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Nachhaltig investieren - von der Nische zum Mainstream

Nische, Mainstream, Supertrend – nachhaltige Anlagen sind heutzutage in aller Munde. Das Angebot der sogenannten ESG-Fonds1 ist vor allem in den letzten drei Jahren exponentiell gewachsen. Anbieter, die noch keine ESG-Anlagen im Angebot haben, befördern sich langsam aber sicher selbst ins Abseits. Credit Suisse Index Solutions hat als einer der ersten Anbieter eine ganze Palette an nachhaltigen Indexfonds auf den Markt gebracht.

Denn die Frage ist für viele Investoren nicht mehr ob, sondern wie sie am besten in ESG-Fonds investieren. Und dazu gibt es fast so viele Meinungen, wie es Investoren gibt. Einige Anforderungen stellen jedoch alle Investoren: ESGIndexfonds sollten nicht zu stark vom Stammindex abweichen, ein ähnliches Risikoprofil wie dieser aufweisen und eine mindestens so gute Rendite einbringen. Credit Suisse Index Solutions hat sich diesen Anforderungen seit jeher verschrieben und setzt auf den ESG-Leaders-Ansatz von MSCI.

Unternehmen, die ökologische, soziale und langfristige unternehmerische Aspekte in ihrer Betriebsführung berücksichtigen, erzielen oft bessere Ergebnisse als der breite Markt. Dies überrascht wenig, denn sie weisen durch den verantwortungsvollen Umgang mit verschiedensten Ressourcen ein vorteilhafteres Risikoprofil auf als kontrovers agierende Firmen. Als Konsequenz schneiden sie oft auch an der Börse besser ab. Das war nicht immer so. Früher wurden vor allem vierteljährliche Umsatzund Gewinnzahlen belohnt, und viele Anleger hätten dem Argument, dass die Einbeziehung von ESG-Kriterien die Rendite schmälert, uneingeschränkt zugestimmt. Umfangreiche Studien belegen jedoch unterdessen, dass nachhaltige Anlagestrategien den traditionellen Produkten bezüglich Rendite das Wasser reichen können und bei Marktkorrekturen oft ein kleineres Risiko aufweisen. Die heutige Anlegergeneration hat deshalb das Potenzial von nachhaltigen Anlagen erkannt. Die Anzahl ESG-basierter Fonds und deren Vermögen sind vor allem in den letzten drei Jahren stark angestiegen.

Credit Suisse Index Solutions bietet eine ganze Palette von nachhaltigen Indexfonds an, die ein breites ESG-Anlagespektrum abdecken. Als Grundlage für unsere Produkte dienen die ESG-Leaders-Indizes von MSCI. Diese erfüllen unseren Evaluationen zufolge die Anforderungen der Investoren bezüglich Rendite-Risiko-Profil und Tracking-Error zum Stammindex am besten, bei gleichzeitig konsequenter Anwendung von ESG-Kriterien.

MSCI als führender Anbieter von ESG-Daten

Mit einem Team von über 200 Analysten, die laufend mehr als 7’500 Unternehmen bewerten, hat MSCI ein transparentes, objektives und quantitatives Bewertungsmodell entwickelt, welches das Nachhaltigkeitsprofil von Unternehmen möglichst genau abbildet. Die MSCI-ESG-Leaders-Indizes werden auf Basis dieser Daten von hoher Qualität zusammengestellt. Die breit diversifizierten Indizes bilden eine Vielzahl von Regionen ab und weisen ein vergleichbares Rendite-Risiko-Profil wie ihr jeweiliger Stammindex auf. Dies gelingt vor allem dank einer Best-in-Class-Index-Methodik, welche die Industriegewichtungen unverändert lässt. In die MSCI-Nachhaltigkeitsindizes werden nur Titel aufgenommen, die einen mehrstufigen Auswahlprozess erfolgreich durchlaufen haben:

  • In einem ersten Schritt werden Unternehmen mit signifikantem Einkommen aus umstrittenen Aktivitäten oder Geschäftspraktiken (z. B. Waffenhandel) systematisch ausgeschlossen.
  • Die verbleibenden Unternehmen werden einer detaillierten Analyse unterzogen, welche auf öffentlich zugänglichen Daten basiert. Aus dieser Analyse resultiert schlussendlich das MSCI-ESG-Rating.
  • Die besten 50 % der Unternehmen in puncto ESG-Rating werden dann in den ESG-Leaders-Index aufgenommen. Um Sektorverzerrungen zu vermeiden, wird dies jeweils pro Sektor separat evaluiert. So bleibt der Tracking-Error zum zugrundeliegenden Stammindex gering.

Ein Vergleich der Entwicklung der Performance von ESG-Leaders-Indizes gegenüber ihren Stammindizes zeigt: Fast alle ESG-Indizes haben sich historisch besser entwickelt als der Stammindex. Vor allem in Schwellenländern (Emerging Markets) zeigt sich eine deutlich bessere Performance.

