Umwelt Umweltmanagement

Umweltmanagement

Die Credit Suisse hat sich einen umweltfreundlichen Geschäftsbetrieb zum Ziel gesetzt. Da der Energieverbrauch die grösste Umweltbelastung in unserer betrieblichen Tätigkeit darstellt, steht er dabei im Zentrum.

Umweltmanagementsystem

Um unternehmensweit Umweltbelastungen zu reduzieren und Kosten zu senken, implementieren wir fortlaufend Massnahmen im Rahmen unseres global nach der Norm ISO 14001:2015 zertifizierten Umweltmanagementsystems. 2018 haben wir die entsprechende Rezertifizierung durch die externe Zertifizierungsgesellschaft SGS erneut bestanden. Ausserdem binden wir, wo angebracht, auch aktiv externe Dienstleister und Lieferanten in unsere laufenden Bestrebungen ein, unsere Massnahmen im Umweltmanagement zu verbessern.

Massnahmen in allen Regionen

In allen Regionen, in denen wir tätig sind, ergreifen wir laufend konkrete Massnahmen zur Verkleinerung unseres ökologischen Fussabdrucks. Da unser Energieverbrauch die grösste Umweltbelastung in unserer betrieblichen Tätigkeit darstellt, steht das Energiemanagement dabei im Zentrum.

