruktur Projekte am Horizont abzeichnen: Erstens bahnt sich gerade die chinesische Belt-and- Road-Initiative (BRI) ihren Weg nach Europa, was Anreize für mehr Projektinvestitionen in der Region bieten dürfte. Zweitens könnte in den USA die jüngste parteiübergreifende Unterstützung für ein unerwartet umfangreiches Infrastrukturgesetz zu einem beträchtlichen Infrastrukturbau im dortigen Transportwesen führen

Chinesische Initiative erobert Europa

Ende April lud China zum zweiten Belt-and Road-Forum ein, das 37 Staats- und Regierungschefs und tausende Wirtschaftsvertreter aus 150 Ländern sowie 90 internationale Organisationen anzog und damit deutlich mehr Teilnehmer als beim ersten Treffen im Jahr 2017. China nahm dabei die Gelegenheit wahr, um auf die jüngsten Bedenken einiger afrikanischer und asiatischer Länder einzugehen, wonach der chinesische Infrastrukturplan den Partnerländern vielfach zu hohe Schulden aufbürdet. China schlug eine Reihe von Verbesserungen für die BRI vor, darunter ein Rahmenkonzept für nachhaltige Finanzierung, das die gesamten Schuldendienstfähigkeiten eines Landes berücksichtigt, eine Schwerpunktlegung auf grüne Projektentwicklung und die Öffnung seines Binnenmarktes.

Überdies scheint die erneute Unterstützung seitens der malaysischen Regierung ein grösseres Entgegenkommen hinsichtlich der BRI zu belegen. So hat Malaysia nach fast einem Jahr den Bau der Ostküsten-Eisenbahnstrecke im Rahmen der BRI wieder aufgenommen, da China einwilligte, die Baukosten um ein Drittel auf USD 10.7 Mrd. zu senken. Unterstützung für die BRI scheint nun auch von einer grösseren Zahl westlicher Länder zu kommen, die sich zunächst uneins darüber waren, ob sie sich für diese Initiative einsetzen sollen. Nachdem Portugal und Italien ihre Unterstützung zugesagt haben, bekundete jüngst auch die Schweiz ihr Interesse daran, sich in BRI-Projekten zu engagieren. Insgesamt hat mehr als die Hälfte der 28 EU-Staaten mittlerweile bilaterale Verträge unterzeichnet. Zusammen mit den nachhaltigen Finanzierungsstandards dürften diese Verträge der BRI einen wichtigen Impuls geben.

US-Infrastrukturgesetz in den Startlöchern

Auch in den USA ist das Thema Infrastruktur in die Schlagzeilen zurückgekehrt. Jüngsten Medienberichten zufolge haben die demokratischen Kongressführer und US Präsident Donald Trump vereinbart, eine Einigung über ein Infrastrukturausgabepaket anzustreben, das mit USD 2 Bio. doppelt so schwer ist wie ursprünglich veranschlagt. Das geplante Paket enthält Mittel für den Bau und die Reparatur von Strassen und Brücken, für Wasserprojekte sowie für Investitionen in den Breitbandausbau und das alternde Stromnetz des Landes. Der nächste Schritt wird darin bestehen, die Finanzierung für dieses Transportinfrastrukturprogramm festzulegen, das nun doch deutlich grösser ausfällt als erwartet.
All diese vielversprechenden Entwicklungen stärken unsere Überzeugung, dass wir mit unserem Supertrend «Infrastruktur – Lücken schliessen» genau richtig liegen. Somit wäre aus unserer Sicht auch für Anleger nun ein guter Zeitpunkt, dieses langfristige Thema als attraktive Anlagechance in Erwägung zu ziehen.

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