Umwelt Umweltmanagement

Umweltmanagement

Die Credit Suisse verpflichtet sich zu umweltschonendem Verhalten. Da vom Energieverbrauch weiterhin unsere grösste Umweltbelastung ausgeht, setzen wir hier Schwerpunkte.

Umweltmanagementsystem

Mit dem Ziel, Ressourcen effizienter zu nutzen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren, arbeiten wir stetig an der Verbesserung unserer Umweltbilanz. Das nach ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsystem der Credit Suisse regelt Zuständigkeiten, Abläufe sowie entsprechende betriebliche Massnahmen und umfasst weltweit alle betriebsgenutzten Standorte und Gebäude der Bank. Wo angebracht, binden wir bei Massnahmen im Umweltmanagement auch externe Dienstleister und Lieferanten mit ein. Das globale Kontrollaudit des Umweltmanagementsystems durch die externe Zertifizierungsgesellschaft SGS haben wir 2017 erneut ohne Korrekturmassnahme bestanden.

Massnahmen in den Regionen

Konkrete Massnahmen zur Reduktion unseres ökologischen Fussabdrucks werden in allen Regionen durchgeführt. Im Zentrum steht dabei das Energiemanagement, da der Energieverbrauch die grösste Umweltbelastung in unserer betrieblichen Tätigkeit darstellt.

