Innovationen beschleunigen. Zukunft im Asset Management gestalten.

Das Asset Management denkt global und nachhaltig und blickt weiter in die Zukunft als manch anderer Sektor; insofern ist es ein fruchtbarer Nährboden für neue Ideen, Methoden und Technologien. Das i.AM Innovation Lab in Zürich verfolgt das Ziel, die Vorreiterrolle der Branche zu festigen und Tools für den Sektor zu entwickeln, um den heutigen rasanten Wandel aktiv mitzugestalten.

Wie so viele Wirtschaftszweige sieht sich auch das Asset Management mit dem orkanartigen Ansturm disruptiver Technologien konfrontiert. Das ist allemal eine Herausforderung, aber auch eine ungeheure Chance. Viele Akteure des Sektors versuchen seit einiger Zeit, diese Chance zu nutzen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren und die Tradition des Kundenfokus und der institutionellen Stabilität aufzugeben, die ein Garant für ihren aktuellen und zukünftigen Erfolg sind. Da am Markt keine Struktur existierte, welche diese Doppelfunktion ermöglichte, musste ein neuer Rahmen geschaffen werden – das i.AM Innovation Lab, zu dessen Mitbegründern auch Credit Suisse Asset Management gehört. 

Das i.AM Innovation Lab

Das Innovation Lab soll für den Investor und den Vermögensverwalter vorausdenken, bessere Anlageprodukte entwickeln und das künftige Geschäftsmodell der Branche mitgestalten. Es wurde explizit als unabhängige Instanz konzipiert, die nicht an bestimmte Firmen gebunden, sondern der gesamten Asset-Management-Branche zu Diensten ist. Damit das Lab seine überaus ehrgeizige Mission erfüllen kann, muss es seine Arbeit mit viel Agilität, Flexibilität und Entschlusskraft vorantreiben.

Der letzte Punkt ist entscheidend. Nach unserer Erfahrung ist der schleppende Dialog zwischen den Marktteilnehmern ein grundlegendes Innovationshindernis. Im Idealfall hingegen beschleunigt das Feedback die Akzeptanz neuer und besserer Lösungen sogar. Denken Sie an die lange Tradition der Betatests im Technologiesektor, auch wenn der Vergleich natürlich hinkt. Die Erprobung eines unausgereiften Marktkonzepts mag in vielen Bereichen des Asset Managements gar keine Option sein. Dennoch gehört es zu den Kernanliegen des i.AM Innovation Lab, den Entwicklungsprozess zu beschleunigen und den Machbarkeitsnachweis im direkten Kundenkontakt und unter Marktbedingungen zu ermöglichen. 

Innovationsprozess

Es heisst, echte Innovation brauche den Funken der Genialität, der durch Flussdiagramme und Bürokratie bereits im Keim erstickt werde. Das mag sein. Wahr ist aber auch, dass eine klare Struktur und ein effizientes Arbeitsumfeld günstige Voraussetzungen sind, um die Innovationskraft zu stärken, Sackgassen zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass die besten Ideen auch verwirklicht werden. 

Erfolgreiche Innovation ist daher ein Prozess, der offene, kooperative Netzwerke braucht und auf geteiltem Wissen beruht. Innovationen setzen im Wesentlichen gute Ideen um, die einen Mehrwert erzeugen. Die verschiedenen Aspekte dieses Prozesses – Ideenfindung, Wertschöpfung und Umsetzung – sind nur als Gemeinschaftsleistung realisierbar. 

Das i.AM Innovation Lab hat seinen Ansatz systematisiert, um Wissenschaft (d. h. die Forschung) mit der Energie und Mentalität eines Start-ups zu verbinden. Dieses Konzept beruht auf drei Säulen.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit für die Zukunft des Asset Managements

Das i.AM Innovation Lab setzt auf Technologien, die voraussichtlich besonders tief greifende Auswirkungen auf den Asset-Management-Bereich und die gesamte Wirtschaft haben werden. Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik sind ein gutes Beispiel. Das Lab arbeitet eng mit den führenden Schweizer Universitäten zusammen, stiftet Professuren und engagiert sich anderweitig, um die Praxistauglichkeit dieser Technologien im Asset Management zu fördern.

Robotik und KI sind die treibende Kraft in der weitreichenden Automatisierung der Weltwirtschaft. Die KI-basierte Vermögensberatung ist bereits Realität und ebnet vielen Investoren den ersten Schritt in die Welt des Asset Managements. Je ausgereifter die Technologie, desto besser, detaillierter und individueller wird diese Beratung künftig sein. Als Sektor müssen wir mit dieser Entwicklung mitgehen, damit die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden weiterhin im Vordergrund stehen; nur so bleiben wir für unseren Kundenkreis relevant. Übrigens stellt diese Technologie auch einen robusten langfristigen Wachstumstrend dar und ist schon deshalb ein interessantes Investment, abgesehen vom unmittelbaren Einfluss auf die Asset-Management-Branche.

Weltweite Premiere in der dezentralen Auftragsabwicklung

Mit dem branchenweiten Vormarsch der KI bieten sich neue Möglichkeiten zur Archivierung, Verteilung und Aktualisierung von Informationen. Ein wichtiger Aspekt ist die Dezentralisierung von Transaktions- und Fondsdaten, die das gesamte System effizienter und sicherer macht. 

Ein Pionier auf diesem Gebiet ist FundsDLT, eine internationale Plattform, die Transferstellen, Zahlungssysteme und Investoren miteinander verbindet. Mit der Distributed-LedgerTechnologie und Smart Contracts will FundsDLT die Bearbeitung von Fondstransaktionen deutlich effizienter gestalten. 

In einer weltweiten Premiere schlossen wir am 12. Dezember 2018 über die Blockchain von FundsDLT erfolgreich einen Fondsauftrag ab. Konkret wurde die Platzierung einer Transaktion, die Reservierung der Barmittel bei der Bank des Kunden, die Bestätigung des Trading Agent (TA) sowie die Buchung der Anteile und Barmittel vorgenommen. Dabei wurde echtes Geld investiert, in einen von der Credit Suisse verwalteten Green Bond Fund und in einen regionalen Aktienfonds. Beteiligt waren Banco Best aus Portugal, Funds DLT/ Fundsquare der Börse Luxemburg, Credit Suisse Luxembourg S.A. als TA und Credit Suisse Asset Management in Zürich als Projektkoordinator. 

Diese erfolgreiche Transaktion war vielleicht nur ein kleiner Klick für einen Vermögensverwalter, aber ein gewaltiger Sprung für die Asset-Management-Branche.

Die Zukunft fest im Blick 

Mit dem Innovation Lab reagiert das Asset Management auf die Tempoverschärfung unserer Zeit. Vorausgegangen war die Erkenntnis, dass es keinen systematischen, sektorweiten Rahmen gab, um die Herausforderungen – und die Chancen – des rasanten Wandels in unserer Branche und der gesamten Wirtschaft ganzheitlich anzugehen. Als unabhängige Instanz geniessen wir grosse Freiheit, um neue Lösungen zu finden, die wir interessierten Firmen auf der ganzen Welt anbieten werden. 

Das i.AM Innovation Lab wird seinen Blick fest auf die Zukunft gerichtet halten, um neue Möglichkeiten und Technologien zu erforschen, die unserem Sektor und letztlich auch unseren Kunden zugutekommen. Credit Suisse Asset Management ist Mitbegründer und Partner.

Scope - das Magazin

Abonnieren