Umwelt Treibhausgasneutralität

Treibhausgasneutralität

Unser Ziel ist es, Umweltressourcen effizienter zu nutzen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Ein wichtiger Pfeiler bildet dabei unsere globale Treibhausgasneutralität.

Wir anerkennen die Bedeutung der Auswirkungen unserer eigenen betrieblichen Tätigkeit auf das Klima und wollen diese möglichst gering halten. Der Energieverbrauch unserer Gebäude und die Geschäftsreisen unserer Mitarbeitenden sind die wichtigsten Stellen, an denen wir unsere Emissionen reduzieren können.

Seit 2010 arbeitet die Credit Suisse weltweit treibhausgasneutral. Wir verfolgen dabei konsequent unsere Vier-Pfad-Strategie, die sich auf Betriebsoptimierungen, Investitionen, Substitution bestehender Energieträger durch klimafreundliche Energie sowie durch Zertifikate für erneuerbare Energien (RECs) und die Kompensation der verbleibenden Emissionen durch den Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten (ERCs) stützt. Damit erreichten wir 2017 eine Reduktion unserer globalen Netto-Treibhausgasemissionen gegenüber 2016 um rund 32 Prozent auf 141'300 Tonnen CO2-Äquivalente und erlangten erneut die globale Treibhausgasneutralität.

Verbrauchssenkung und Effizienzsteigerung durch Optimierung von Anlagen

Die mit Abstand grösste von uns verursachte direkte Belastung für das Klima ist unser Energieverbrauch. Deshalb bilden Betriebsoptimierungen zur Steigerung der Energieeffizienz ein Kernelement unserer Umweltstrategie und zur nachhaltigen Reduktion von Treibhausgasemissionen. 

Verbrauchssenkung durch energiewirksame Investitionen

Durch Investitionen in energiesparende Technologien können wir ebenfalls unsere Treibhausgasemissionen senken. Wir achten bei Um- und Neubauten auf die Installation energieeffizienter Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen und verwenden hochisolierende Baustoffe. Auch bei der IT-Infrastruktur setzen wir auf energiesparende Technologien. Weitere betriebliche Massnahmen umfassen den Wechsel auf erneuerbare Energien bei Heizungssanierungen, hocheffiziente Beleuchtungsanlagen mit LED-Technologie und energieoptimierte Kühlung in Rechenzentren. 

Einsatz von klimaschonenden Energieträgern

Bei neuen Stromverträgen prüfen wir den Einsatz klimaschonender Energieträger wie Wasser, Wind und Sonne und ersetzen gezielt fossile durch erneuerbare Energien. 2017 bezogen sämtliche Betriebsstandorte in der Schweiz ausschliesslich Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. An zahlreichen Standorten weltweit ist grüner Strom Teil des gelieferten Elektrizitätsmix. 2017 haben wir insgesamt 321 Millionen Kilowattstunden, oder 76 Prozent unseres globalen Stromverbrauchs, aus erneuerbaren Ressourcen bezogen. Um unseren Gebrauch von klimafreundlichen Energiequellen weiter zu steigern, haben wir 2017 zudem Zertifikate für erneuerbare Energien (Renewable Energy Certificates, RECs) für fünf ausgewählte Standorte der Credit Suisse in Italien, Polen, den USA, Hongkong und Indien erworben. Als Resultat unserer systematischen Vier-Pfad-Strategie konnten wir 2017 unsere globalen Netto-Treibhausgasemissionen gegenüber 2015 um 41 Prozent reduzieren.

Kauf von Emissionsreduktionszertifikaten

Dank diverser Massnahmen in den Bereichen Betriebsoptimierungen, Investitionen und Substitution können die betrieblichen Treibhausgasemissionen reduziert werden. Restlos vermeiden lassen sie sich dadurch allerdings nicht. Deshalb kompensieren wir die verbleibenden Treibhausgasemissionen, indem wir Emissionsreduktionszertifikate (ERC) zukaufen. Im letzten Jahr haben wir so unsere Netto-Treibhausgasemissionen aus dem Geschäftsbetrieb und allen Geschäftsreisen weltweit wiederum vollständig kompensiert. Das ERC-Portfolio umfasste dabei Projekte aus den Bereichen Windenergie, Wasserkraft, Geothermie, Fotovoltaik, Biomasse/Biogas und Kochöfen. 60 Prozent der Zertifikate erfüllten den Goldstandard, der Rest stammte aus Klimaschutzprojekten, die durch unabhängige Dritte verifiziert werden.

