Umwelt Treibhausgas-Neutralität

Treibhausgas-Neutralität

Unser Ziel ist es, Umweltressourcen effizienter zu nutzen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Ein wichtiger Pfeiler dieses Ziels ist unsere globale Treibhausgasneutralität.

Wir anerkennen die Bedeutung der Auswirkungen unserer eigenen betrieblichen Tätigkeit auf das Klima und wollen diese möglichst gering halten. Der Energieverbrauch unserer Gebäude und die Geschäftsreisen unserer Mitarbeitenden sind die wichtigsten Stellen, an denen wir unsere Emissionen reduzieren können.

Seit 2010 arbeitet die Credit Suisse weltweit treibhausgasneutral. Wir verfolgen dabei konsequent unsere Vier-Pfad-Strategie, die sich auf Betriebsoptimierungen, Investitionen in Energiesparmassnahmen, Substitution bestehender Energieträger durch klimafreundliche Energie sowie durch Zertifikate für erneuerbare Energien (Renewable Energy Certificates, RECs) und schliesslich die Kompensation der verbleibenden Emissionen durch den Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten (Emissions Reduction Certificates, ERCs) stützt. Unsere zahlreichen Massnahmen im Rahmen der ersten drei Pfade unserer Strategie erzielten 2018 eine Reduktion unserer globalen Netto-Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2016 um rund 38 Prozent auf 129’100 Tonnen CO2-Äquivalente. Durch die Umsetzung dieser Massnahmen konnten wir Treibhausgasneutralität erreichen.

Effizienzsteigerung und Verbrauchssenkung durch Optimierung von Anlagen

Die mit Abstand grösste von uns verursachte direkte Belastung für das Klima ist unser Energieverbrauch. Deshalb bilden Betriebsoptimierungen zur Steigerung der Energieeffizienz ein Kernelement unserer Umweltstrategie der nachhaltigen Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Verbrauchssenkung durch energiewirksame Investitionen

Durch Investitionen in energiesparende Technologien können wir ebenfalls unsere Treibhausgasemissionen senken. Wir achten bei Um- und Neubauten auf die Installation energieeffizienter Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen und verwenden hochisolierende Baustoffe. Auch bei der IT-Infrastruktur setzen wir auf energiesparende Technologien. Weitere Massnahmen umfassen die Umstellung auf erneuerbare Energien bei Heizungsmodernisierungen, hocheffiziente Beleuchtungsanlagen mit LED-Technologie und energieoptimierte Kühlanlagen in Rechenzentren.

Einsatz von klimaschonenden Energieträgern

Bei neuen Stromverträgen prüfen wir den Einsatz klimaschonender Energieträger wie Wasser, Wind und Sonne und ersetzen gezielt fossile durch erneuerbare Energien. In der Schweiz konnten wir unseren gesamten Verbrauch an elektrischer Energie vollständig durch Zertifikate für erneuerbare Energie aus Wasserkraft abdecken. An zahlreichen anderen Standorten weltweit machen erneuerbare Energien einen Teil des von lokalen Versorgern angebotenen Strommixes aus. Somit waren 79 Prozent unseres globalen Stromverbrauchs als erneuerbare Energie zertifiziert. Damit wir den Anteil klimafreundlicher Energiequellen weiter steigern können, haben wir Zertifikate für erneuerbare Energien für ausgewählte Standorte der Credit Suisse in Italien, Polen, Grossbritannien, den USA, Hongkong und Indien erworben.

Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten (ERCs)

Dank diverser Massnahmen (Betriebsoptimierungen, Investitionen in Energiesparsysteme und Substitution von fossilen Energieträgern durch Strom aus erneuerbaren Quellen) können die betrieblichen Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden. Restlos vermeiden lassen sie sich dadurch allerdings nicht. Deshalb kompensieren wir die verbleibenden Emissionen durch den Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten (Emissions Reduction Certificates, ERCs). Im vergangenen Jahr haben wir so unsere Netto-Treibhausgasemissionen aus dem Geschäftsbetrieb und allen Geschäftsreisen weltweit erneut vollständig kompensiert. Das ERC-Portfolio umfasste dabei Projekte aus den Bereichen Wind- und Wasserkraft, Geothermie, Photovoltaik, Biomasse/Biogas sowie Kochherde. 60 Prozent der Zertifikate erfüllten den Goldstandard, die übrigen stammten aus Klimaschutzprojekten, die durch unabhängige Dritte verifiziert werden.