  • Die Datenspeicherplattformen der Credit Suisse durchlaufen zurzeit eine mehrjährige Transformation, bei der wir verstärkt auf die Solid-State-Speichertechnologie setzen. Dies sollte einen deutlich geringeren Stromverbrauch und Platzbedarf ohne Einbussen bei der Speicherkapazität ermöglichen. Bei der Credit Suisse verwenden wir einen speziellen Recycling- und Umnutzungsprozess für ausrangierte Computerserver. So haben wir 2018 rund 3'600 Server recycelt, bis zu 470 Server umgenutzt und 170 Server verkauft.
  • Im Rahmen der neuen Stromverträge von 2018 für die Region Schweiz und alle britischen Standorte haben wir wieder 100 Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Quellen bezogen. Weltweit stammten 79 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen.
  • Im Jahr 2018 haben wir in der Region APAC in allen Bereichen mehrere Druckprozesse gestrafft und konnten dadurch unsere Ressourceneffizienz optimieren. Durch die Automatisierung des Drucksystems konnten wir die Fehldrucke und den Papierverbrauch reduzieren. Im Rahmen der Initiative Go Green, die wir in Australien umgesetzt haben und nun auch auf Singapur, Japan und Hongkong ausweiten wollen, haben wir von papiergebundenen auf elektronische Abrechnungen umgestellt und damit den Papierverbrauch zusätzlich gesenkt.
  • In Hongkong verlegen wir zurzeit unser primäres Rechenzentrum in ein Gebäude, dessen Grösse auf den Platzbedarf unseres IT-Systems abgestimmt ist. Dort werden wir die Stromkapazität nach Bedarf anpassen können. Durch die Verlegung können wir die Effizienz des Rechenzentrums steigern sowie die Stromkapazität um rund 72 Prozent und die Grundfläche um 42 Prozent reduzieren.
  • Vor dem Hintergrund des neuen Schweizer Energiegesetzes haben wir 2012 zusammen mit der Energieagentur der Schweizer Wirtschaft (EnAW) ein neues Gruppenziel für die Energieeffizienz festgelegt. Von 2013 bis 2020 beträgt es 1,2 Prozent pro Jahr für unser betrieblich genutztes Liegenschaftenportfolio in der Schweiz. Entsprechend haben wir unseren beauftragten Facility-Management-Partnern in der Schweiz verbindliche jährliche Zielvorgaben im Bereich Energieeffizienz gemacht.
  • Am Standort Uetlihof in Zürich haben wir weiter in Steuersysteme und Messungen investiert, um die Effizienz der Produktionsanlagen zu steigern und die CO2-Emissionen nachhaltig zu senken. Durch verschiedene Optimierungsmassnahmen konnten wir den CO2-Ausstoss von rund 500 Tonnen im Jahr 2018 verringern. Zudem haben wir eine Effizienzanalyse des Freikühlsystems in der Energiezentrale durchgeführt. Durch die Umsetzung von neuen Massnahmen wie der Optimierung von Steuerparametern und der Abschaltfunktion erwarten wir Kostensenkungen und eine Einsparung von rund 1,2 Tonnen CO2 pro Jahr.
  • Am selben Standort haben wir ausserdem eine Effizienzanalyse des Managementprogramms für Kältemaschinen durchgeführt, die zur Wärmerückgewinnung eingesetzt werden. Wir prüfen zurzeit verschiedene Optimierungsmassnahmen, die zu Einsparungen von über 6 Millionen kWh Erdgas, 5'000 m3 Wasser und einer CO2-Reduktion von 1'600 Tonnen pro Jahr führen würden. Darüber hinaus haben wir weiter in Steuersysteme und Massnahmen investiert, um die Effizienz unserer Produktionsanlagen zu steigern und den CO2-Ausstoss nachhaltig zu senken.
  • Die Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) baut zurzeit ein «Anergienetz» auf, das die Grundlage für eine nachhaltige Energieversorgung im Zürcher Quartier Friesenberg bilden soll. Das Anergienetz nimmt die im Quartier vorhandene Abwärme auf und stellt sie Verbrauchern zur Verfügung. Dies ermöglicht eine deutliche Senkung des Endenergiebedarfs und der Treibhausgasemissionen. Der Standort Uetlihof der Credit Suisse wurde 2018 als Wärmelieferant an das Netz angeschlossen, was als wichtiger Schritt galt, um den Zugang des erweiterten Anergienetzes zu ausreichender Wärme sicherzustellen.
  • Im Rahmen unseres Energieeffizienzprogramms haben wir den Energieverbrauch unserer betriebsgenutzten Liegenschaften in der Schweiz weiter optimiert. Im Jahr 2018 haben wir unsere Energieeffizienz gesteigert, indem wir 1,7 GWh beim Gesamtenergieverbrauch eingespart und die jährlichen CO2-Emissionen um rund 358 Tonnen reduziert haben. Hierzu haben wir in unserer Gebäudetechnik (Heizung, Lüftung, Klima) und der Gebäudehülle 60 verschiedene Massnahmen umgesetzt.