Eine Ausnahme bilden die USA, welche als einzige Region im «MSCI World ESG»-Index nicht besser als ihr Nicht-ESG-Äquivalent abschneiden. Dies ist vor allem auf grosse Technologieunternehmen wie Facebook oder auf die Waffenindustrie zurückzuführen, die von MSCI als nicht nachhaltig eingestuft werden, die aber eine überdurchschnittliche historische Performance aufweisen.

Renditeentwicklung: «MSCI Emerging Markets ESG Leaders»-Index vs. «MSCI Emerging Markets»-Index

Man kann nicht in einen Index investieren. Die gezeigten Indexrenditen sind keine Ergebnisse tatsächlichen Handels investierbarer Anlagen/Wertpapiere. Anleger, die eine Strategie analog einem Index verfolgen, können geringere oder höhere Renditen erzielen und müssen die damit verbundenen Kosten berücksichtigen.

Historische Wertentwicklungen und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse.

Im Gegensatz zur leichten Unterrendite des «MSCI World ESG»-Index in der Vergangenheit hat der «MSCI All Country World ESG»-Index (aktuelle Kombination aus 12 % «MSCI Emerging Markets ESG»-Index und 88 % «MSCI World ESG»-Index2) seinen Stammindex knapp geschlagen, unter anderem durch die oben erwähnten Effekte.

Renditeentwicklung: «MSCI All Country World ESG»-Index vs. «MSCI All Country World»-Index

Neben den Vergleichen von ESG-Indizes mit ihren traditionellen Pendants konnten auch viele Studien3 den positiven Zusammenhang zwischen der Nachhaltigkeitsausrichtung eines Unternehmens und dessen Finanzperformance belegen. Die Ausrichtung verschiedener Anlagestrategien auf Nachhaltigkeit hat bei der Credit Suisse deshalb eine lange Tradition. Bereits zur Jahrtausendwende hat die Credit Suisse als eines der ersten Unternehmen den UN Global Compact, die weltweit grösste Vereinbarung zur verantwortungsvollen Unternehmensführung, unterzeichnet. Seither wird das Produktangebot an nachhaltigen Fonds und Indexfonds stetig ausgebaut. Das in ESG-Indexfonds von Credit Suisse Index Solutions investierte Vermögen ist mittlerweile auf über CHF 4 Milliarden angewachsen.

Wir erwarten auch in Zukunft eine starke Nachfrage nach ESG-basierten Indexfonds und Green Bonds und werden unsere Produktpalette daher kontinuierlich erweitern. Unsere Kunden profitieren dabei stets von einer gleichen Verwaltungsgebühr wie bei unseren Standardprodukten.