11200

Mitarbeitende haben Schulungen in den Bereichen Umweltmanagement und Arbeitsplatzsicherheit erhalten

184

tausend Stunden an Videokonferenzen (an Desktop-Arbeitsplätzen und in Videokonferenzräumen) trugen dazu bei, unseren CO2-Ausstoss zu senken

Was ist Treibhausgasneutralität?

Prozesse oder Umstände, die die globale Treibhausgasbilanz nicht verändern, werden als treibhausgasneutral oder klimaneutral bezeichnet. Da es sich bei CO2 um das häufigste durch menschliche Tätigkeiten erzeugte Treibhausgas handelt, wird statt «treibhausgasneutral» oft auch der Begriff «CO2-neutral» verwendet.

Um Treibhausgasneutralität zu erreichen, müssen Emissionen vermieden oder durch gezielte Massnahmen ausgeglichen werden. CO2-Emissionen können beispielsweise durch Einsparungen beim Energieverbrauch oder durch eine gesteigerte Energieeffizienz reduziert werden. Die verbleibenden Emissionen können durch Kompensation neutralisiert werden, indem unvermeidliche Emissionen durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die durch geschäftliche Flugreisen entstehende Umweltbelastung kann beispielsweise ausgeglichen werden, indem andernorts Projekte im Bereich erneuerbarer Energien unterstützt werden, durch die Emissionen in gleicher Höhe eingespart werden.

Treibhausgasemissionen der Credit Suisse

Geschäftsreisen

Für uns als globales Finanzinstitut gehören Geschäftsreisen zu den Herausforderungen für die Umweltbilanz. Sie sind im direkten Kundenkontakt oft unerlässlich, verursachen aber rund 37 Prozent unserer weltweiten Treibhausgasemissionen. Um die Anzahl der Flüge zu verringern, halten wir Mitarbeitende deshalb dazu an, auf kürzeren Strecken mit dem Zug zu reisen und nach Möglichkeit auf Telefon- und Videokonferenzen auszuweichen. Infolgedessen belief sich der Einsatz von Videokonferenzen (an Desktop-Arbeitsplätzen und in Videokonferenzräumen) im Jahr 2018 auf etwa 184’200 Stunden. Als Teil unserer Strategie der Treibhausgasneutralität wurden seit 2010 die Emissionen aus sämtlichen Flugreisen durch den Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten (ERCs) kompensiert, was 2018 rund 47’500 Tonnen an CO2-Äquivalenten ausmachte. Um Mitarbeitende für dieses Thema zu sensibilisieren, wird der CO2-Ausstoss jedes Fluges auf dem jeweiligen Flugticket angegeben.

Emissionsberechnung nach internationalen Standards

Die Credit Suisse berechnet ihre Treibhausgasemissionen nach dem VfU-Standard 2015 gemäss den Anforderungen des Greenhouse Gas Protocol, eines internationalen Standards für die CO2-Berichterstattung. Die gemeldeten Emissionen setzen sich zusammen aus direkten Emissionen (Scope 1), indirekten Emissionen aus der Erzeugung von Strom, Wärme und Dampf (Scope 2) sowie sonstigen indirekten Emissionen, die durch Geschäftsreisen, Papierverbrauch und Abfallentsorgung entstehen (Scope 3). Für Flugreisen wurde ein RFI (Radiative Forcing Index) von 1 verwendet.

Weitere Informationen darüber, wie wir unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrnehmen, finden Sie im Bericht Unternehmerische Verantwortung auf den Seiten 53 bis 60.