Bankgeschäft Vereinbarungen und Mitgliedschaften

Vereinbarungen und Mitgliedschaften

Die Credit Suisse bringt sich weltweit in Nachhaltigkeitsnetzwerken und -initiativen ein:

Der UN Global Compact ist eine freiwillige Vereinbarung zur verantwortungsvollen Unternehmensführung. Dabei bekennen sich über 9'600 Unternehmen aus 161 Ländern zu zehn Prinzipien bezüglich Menschenrechten, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Die Credit Suisse gehörte im Jahr 2000 zu den Erstunterzeichnern dieser weltweit grössten Vereinbarung zur verantwortungsvollen Unternehmensführung. Als aktives Mitglied informieren wir jährlich über unsere Fortschritte bei der Implementierung der zehn Prinzipien und beteiligen uns aktiv im Global Compact Netzwerk Schweiz.

Detaillierte Informationen zur Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact bei der Credit Suisse finden Sie im Bericht Unternehmerische Verantwortung 2017 (PDF).

Die Finanzinitiative des UNO-Umweltprogramms ist eine globale Partnerschaft mit mehr als 200 Banken, Versicherern und Investoren, welche damit die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Finanzsektor fördern möchten. Die Credit Suisse zählte 1992 zu den Erstunterzeichnern der UNEP-Erklärung der Finanzinstitute zur nachhaltigen Entwicklung. In dieser Erklärung anerkennen die Unterzeichnenden die Wechselwirkung zwischen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft und verpflichten sich zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Zur Unterstützung unserer Verpflichtung, alle massgeblichen Gesetze, Verordnungen und Vorschriften einzuhalten, die für unsere Geschäftsbereiche bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung anwendbar sind, ist die Credit Suisse eines der Gründungsmitglieder der Wolfsberg-Gruppe. Die Wolfsberg-Gruppe ist eine Vereinigung von 13 global tätigen Banken mit dem Ziel, Rahmenbedingungen und Vorgaben für das Management von Finanzkriminalitätsrisiken zu entwickeln, insbesondere betreffend Richtlinien zum Know-Your-Customer-Prinzip, zur Prävention von Geldwäscherei und zur Terrorismusfinanzierung.

Die Equator Principles sind ein freiwilliges Rahmenwerk für den Umgang mit ökologischen und sozialen Risiken, das Banken bei der Finanzierung grosser Industrie- und Infrastrukturprojekte anwenden. Sie basieren auf den Performance-Standards zu sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit der International Finance Corporation (IFC) sowie auf den Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien der Weltbankgruppe. Über 90 internationale Finanzdienstleister haben die Equator Principles unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich, Industrie- und Infrastrukturprojekte vor einer Finanzierungs- oder Beratungszusage mittels Verträglichkeitsprüfung analysieren zu lassen und Kunden aufzufordern, mögliche negative Folgen der Projekte durch konkrete Massnahmen zu reduzieren.

Die Credit Suisse gehörte 2003 zu den Erstunterzeichnern der Equator Principles (EP). Wir wenden die Equator Principles auf alle relevanten Transaktionen an, etwa in der Projektfinanzierung oder der Vergabe von Krediten. Darüber hinaus sind wir Mitglied im Steuerungsausschuss der EP und fungierten 2017 innerhalb dieser Vereinigung als Regionalvertretung für Europa.

Die Fachstelle Sustainability Affairs der Credit Suisse trägt die globale Verantwortung für die Beurteilung von Equator-Principles-Transaktionen sowie für alle anderen Transaktionen, welche potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken beinhalten. Dazu gehört auch die Ausbildung und Beratung der zuständigen Business-Teams hinsichtlich der korrekten Anwendung der Equator Principles und dem Management von Nachhaltigkeitsrisiken.

Unsere Sektorweisungen und -richtlinien erfordern, dass Equator-Principles-Transaktionen zwecks Überprüfung an Sustainability Affairs eingereicht werden. Für den Fall, dass erhebliche ökologische und soziale Risiken mit einer Transaktion identifiziert werden, verlangen diese Richtlinien, dass diese potenzielle Transaktion im Rahmen des bankweit standardisierten Reputations-Risiko-Prüfungs-Prozesses geprüft und vom Senior Management genehmigt wird.

Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl fördert den Anbau und den Gebrauch von nachhaltigen Palmölprodukten durch globale Standards und durch die Einbindung von verschiedenen Anspruchsgruppen über die gesamte Lieferkette hinweg. Die Ziele des RSPO werden von mehr als 3'700 Mitgliedern aus der Wertschöpfungskette des Palmöls, von Palmölproduzenten und -händlern bis hin zu Einzelhändlern und Nichtregierungsorganisationen, unterstützt. Die Credit Suisse ist seit 2010 Mitglied des RSPO.

2014 hat die Credit Suisse die von den Vereinten Nationen unterstützten Principles for Responsible Investment unterzeichnet. Dieses freiwillige, von Investoren initiierte Rahmenwerk hilft den Unterzeichnenden dabei, ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Nachhaltigkeit zu entwickeln sowie Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen in Anlageentscheidungen zu berücksichtigen. Als Unterzeichner der PRI betonen wir unsere Verpflichtung, im besten langfristigen Interesse unserer Kunden zu handeln und zu diesem Zweck ESG-Kriterien in unsere Anlageprozesse und -entscheidungen einzubeziehen.

Im Januar 2014 hat ein Bündnis von 13 Investment-Banken die Lancierung der Green Bond Principles (GBP) angekündigt. Diese sind freiwillige Leitlinien zur Entwicklung und Herausgabe grüner Anleihen. Die Credit Suisse hat die GBP im April 2014 formell unterschrieben. Die Leitlinien fordern Transparenz, Offenlegung und Integrität bei der Entwicklung des Marktes für grüne Anleihen. Weiter schlagen sie einen Prozess zur Bestimmung, Offenlegung, Verwendung und Berichterstattung bezüglich der verwendeten Einnahmen grüner Anleihen vor.

Die Climate Bond Initiative (CBI) ist die weltweit führende Organisation in Bezug auf Bereitstellung von Marktdaten und Interessenvertretung im Bereich der grünen Anleihen. Die Strategie der CBI ist es, einen grossen und liquiden Markt für Green und Climate Bonds zu entwickeln. Dies soll dabei helfen, die Kapitalkosten für Klimaprojekte in Industrie- und Schwellenländern zu senken, Aggregationsmechanismen für fragmentierte Sektoren zu entwickeln, sowie Regierungen dabei zu unterstützen, Fremdkapitalmärkte zu erschliessen.

Die Coalition for Private Investment in Conservation (CPIC) ist eine globale Initiative verschiedener Akteure mit dem Ziel, die Voraussetzungen für eine wesentliche Steigerung renditeorientierter Privatinvestitionen in den Naturschutz zu schaffen. Die CPIC ist bestrebt, die Steigerung der Naturschutzinvestitionen durch Erstellung von Mustern («Blaupausen») für die erfolgreiche Umsetzung investitionsgeeigneter dringlicher Naturschutzprojekte zu erleichtern. Ausserdem will sie den Trägern geplanter Naturschutzprojekte Unterstützung bei der Strukturierung von Transaktionen vermitteln und die an der Umsetzung solcher Projekte beteiligten Parteien mit Investoren zusammenbringen, damit sie investitionsgeeignete Transaktionen abschliessen. Im Jahr 2016 gehörten wir zu den vier Gründungsmitgliedern dieser sektorübergreifenden Initiative, und als Mitglied des Steuerungsausschusses der CPIC unterstützten wir diese in ihren Anfangsaktivitäten und waren an ihrer Entwicklung von Investitionsplänen im Bereich der nachhaltigen Fischerei beteiligt.

Als Verband mit rund 350 beteiligten Schweizer Unternehmen sowie anderer Organisationen und Institutionen unterstützt öbu seine Mitglieder dabei, Nachhaltigkeitsmanagement als strategisches Instrument zur Weiterentwicklung des Unternehmens zu nutzen.