Umwelt Biodiversität & natürliches Kapital

Biodiversität & natürliches Kapital

Zum Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung gehört für die Credit Suisse auch der Schutz der Biodiversität. Die Vielfalt des Lebens und der natürlichen ökologischen Prozesse ist von grosser Bedeutung. Die Artenvielfalt wird jedoch durch Raubbau, den Verlust von Lebensraum, den Klimawandel sowie invasive Arten bedroht.

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt des Lebens und seiner Prozesse. Sie umfasst die Artenvielfalt von Lebewesen, Ökosystemen und Lebensräumen. Intakte Ökosysteme und Biodiversität leisten der Menschheit und der Wirtschaft wertvolle Dienste: Sie liefern Rohstoffe, Nahrungsmittel oder medizinische Substanzen, sie filtern Schadstoffe, speichern Kohlendioxid und unterstützen die Regeneration der Böden. Die Methoden zur Bewertung dieses natürlichen Kapitals sowie der Kosten, die eine verringerte Artenvielfalt und verminderte Leistungsfähigkeit dieser Ökosysteme nach sich ziehen, müssen dabei stetig weiterentwickelt werden. Als Finanzdienstleister sind wir überzeugt, dass die Entwicklung finanzieller Bewertungsmethoden unverzichtbar ist für eine angemessene Nutzen-Risiko-Bewertung wirtschaftlicher Aktivitäten, die von den Leistungen der Biodiversität abhängig sind.

Projekte und Aktivitäten

Wir führen diverse Aktivitäten durch, um unsere Mitarbeitenden in Sachen Biodiversität zu sensibilisieren und stehen in einem regelmässigen Dialog zum Thema mit einer Vielzahl von NGOs sowie mit Unternehmen des Privatsektors. 2017 haben wir uns an einer Reihe von internationalen Diskussionen zum Thema nachhaltige Landnutzung und Agrarwirtschaft beteiligt. Dazu gehörten beispielsweise Workshops der ASEAN Bankers Association und der Bursa Malaysia zu nachhaltiger Finanzierung. Darüber hinaus organisierte die Credit Suisse das Asia Pacific Land Use Forum (APLUF) in Bangkok, an dem verschiedene Anspruchsgruppen über Risiken und mögliche Lösungen bei der Planung und Steuerung land- und forstwirtschaftlicher Aktivitäten diskutierten. Wir beteiligten uns ferner an einer Podiumsdiskussion mit NGOs und anderen Banken anlässlich der Vorstellung des WWF-Berichts in London über den Beitrag der Banken zum Schutz der Welterbestätten. Überdies bauten wir unsere Rolle als Berater des Sustainable Palm Oil Transparency Toolkit (SPOTT) aus, indem wir dem beratenden Fachausschuss für die SPOTT-Toolentwicklung im Bereich Holz, Zellstoff und Papier beitraten. Zudem verstärkten wir unsere Beratungstätigkeiten für Kunden im Bereich Biodiversität.

Naturschutzfinanzierung (Conservation Finance)

Für die Erhaltung natürlicher Lebensräume und Prozesse, die das Überleben von Menschen, Tieren und anderen Spezies gewährleisten, ist bedeutend mehr Kapital notwendig, als bisher eingesetzt wird. Die Credit Suisse hat bei der Naturschutzfinanzierung (Conservation Finance) eine Vorreiterrolle eingenommen. Naturschutzfinanzierung konzentriert sich auf die Schaffung neuer, langfristiger und diversifizierter Ertragsquellen zum Erhalt der Biodiversität und natürlicher Ökosysteme. Im Jahr 2016 waren wir Mitbegründer der Coalition for Private Investment in Conservation (CPIC), die wir bis Ende 2017 in Zusammenarbeit mit dem CPIC-Steuerungsausschuss leiteten. Ziel dieser Initiative ist, mit der Entwicklung von Anlagekonzepten für neue renditeorientierte Anlageprodukte in diesem Sektor einen Beitrag zur Erhaltung von Ökosystemen zu leisten. Darüber hinaus sind wir seit fünf Jahren Gastgeber der Credit Suisse Annual Conservation Finance Conference in New York, an der Spezialisten Lösungsansätze zur Weiterentwicklung der Naturschutzfinanzierung diskutieren. Anfang 2014 publizierte die Credit Suisse eine in Zusammenarbeit mit dem WWF und McKinsey verfasste Studie über innovative privatwirtschaftliche Finanzierungsstrukturen im Bereich Naturschutzfinanzierung (Conservation Finance) sowie über die Hindernisse und Chancen bei der Erweiterung entsprechender Ansätze. Im Dezember 2014 lancierten wir schliesslich mit den Nature Conservation Notes ein Produkt in diesem Bereich und setzten unser Engagement seither kontinuierlich fort. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.

Habitat Mapping (Kartierung von Lebensräumen)

Seit 2014 beraten wir die Zoologische Gesellschaft von London (Zoological Society of London, ZSL) bei der Entwicklung ihres kostenlosen und interaktiven Toolkits zum Thema Transparenz in der Produktion von nachhaltigem Palmöl. Das Toolkit kombiniert satellitenbasierte Kartierungstechnologie mit Einschätzungen zur Nachhaltigkeit der grössten börsenkotierten Palmölproduzenten. Die Credit Suisse nutzt SPOTT bei der Prüfung von Nachhaltigkeitsrisiken, und wir regen unsere Kunden dazu an, an der Weiterentwicklung des Projekts teilzunehmen.