Umwelt Treibhausgasneutralität

Treibhausgasneutralität

Unser Ziel ist es, Umweltressourcen effizienter zu nutzen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Ein wichtiger Pfeiler bildet dabei unsere globale Treibhausgasneutralität.

Wir anerkennen die Bedeutung der Auswirkungen unserer eigenen betrieblichen Tätigkeit auf das Klima und wollen diese möglichst gering halten. Der Energieverbrauch unserer Gebäude und die Geschäftsreisen unserer Mitarbeitenden sind die wichtigsten Stellen, an denen wir unsere Emissionen reduzieren können.

Seit 2010 arbeitet die Credit Suisse weltweit treibhausgasneutral. Wir verfolgen dabei konsequent unsere Vier-Pfad-Strategie, die sich auf Betriebsoptimierungen, Investitionen, Substitution und die Kompensation von Emissionen durch den Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten (ERC) stützt. Damit erreichten wir 2016 eine Reduktion unserer globalen Netto-Treibhausgasemissionen um rund 10 Prozent auf 215'800 Tonnen CO2-Äquivalente und erlangten durch die Kompensation der verbleibenden Treibhausgasemissionen erneut die globale Treibhausgasneutralität.

Verbrauchssenkung und Effizienzsteigerung durch Optimierung von Anlagen

Die mit Abstand grösste von uns verursachte direkte Belastung für das Klima ist unser Energieverbrauch. Deshalb bilden Betriebsoptimierungen zur Steigerung der Energieeffizienz ein Kernelement unserer Umweltstrategie und zur nachhaltigen Reduktion von Treibhausgasemissionen. 

Verbrauchssenkung durch energiewirksame Investitionen

Durch Investitionen in energiesparende Technologien können wir ebenfalls unsere Treibhausgasemissionen senken. Wir achten bei Um- und Neubauten auf die Installation energieeffizienter Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen und verwenden hochisolierende Baustoffe. Auch bei der IT-Infrastruktur setzen wir auf energiesparende Technologien. Weitere betriebliche Massnahmen umfassen den Wechsel auf erneuerbare Energien bei Heizungssanierungen, hocheffiziente Beleuchtungsanlagen mit LED-Technologie und energieoptimierte Kühlung in Rechenzentren. 

Einsatz von klimaschonenden Energieträgern

Bei neuen Stromverträgen prüfen wir den Einsatz klimaschonender Energieträger wie Wasser, Wind und Sonne und ersetzen gezielt fossile durch erneuerbare Energien. 2016 bezogen sämtliche Betriebsstandorte in der Schweiz ausschliesslich Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. An zahlreichen Standorten weltweit ist grüner Strom Teil des gelieferten Elektrizitätsmix. 2016 haben wir insgesamt 256 Millionen Kilowattstunden, oder 56 Prozent unseres globalen Stromverbrauchs, aus erneuerbaren Ressourcen bezogen.

Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten

Dank diverser Massnahmen in den Bereichen Betriebsoptimierungen, Investitionen und Substitution können die betrieblichen Treibhausgasemissionen reduziert werden. Restlos vermeiden lassen sie sich dadurch allerdings nicht. Deshalb kompensieren wir die verbleibenden Treibhausgasemissionen, indem wir Emissionsreduktionszertifikate (ERC) zukaufen. 2016 haben wir so unsere Netto-Treibhausgasemissionen aus dem Geschäftsbetrieb und allen Geschäftsreisen weltweit wiederum vollständig kompensiert. Das ERC-Portfolio umfasste dabei Projekte aus den Bereichen Windenergie, Wasserkraft, Geothermie, Fotovoltaik und Biomasse/Biogas. 60 Prozent der Zertifikate erfüllten den Goldstandard, der Rest stammte aus Klimaschutzprojekten, die durch unabhängige Dritte verifiziert werden.

8700

Stunden Schulungen im Bereich Umweltmanagement und Arbeitsplatzsicherheit für Mitarbeitende

190

tausend Stunden Gebrauch von Desktop-Videokonferenzen halfen mit, unseren CO2-Ausstoss zu senken

Was ist Treibhausgasneutralität?

Als treibhausgasneutral oder klimaneutral werden Prozesse oder Zustände bezeichnet, durch die das globale Gleichgewicht an Treibhausgasen nicht verändert wird. Da Kohlenstoffdioxid (CO2) das am häufigsten vom Menschen verursachte Treibhausgas ist, wird statt "treibhausgasneutral“ häufig auch die Bezeichnung "CO2-neutral“ verwendet.

Zur Erreichung der Treibhausgasneutralität müssen Emissionen vermieden oder durch gezielte Massnahmen ausgeglichen werden. CO2-Emissionen lassen sich einsparen, indem zum Beispiel der Energieverbrauch gesenkt oder die Energieeffizienz erhöht wird. Hinter einer indirekten Vermeidung, auch Kompensation genannt, steht ein Tauschgeschäft: Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, werden an anderer Stelle eingespart. So kann beispielsweise die durch Geschäftsflüge verursachte Klimabelastung ausgeglichen werden, indem andernorts ein Projekt zur regenerativen Energiegewinnung unterstützt wird, welches dieselbe Emissionsmenge zusätzlich reduziert.

Treibhausgasemissionen der Credit Suisse

Geschäftsreisen

Für uns als globales Finanzinstitut gehören Geschäftsreisen zu den wichtigsten Herausforderungen für die Umweltbilanz. Sie sind im direkten Kundenkontakt oft unerlässlich, verursachen aber rund 25 Prozent unserer Treibhausgasemissionen. Um Geschäftsflüge einzusparen, halten wir unsere Mitarbeitenden deshalb dazu an, für kürzere Strecken mit dem Zug zu reisen oder Telefon- und Videokonferenzen (VC) zu nutzen, für die wir die Infrastruktur entsprechend laufend ausbauen. So konnte die Nutzung von Desktop-Videokonferenzen 2016 auf insgesamt 190'422 Stunden gesteigert werden. Unsere Strategie zur globalen Treibhausgasneutralität beinhaltet seit 2010 auch den Kauf von Klimatickets, mit denen alle Emissionen bei unseren Geschäftsflügen kompensiert werden. Um unsere Mitarbeitenden zu sensibilisieren, sind auf allen Flugtickets die verursachten CO2-Mengen ausgewiesen. Durch den Kauf von Klimatickets haben wir 2016 rund 48‘000 Tonnen unserer globalen Treibhausgasemissionen kompensiert.

Emissionsberechnung nach internationalen Standards

Für die Berechnung der Emissionen richtet sich die Credit Suisse nach dem VfU-Standard 2015 in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols, einem internationalen Standard für die CO2-Berichterstattung. Die ausgewiesenen Emissionen umfassen die direkten Emissionen (Scope 1), die indirekten Emissionen aus der Erzeugung von Strom, Wärme und Dampf (Scope 2), sowie die übrigen indirekten Emissionen verursacht durch Geschäftsreisen, Vorstufen der Energiebereitstellung, Netzverluste, Papierverbrauch und Abfallentsorgung (Scope 3). Für den Geschäftsflugverkehr wurde ein RFI (Radiative Forcing Index) von 1 verwendet.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Bericht Unternehmerische Verantwortung auf den Seiten 38-41.