  • Den Trinkwasserverbrauch hat die Credit Suisse an ihren Schweizer Standorten im Jahr 2018 mit der Installation von Strahlreglern an den Wasserhähnen gesenkt. Strahlregler reduzieren den Wasserdurchfluss am Hahn um etwa 30 bis 60 Prozent, ohne den Komfort beim Händewaschen zu beeinträchtigen. Die Massnahme trug dazu bei, unseren Trinkwasserverbrauch über das gesamte Schweizer Liegenschaftenportfolio um rund 9'000 m3 zu verringern.
  • Am Standort Locarno haben wir die bestehende Ölheizung durch eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt, die sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen des Gebäudes dient. Durch die effizientere Energienutzung haben wir eine jährliche Energieeinsparung von rund 200'000 kWh erzielt. Neben dem Energieverbrauch hat die Ersetzung fossiler Brennstoffe durch Ökostrom auch die CO2-Emissionen des Gebäudes deutlich verringert.
  • Allen Mitarbeitenden in London haben wir 2018 einen «Keep Me»-Becher mit dem Logo der Credit Suisse überreicht. Dies dürfte dazu beitragen, dass auf dem Campus London jährlich deutlich weniger Papp- und Plastikbecher für Kaffee und Wasser verbraucht werden. Per Ende 2018 waren es 1,1 Millionen.
  • Ebenfalls 2018 wurde die Credit Suisse UK vom Carbon Trust in Grossbritannien rezertifiziert, der unabhängige Zertifizierungen von Organisationen in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen und ihre Treibhausgasemissionen anbietet. Die Zertifizierung erfordert ein gutes CO2-Management, einschliesslich der korrekten Messung und einer Reduzierung des CO2-Ausstosses des Unternehmens. Die Rezertifizierung der Credit Suisse UK erfolgte aufgrund einer absoluten Verringerung unseres CO2-Ausstosses in der Compliance-Periode von Anfang 2016 bis Ende 2017 um 10,3 Prozent. Darüber hinaus erhielten wir erstmals auch eine Zertifizierung für die erfolgreiche Erfüllung der Anforderungen des Carbon Trust Waste Standard. Hierzu hatten wir unser absolutes Abfallaufkommen in den letzten zwei Jahren von Dezember 2015 bis Dezember 2017 kontinuierlich um 25,7 Prozent reduziert.
  • Die umfassende Modernisierung des Campus London der Credit Suisse befindet sich in der letzten Phase. Das Vorhaben («Projekt Endeavour») umfasst verschiedene Energiesparmassnahmen. In der Bauphase wurden mehrere Initiativen umgesetzt, um die BREEAM-Zertifizierung (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) zu unterstützen. Im Rahmen des Projekts Endeavour konnten wir durch den Austausch der Altinfrastruktur im Gebäude 1 Cabot Square in den Jahren 2018 und 2019 Energieeinsparungen erzielen.
  • In den USA haben wir die Zahl unserer Unternehmensrechenzentren von vier auf drei reduziert. Der Wegfall eines Rechenzentrums führte zu Energieeinsparungen von 405 kW in unserem US-Rechenzentrumsbestand und gleichzeitig zu einer besseren Auslastung der drei verbliebenen Zentren.
  • Die Credit Suisse nahm die NYC Carbon Challenge, eine Initiative des Bürgermeisters von New York, für ihre Büroräume für das Jahr 2013 an. Wir haben uns verpflichtet, die Emissionen unseres New Yorker Standorts im Flatiron District in Manhattan bis 2023 gemessen an den Werten aus 2006 um 40 Prozent zu verringern. 2016 hat die Credit Suisse das Ziel dieser Herausforderung dank ihrer kontinuierlichen Verringerung der CO2-Intensität in den vorangegangenen zehn Jahren vollständig erreicht. Wir konnten dieses Ergebnis erzielen, indem wir durch kontinuierliche Operational Diligence und Innovationen einen konsistenten Rückgang der Treibhausgasemissionen aufrechterhalten haben. Wir haben ein umfassendes Sanierungsprogramm durchgeführt, dessen Schwerpunkt auf architektonischen und technischen Innovationen lag, darunter die vollständige Umstellung auf LED-Beleuchtung mit integrierter Tageslichtsteuerung. Weitere Massnahmen:
    • Steigerung der Produktivität der Gebäudefläche durch Einführung aktivitätsbezogener Arbeitsplätze (Activity-Based Working)
    • Einführung automatischer Präsenzmelder zur Verringerung des Stromverbrauchs von angeschlossenen Lasten
    • Senkung des Energieverbrauchs der IT-Ausrüstung durch Desktop- und Netzwerk-Upgrades
    • Optimierung der Klimaanlagen und Belüftungssysteme durch Effizienzverbesserungen und einfachere Konfigurationen
    • Verbesserung der Steuerungssequenzen von mechanischen und elektrischen Systemen zur Steigerung der Systemeffizienz
    • Verringerung des Spitzenstrombedarfs durch automatische Steuerung des Elektromotorbetriebs

Umwelt-Performance-Daten im Bereich Betriebsökologie

VfU-Kennzahlen zur Betriebsökologie 2018 gemäss GRI Standards und GHG-Protokoll finden sie hier.