Nachhaltige Anlagen und Impact Investing Nachhaltige Anlagen – die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

Nachhaltige Anlagen – die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

Nachhaltige Anlagen verändern die Welt. Wir glauben, dass Anleger einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt ausüben können, ohne auf eine Rendite verzichten zu müssen. Doch was genau versteht man unter nachhaltigen Anlagen? Die Herausforderung besteht darin, dass es keine branchenweite Standarddefinition gibt. Daher versteht jeder etwas Anderes unter diesem Begriff. 

Bei der Credit Suisse steht das Konzept «nachhaltige Anlagen» für Anlagestrategien, die neben traditionellen Bewertungskriterien auch soziale, ökologische und Governance-Aspekte (ESG) bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen. Das Ziel: Eine finanzielle Rendite erzielen. Nachhaltig.

Neben dem Konzept der nachhaltigen Anlagen gibt es noch zahlreiche andere Begriffe: SDGs, ESG, Impact Investing und Green Finance. Doch was bedeuten sie? Die folgende Kurzübersicht soll als Orientierungshilfe im Begriffslabyrinth der nachhaltigen Anlagen dienen. 

Nachhaltigkeit

Mit dem Begriff Nachhaltigkeit verweisen wir darauf, dass unsere Natur und unsere Umwelt keine unerschöpflichen Ressourcen sind. Daher müssen wir sie schützen und rational mit diesen Ressourcen umgehen. Nachhaltigkeit fördert wirtschaftliche Entwicklung und vereint dabei Gemeinschaften und Kulturen, um Lebensqualität, Gesundheit und Bildung auf einem zufriedenstellenden Niveau zu erreichen. Ziel ist es, eine nachhaltigere Wirtschaft zu schaffen und Unternehmen zu fördern, die gut und nachhaltig geführt werden.

SDGs

Die Sustainable Development Goals (SDGs), die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, sind ein universeller Aufruf zum Handeln, um die Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und das Leben sowie die Zukunftsaussichten aller Menschen zu verbessern. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden 2015 im Rahmen eines 15-Jahres-Planes, der Agenda 2030, von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet. Bei der Credit Suisse arbeiten wir mit gleichgesinnten privaten, staatlichen und Nichtregierungsorganisationen zusammen, um die Lücken zu schliessen, die im Rahmen dieser SDGs aufgezeigt werden.

ESG
  • E steht für Environmental, d. h. ökologisch, und bezieht sich unter anderem auf den Energie- und Abfallverbrauch sowie den Einsatz von Ressourcen eines Unternehmens. Weitere Aspekte sind Kohlenstoffemission und Klimawandel.
  • S steht für Social, d. h. sozial, und bezieht sich auf die Interaktion eines Unternehmens mit seinen Stakeholdern. Schlagworte sind unter anderem Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis, Vielfalt und Integration.
  • G steht für Governance und bezieht sich auf die unternehmensinternen Praktiken, Kontrollen und Verfahren mit Blick auf die Leitung des Unternehmens, effektive Entscheidungsfindungen, die Einhaltung von Gesetzen und die Berücksichtigung der Bedürfnisse externer Stakeholder.
Nachhaltige Anlagen

Der Begriff nachhaltige Anlagen bezieht sich auf eine Anlagestrategie, die neben traditionellen Bewertungskriterien ökologische, gesellschaftliche und Governance-Aspekte (ESG) bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigt. Nachhaltige Anlagen stehen häufig im Einklang mit persönlichen Werten und erwirtschaften eine solide finanzielle Rendite. Gleichzeitig fördern sie positiven gesellschaftlichen und ökologischen Wandel in Übereinstimmung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs).

Impact Investing

Impact Investing bezeichnet eine Unterkategorie der nachhaltigen Anlagen. Dabei geht es um die aktive Platzierung von Kapital in Unternehmen, die neben einer finanziellen Rendite auch positive soziale und/oder ökologische Effekte erzielen. Ziel ist die Bereitstellung von Kapital, um zur Lösung der weltweit drängendsten Probleme in Bereichen wie faire Landwirtschaft, Zugang zu Bildung, erschwinglicher Wohnraum, Gesundheitswesen sowie Zugang zu Finanzdienstleistungen beizutragen.

Ausschlussansatz

Anlageprodukte mit einem Ausschlussansatz vermeiden Investitionen in Unternehmen, die mit umstrittenen Tätigkeiten in Verbindung stehen, wie etwa schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, oder in Unternehmen mit wesentlichen Erträgen aus umstrittenen Geschäftsbereichen, z. B. Waffen.

Integrationsansatz

Anlageprodukte mit einem ESG-Integrationsansatz legen ihren Schwerpunkt auf die Integration von ESG-Kriterien in ihre Anlageprozesse in Verbindung mit einer Finanzanalyse (Auswahl von Unternehmen mit erstklassigen ESG-Ratings sowie von ESG-Spitzenperformern innerhalb einer Branche). Dieser Ansatz basiert auf branchenspezifischer Nachhaltigkeitsexpertise und ist an Anlageklasse, Produkteigenschaften und Anlageziele angepasst.

Philanthropie

Philanthropie beschreibt das Konzept, gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen, ohne finanzielle Gewinne zu generieren.

Green Finance

Der Begriff „Green Finance“ umfasst alle Arten von Finanzinstrumenten und Anlagen (Eigen- bzw. Fremdkapital oder Derivate), die Projekte und Aktivitäten mit positiven Umweltauswirkungen finanzieren.

Portfolio-Nachhaltigkeitsprüfung

Eine Portfolio-Nachhaltigkeitsprüfung beinhaltet das Screening und die Analyse der Nachhaltigkeit eines Portfolios unter Berücksichtigung von Ausschlüssen, ESG-Integration und CO2-Ausstoss.

Grüne Anleihen

Eine grüne Anleihe ist ein festverzinsliches Anlageprodukt, das die Möglichkeit bietet, Anlagen zu unterstützen, die eine positive Auswirkung auf die Umwelt haben.

Naturschutzfinanzierung

Naturschutzfinanzierung konzentriert sich auf die Schaffung neuer, langfristiger und diversifizierter Ertragsquellen zum Erhalt der Biodiversität und natürlicher Ökosysteme. Die Credit Suisse hat beim Thema Naturschutzfinanzierung eine Vorreiterrolle eingenommen.

Blue Economy

Blue Economy bezeichnet die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen für wirtschaftliches Wachstum, verbesserte Lebensgrundlagen und Arbeitsplätze bei gleichzeitiger Erhaltung eines gesunden Meeresökosystems (Definition der Weltbank). Eine nachhaltige Blue Economy zeichnet sich dadurch aus:

  • dass sie einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen für die heutige sowie künftige Generationen bringt;
  • dass sie vielfältige, produktive und widerstandsfähige Ökosysteme wiederherstellt, schützt und erhält;
  • dass sie aus sauberen Technologien, erneuerbaren Energien und Materialkreisläufen besteht (Definition WWF, World Wide Fund for Nature, bis 1986 World Wildlife Fund).

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