  • Im Jahr 2017 umfasste das internationale Gebäudeportfolio der Credit Suisse 780'000 m2 umweltzertifizierte Büroflächen, die sich auf 56 verschiedene Gebäuden in 17 Ländern verteilen. Im Einklang mit unserem Verständnis unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt verpflichten wir uns zu nachhaltigen Geschäftsräumlichkeiten und zur Förderung des Umweltschutzes in allen Märkten, in denen wir tätig sind.
  • Zur Reduzierung von elektrischen Verlusten haben wir in unserem Rechenzentrum in Hongkong mehrere Initiativen umgesetzt. So wurde die Zahl der USV-Module (unterbrechungsfreie Stromversorgung), die die IT-Last unterstützen, reduziert. Auf diese Weise sparen wir jährlich rund 89'000 kWh Strom.
  • In einer unserer Geschäftsräumlichkeiten in Pune, Indien, konnten wir die Betriebszeiten der allgemeinen Bürobeleuchtung reduzieren und an den Bedarf der an dem Bürostandort tätigen Mitarbeitenden anpassen. Mit dieser Massnahme wurde der Stromverbrauch pro Quadratmeter um 11 Prozent gesenkt.
  • Zur Verringerung von Büroabfällen wurden an den Standorten der Credit Suisse in Polen alle Einweg-Teller, -Becher und -Bestecke durch wiederverwendbare Alternativen ersetzt. Der Austausch wurde im Laufe eines einzigen Wochenendes von einer Gruppe interner Freiwilliger durchgeführt. Dank der Initiative entfällt der Abfall, der zuvor dadurch entstanden war, dass 4'300 Mitarbeitende in drei Gebäuden Einweg-Geschirr verwendeten. Auf diese Weise konnte der Verbrauch von natürlichen Ressourcen erheblich reduziert werden.
  • Vor dem Hintergrund des neuen Schweizer Energiegesetzes haben wir 2012 zusammen mit der Energieagentur der Schweizer Wirtschaft (EnAW) ein neues Gruppenziel für die Energieeffizienz festgelegt. Von 2013 bis 2020 beträgt es 2 Prozent pro Jahr für unser betrieblich genutztes Liegenschaftenportfolio in der Schweiz. Entsprechend haben wir unseren beauftragten Facility Management-Partnern in der Schweiz verbindliche jährliche Zielvorgaben im Bereich Energieeffizienz gemacht.
  • Im Rahmen des Energieeffizienz-Programms wurde der Energieverbrauch der betriebsgenutzten Liegenschaften in der Schweiz weiter optimiert. Dabei wurde im Jahr 2017 mit 46 verschiedenen Massnahmen an der Gebäudetechnik (HLK), der Beleuchtung und der Gebäudehülle eine jährlich wiederkehrende Energieeffizienz-Steigerung von 2,3 GWh erzielt. Gesamthaft entsprechen die umgesetzten Massnahmen einer Reduktion der CO2-Emission um jährlich rund 1'026 Tonnen.
  • Das Papierentsorgungssystem, das in unserem Druckzentrum in Zürich seit über 20 Jahren im Einsatz war, wurde ersetzt. Das neue System verfügt über intelligente elektronische Steuerungseinheiten und verbraucht rund 60 Prozent weniger Strom als sein Vorgänger. Dies ergibt eine jährliche Einsparung von rund 58'000 kWh.
  • Der Einsatz von Reinigungsmitteln kann negative Umweltauswirkungen haben. Bei einem Probelauf in einem unserer Bürogebäude in Zürich haben wir daher herkömmliche Reinigungsprodukte durch vollständig biologisch abbaubare Reinigungsmittel ersetzt. Der Probelauf war erfolgreich, sodass wir nun planen, diese umweltfreundlichen Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen 2018 auch für die typische Unterhaltsreinigung in mehreren weiteren Räumlichkeiten der Credit Suisse zu verwenden.
  • 2016 und 2017 sanierte die Credit Suisse Teile ihrer Geschäftsstelle in Chur. Im Rahmen des Projekts ersetzten wir die veraltete Erdgas-Zentralheizungsanlage durch eine neue, ökologisch nachhaltige Heizungsanlage, mit der wir unsere CO2-Emissionen um jährlich rund 60 Prozent bzw. 37 Tonnen senken können. Die neue Heizung wird mit Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage der Stadt gespeist.
  • Das Sparkässeli «Digipigi» ist das erste physische digitalisierte Produkt, das die Credit Suisse in ihrer mehr als 160-jährigen Geschichte entwickelt und produziert hat. Bei der Entwicklung und Bereitstellung dieses Produkts mit seinen mehr als 80 unterschiedlichen Bestandteilen arbeiteten wir mit unserem Partner Zühlke Engineering AG zusammen. Sämtliche Anforderungen, die unsere Prozesse für das Management von Reputationsrisiken und für das Third Party Risk Management vorgeben, wurden ebenso eingehalten wie unsere Verpflichtung zu hohen Umwelt- und Sozialstandards, während wir gleichzeitig ein Volumen von mehreren Tausend Bestellungen nach der Einführung des Produkts bearbeiteten. Bei den wichtigsten Lieferanten wurden mehrere Audits auf Basis der BSCI-Standards (Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation IAO) durchgeführt. Zudem wurde darauf geachtet, dass nur konfliktfreie Mineralien verwendet werden, dass Standards wie der Code of Conduct der Credit Suisse eingehalten werden und ISO-Zertifizierungen wie 14001 berücksichtigt werden. Neben der anhaltenden Unterstützung der lokalen Produktionsanlagen in der Schweiz und dem Beitrag zu Verringerung des ökologischen Fussabdrucks bemühen wir uns auch, die Produktion, Montage und Entwicklung des Produkts überwiegend lokal zu halten.
  • Die Credit Suisse UK erhielt ein Zertifikat des Carbon Trust in Grossbritannien, der unabhängige Zertifizierungen von Organisationen in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen und ihre Treibhausgasemissionen anbietet. Die Zertifizierung erfordert ein gutes CO2-Management, einschliesslich der korrekten Messung und einer Reduzierung des CO2-Ausstosses des Unternehmens. Die Credit Suisse UK erhielt die Zertifizierung für eine absolute Reduzierung ihres CO2-Ausstosses um 12,1 Prozent, basierend auf einer zweijährigen Compliance-Periode. Diese Zertifizierung ist gültig vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2018.
  • Die umfassende Modernisierung des Campus London der Credit Suisse befindet sich in der letzten Phase. Das Vorhaben («Projekt Endeavour») umfasst verschiedene Energiesparmassnahmen. In der Bauphase werden mehrere Initiativen umgesetzt, um die BREEAM-Zertifizierung (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) zu unterstützen. Dies umfasst beispielsweise das Ziel, keinerlei Bauschutt auf Deponien zu entsorgen. Die Bauphase nutzt die verschiedenen nachhaltigen Gestaltungsmerkmale und implementiert eine Reihe von Initiativen zur Unterstützung der BREEAM-Zertifizierung. Es wird sichergestellt, dass alle Hölzer aus vom Forest Stewardship Council (FSC) zertifizierten Quellen stammen, die Wiederverwertung bestehender Materialien wird maximiert und es wird darauf geachtet, dass interne Trennwände, Lacke und Möbel von Herstellern stammen, die verantwortungsvolle Beschaffungsverfahren nachweisen können. Dieses Projekt basiert auf einer Reihe von Umweltinitiativen, die in der rund 93'000 Quadratmeter grossen Niederlassung mit 6'000 Arbeitsplätzen bereits umgesetzt werden. Durch sie konnte der Stromverbrauch in drei Jahren schon um über 10 Prozent bzw. mehr als 12'000 Megawattstunden gesenkt werden.
  • Zur Verringerung der Fahrzeugbewegungen umfasst die Baustellenlogistik am Londoner Gebäude der Credit Suisse auch ein Online-Buchungssystem für Lieferungen, um die Auswirkungen des Strassenverkehrs und Leerlaufzeiten von Fahrzeugen zu minimieren. Zudem soll die Fahrzeugbeladung optimiert werden, um die Zahl der Lieferungen zu verringern. Nach Fertigstellung des Projekts wird eine Post Occupancy Evaluation durchgeführt, mit der sichergestellt werden soll, dass wir prüfen, ob die von der Baustellenlogistik verfolgte Konstruktionsabsicht mit der tatsächlichen Gebäudeleistung übereinstimmt.