Risiken

Aktienrisiko: Aktien unterliegen markt-, sektor- und unternehmensspezifischen Risiken, die zu Kursschwankungen führen können.
Anlagen in illiquiden Vermögenswerten: Bei Investitionen in Wertpapiere, die nicht an Börsen oder geregelten Märkten gehandelt werden, kann es unter Umständen schwierig sein, diese rasch zu verkaufen. Zudem kann der Verkauf solcher Wertpapiere vertraglichen Beschränkungen unterliegen. Ausserdem kann es bei Anlagen in Termingeschäften oder Optionen vorkommen, dass bei einer geringeren Markttätigkeit oder bei Erreichen täglicher Schwankungsgrenzen solche Instrumente ebenfalls illiquide werden. Die meisten Terminbörsen begrenzen die Preisschwankungen bei Futures während eines Tages durch Richtlinien, die als «Daily Upper Limits» (Tagesobergrenzen, Grenzvorgaben) bezeichnet werden. Wenn der Preis eines Future-Kontrakts so stark steigt oder fällt, dass er die Grenzvorgabe erreicht, ist es dem Anleger unter Umständen nicht möglich, unvorteilhafte Positionen glattzustellen. Dies kann zu Verlusten führen.
Risiko alternativer Fonds: Alternative Fonds können Anlagen in Wertpapieren mit eingeschränkter Liquidität tätigen, einschliesslich nicht übertragbarer Vermögenswerte. Hierzu zählen unter anderem Senior Loans, Versicherungsanleihen, (kotierte oder ausserbörsliche) Derivatkontrakte und Rohstoffe. Einige dieser Fonds können Positionen mit Hebelwirkung aufweisen.
Risiko von Hedge-Fonds: Hedge-Fonds eignen sich nicht für alle Anleger, da sie unter Umständen spekulative Strategien nutzen. Anlagen in Hedge-Fonds unterliegen keiner Garantie, daher kann der Wert einer Anlage steigen oder fallen. Hedge-Fonds-Anlagen sind mit zusätzlichen Risiken behaftet. Hierzu zählen Liquiditätseinschränkungen sowie der Einsatz von Fremdkapital, Leerverkäufen, Derivaten, Futures, Optionen, Engagements in Schwellenmärkten und illiquiden Anlagen. Anlagen in Hedge-Fonds können zu einem Totalverlust des angelegten Kapitals führen.
Wechselkursrisiko: Devisengeschäfte unterliegen dem Währungs- und Hebelrisiko und führen unter Umständen zu einem erheblichen Kapitalverlust.
Marktrisiko: Der Kurs und Wert von Anlagen und ihre allfälligen Erträge können fallen, steigen oder schwanken. Es ist zudem nicht auszuschliessen, dass Sie Ihren gesamten Anlagebetrag verlieren. Wenn sich einer der Märkte, an dem die Basiswerte des Fonds kotiert sind, negativ entwickelt, wird sich ein Basiswert mit hoher Marktkorrelation unabhängig von seiner fundamentalen Stärke in der Regel parallel zu diesem Markt entwickeln. Dies wiederum wirkt sich auf die Performance des Fonds aus. Alle Fonds mit börsenkotierten Kapitalanlagen unterliegen einem Marktrisiko.
Liquiditätsrisiko: Hierbei handelt es sich um das Risiko, Ihre Anlage nicht kurzfristig verkaufen zu können. Regulierte Anlagefonds werden in der Regel täglich gehandelt und bieten so eine gute Liquidität. Falls es zu einem bestimmten Zeitpunkt zu zahlreichen Rücknahmeanträgen kommen sollte, weil viele Anleger ihre Positionen auflösen möchten, kann der Fonds die Auflösung von Positionen aussetzen oder die Liquidität verringern, um die durch diese Anträge ausgelösten Auswirkungen umfangreicher Verkäufe dieser Basiswerte möglichst gering zu halten mit dem Ziel, die Rücknahmeanträge zu bearbeiten.
Risiko von Barbeständen: Wenn ein Fonds einen bedeutenden Anteil seines Vermögens in Bargeld, barmitteläquivalenten Beständen oder Geldmarktinstrumenten hält, kann er unter Umständen nicht in vollem Umfang an einem höheren Marktwert der Anlageklassen partizipieren, in die der Fonds ansonsten investiert hätte.
Basiswertrisiko: Hierbei handelt es sich um das Risiko, dass sich einer der Basiswerte eines Fonds aus beliebigen Gründen unterdurchschnittlich entwickelt. Definitionsgemäss unterliegt jeder Basiswert aller diversifizierten Fonds einem solchen Risiko. Die Underperformance eines oder mehrerer Basiswerte wirkt sich negativ auf die Gesamtentwicklung des Fonds aus, wobei die relative Auswirkung jeder einzelnen Underperformance von dem Ausmass der Diversifikation des Fonds abhängt.
Hebelrisiko: Ein Fonds kann offene Nettopositionen in Wertpapieren, Währungen oder Finanzinstrumenten halten, deren Gesamtwert den Nettoinventarwert des Fonds übersteigt (Leverage oder Hebelwirkung). Eine solche Hebelwirkung kann unter Umständen beträchtliche Gewinne ermöglichen, sie ist aber auch mit einem hohen Verlustrisiko verbunden, das den Anlagebetrag überschreiten kann. Selbst wenn ein Fonds keine Hebelwirkung aufweist, können bestimmte Transaktionen einen gewissen Hebel hervorrufen. Hierzu kann es kommen, wenn der Fonds Kredite aufnehmen und/oder Finanzinstrumente und –techniken verwenden kann, die eine Hebelwirkung beinhalten. Der Hebel bewirkt, dass der Wert des Fondsvermögens schneller steigt, wenn die mit der gehebelten Anlage erzielten Kapitalgewinne die damit zusammenhängenden Kosten, insbesondere die Zinsen der Kreditaufnahme und die für Derivate zahlbaren Prämien, übersteigen. Ein Kursrückgang hat jedoch eine stärkere Wertverminderung des Fondsvermögens zur Folge. Im Extremfall kann dies dazu führen, dass ein einzelner Fonds wertlos wird. Die Haftung jedes Aktionärs ist aber stets auf seinen Anlagebetrag in der jeweiligen Anteilsklasse beschränkt.
Schwellenländer-Risiko: Anlagen in Schwellenländern sind in der Regel mit höheren Risiken verbunden. Dazu zählen u.a. politische Risiken, wirtschaftliche Risiken, Bonitätsrisiken, Wechselkursrisiken, Marktliquiditätsrisiken, rechtliche Risiken, Abwicklungs- und Marktrisiken. Schwellenländer weisen eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften auf: eine gewisse politische Instabilität, eine relative Unberechenbarkeit der Finanzmärkte und der wirtschaftlichen Entwicklung, einen noch im Entwicklungsstadium befindlichen Finanzmarkt oder eine schwache Wirtschaft.

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