11000

Stunden Schulungen im Bereich Umweltmanagement und Arbeitsplatzsicherheit für Mitarbeitende

211

tausend Stunden Gebrauch von Videokonferenzen (am Desktop und in unseren Videokonferenzräumen) halfen mit, unseren CO2-Ausstoss zu senken

Was ist Treibhausgasneutralität?

Als treibhausgasneutral oder klimaneutral werden Prozesse oder Zustände bezeichnet, durch die das globale Gleichgewicht an Treibhausgasen nicht verändert wird. Da Kohlenstoffdioxid (CO2) das am häufigsten vom Menschen verursachte Treibhausgas ist, wird statt «treibhausgasneutral» häufig auch die Bezeichnung «CO2-neutral» verwendet.

Zur Erreichung der Treibhausgasneutralität müssen Emissionen vermieden oder durch gezielte Massnahmen ausgeglichen werden. CO2-Emissionen lassen sich einsparen, indem zum Beispiel der Energieverbrauch gesenkt oder die Energieeffizienz erhöht wird. Hinter einer indirekten Vermeidung, auch Kompensation genannt, steht ein Tauschgeschäft: Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, werden an anderer Stelle eingespart. So kann beispielsweise die durch Geschäftsflüge verursachte Klimabelastung ausgeglichen werden, indem andernorts ein Projekt zur regenerativen Energiegewinnung unterstützt wird, welches dieselbe Emissionsmenge zusätzlich reduziert.

Treibhausgasemissionen der Credit Suisse

Geschäftsreisen

Für uns als globales Finanzinstitut gehören Geschäftsreisen zu den Herausforderungen für die Umweltbilanz. Sie sind im direkten Kundenkontakt oft unerlässlich, verursachen aber rund 36 Prozent unserer weltweiten Treibhausgasemissionen. Wir halten Mitarbeitende deshalb an, für kürzere Strecken mit dem Zug zu reisen und wo möglich auf Telefon- und Videokonferenzen (VC) auszuweichen. So erreichte die Nutzung von Videokonferenzen 2017 rund 211'500 Stunden (am Desktop und in unseren Videokonferenzräumen). Alle Flugreisen kompensieren wir mit dem Kauf von Klimatickets durch entsprechende Zertifikate (ERCs) – 2017 im Umfang von rund 46'200 Tonnen CO2-Äquivalenten. Unsere Strategie zur globalen Treibhausgasneutralität beinhaltet seit 2010 auch den Kauf von Klimatickets durch entsprechende Zertifikate (ERCs) – 2017 im Umfang von rund 46'200 Tonnen CO2–Äquivalenten –, mit denen alle Emissionen bei unseren Geschäftsflügen kompensiert werden. Um unsere Mitarbeitenden zu sensibilisieren, sind auf allen Flugtickets die verursachten CO2-Mengen ausgewiesen.

Emissionsberechnung nach internationalen Standards

Für die Berechnung der Emissionen richtet sich die Credit Suisse nach dem VfU-Standard 2015 in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols, einem internationalen Standard für die CO2-Berichterstattung. Die ausgewiesenen Emissionen umfassen die direkten Emissionen (Scope 1), die indirekten Emissionen aus der Erzeugung von Strom, Wärme und Dampf (Scope 2), sowie die übrigen indirekten Emissionen verursacht durch Geschäftsreisen, Vorstufen der Energiebereitstellung, Netzverluste, Papierverbrauch und Abfallentsorgung (Scope 3). Für den Geschäftsflugverkehr wurde ein RFI (Radiative Forcing Index) von 1 verwendet.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Bericht Unternehmerische Verantwortung auf den Seiten 70-73 (PDF).