USA

  • Die Credit Suisse nahm die NYC Carbon Challenge, eine Initiative des Bürgermeisters von New York, für ihre Büroräume für das Jahr 2013 an. Wir haben uns verpflichtet, die Emissionen unseres New Yorker Standorts im Flatiron District in Manhattan bis 2023 gemessen an den Werten aus 2006 um 40 Prozent zu verringern. 2016 hat die Credit Suisse das Ziel dieser Herausforderung dank ihrer kontinuierlichen Verringerung der CO2-Intensität in den vorangegangenen zehn Jahren vollständig erreicht. Wir konnten dieses Ergebnis erzielen, indem wir durch kontinuierliche Operational Diligence und Innovationen einen konsistenten Rückgang der Treibhausgasemissionen aufrechterhalten haben. Wir haben ein umfassendes Sanierungsprogramm durchgeführt, dessen Schwerpunkt auf architektonischen und technischen Innovationen lag, darunter die vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung mit integrierter Tageslichtsteuerung. Weitere Massnahmen:
        • Steigerung der Produktivität der Gebäudefläche durch Einführung aktivitätsbezogener Arbeitsplätze (Activity-Based Working);
        • Einführung automatischer Präsenzmelder zur Verringerung des Stromverbrauchs von angeschlossenen Lasten;
        • Senkung des Energieverbrauchs der IT-Ausrüstung durch Desktop- und Netzwerk-Upgrades;
        • Optimierung der Klimaanlagen und Belüftungssysteme durch Effizienzverbesserungen und einfachere Konfigurationen;
        • Verbesserung der Steuerungssequenzen von mechanischen und elektrischen Systemen zur Steigerung der Systemeffizienz;
        • Verringerung des Spitzenstrombedarfs durch automatische Steuerung des Elektromotorbetriebs;
  • In unseren Räumlichkeiten in Princeton konnte unser Engineering-Team eines der USV-Systeme (unterbrechungsfreie Stromversorgung) durch Nutzung der freien Kapazitäten eines anderen USV-Systems im Gebäude abschalten. Mit dieser Massnahme sollen jährlich rund 1'300'000 kWh Strom eingespart werden. Daneben wurden ältere Glühlampen und Leuchtstoffröhren in Lagerräumen und Fluren durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Da diese Lampen rund um die Uhr eingeschaltet sind, konnten wir den Energieverbrauch um jährlich 77'000 kWh senken.
  • Im Jahr 2017 haben wir die Betriebszeit der Gebäudetechnik (HLK) in unserem Bürogebäude in Raleigh um eine Stunde pro Tag verringert. Damit sinkt der Stromverbrauch um jährlich 71'000 kWh.

Umwelt-Performance-Daten im Bereich Betriebsökologie

VfU-Kennzahlen zur Betriebsökologie 2017 gemäss GRI und GHG-Protokoll finden sie hier.