Mehr über Markttrends erfahren Unzufriedene Gesellschaften – multipolare Welt

Unzufriedene Gesellschaften – multipolare Welt

März 2019

Die Frustration bei der westlichen Mittelschicht und die populistischen Ideen, die daraus entstehen, sorgen weiter für Schlagzeilen. In Frankreich etwa setzen die «Gelbwesten» ihre Protestmärsche für mehr soziale Gerechtigkeit fort. In Grossbritannien ist der Ausgang der Brexit-Verhandlungen noch immer höchst ungewiss, und in der Europäischen Union (EU) zeigen Meinungsumfragen, dass die euroskeptischen Parteien bei der Europawahl im Mai 2019 an Sitzen hinzugewinnen könnten.

Mehr Handelsdispute

Die zunehmende Zahl von Handelskonflikten weltweit ist ein weiterer Punkt. Laut Welthandelsorganisation (WTO) wurden zwischen Oktober 2017 und 2018 137 neue protektionistische Massnahmen erlassen, von denen ein Handelsvolumen von USD 588.3 Mrd. betroffen ist. Die Zahl solcher Massnahmen hat sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um das Siebenfache erhöht

Anstieg der Zahl handelsbeschränkender Massnahmen

Quelle: WTO-Sekretariat, Credit Suisse

Autozölle als neue Bedrohung

An der Handelsfront scheinen indes die Verhandlungen zwischen den USA und China gut voranzukommen. Ende Februar hat USPräsident Trump die Frist für weitere Zollerhöhungen verschoben, da bei Themen wie dem Schutz geistigen Eigentums, der Landwirtschaft und den Währungen erhebliche Fortschritte erzielt werden konnten. Eine endgültige Einigung steht allerdings noch aus. Auf der anderen Seite besteht ein erhöhtes Risiko, dass die USA Strafzölle auf EU-Autos verhängen könnten, nachdem nun der Import von Autos und Zulieferteilen aus Europa durch das US-Handelsministerium als Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes eingestuft wurde. Die Europäische Kommission hat angesichts der drohenden US-Zölle erklärt, Vergeltungsmassnahmen ergreifen zu wollen, indem sie zum Beispiel die Sojaimporte verringert.

Konsumaktien aus den Schwellenländern und nationale Champions als Nutzniesser

Die Unsicherheit im Zusammenhang mit solchen «weichen» handelspolitischen Massnahmen wie Zöllen bleibt ein Negativfaktor für die Wirtschaft. Bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen in den letzten Wochen haben auch viele Unternehmen konkret auf diese Unsicherheit hingewiesen. Während die Fortschritte bei den US-chinesischen Handelsgesprächen ein positiver Impulsgeber für Aktien sind – hier vor allem die Konsumaktien aus Schwellenländern –, setzen wir weiterhin auf fundamental solide nationale Champions. Der Grund dafür ist, dass diese strategischen Unternehmen aufgrund ihrer engen Regierungsbeziehungen und/oder starken globalen Marken gut aufgestellt sind, um selbst vor dem Hintergrund protektionistischer Handelsmassnahmen robust zu wachsen.

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