Bankgeschäft Vereinbarungen und Mitgliedschaften

Vereinbarungen und Mitgliedschaften

Die Credit Suisse bringt sich weltweit in Nachhaltigkeitsnetzwerken und -initiativen ein:

Der UN Global Compact ist eine freiwillige Vereinbarung der UNO, die bei Unternehmen weltweit die verantwortungsvolle Unternehmensführung fördert. Dabei bekennen sich über 9'900 Unternehmen aus rund 160 Ländern zu zehn Prinzipien bezüglich Menschenrechten, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.  Der UN Global Compact unterstützt Unternehmen dabei, ihre Strategie und ihre Geschäftstätigkeit auf diese Ziele abzustimmen und damit auch auf breitere soziale Ziele, wie etwa die UNO-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) hinzuarbeiten. Die Credit Suisse gehört zu den Unterzeichnern dieser führenden internationalen Initiative seit ihrer Einführung im Jahr 2000. Wir sind aktives Mitglied des Global Compact Network Switzerland und informieren jährlich über die Fortschritte, die wir bei der Umsetzung der zehn Prinzipien gemacht haben.

Detaillierte Informationen zur Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact bei der Credit Suisse finden Sie im Bericht Unternehmerische Verantwortung 2018 (PDF).

Die Finanzinitiative des UNO-Umweltprogramms ist eine globale Partnerschaft mit mehr als 240 Banken, Versicherern und Investoren, welche damit die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Finanzsektor fördern möchten. Die Credit Suisse zählte 1992 zu den Erstunterzeichnern der UNEP-Erklärung der Finanzinstitute zur nachhaltigen Entwicklung. In dieser Erklärung anerkennen die Unterzeichnenden die Wechselwirkung zwischen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft und verpflichten sich zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Zur Unterstützung unserer Verpflichtung, alle massgeblichen Gesetze, Verordnungen und Vorschriften einzuhalten, die für unsere Geschäftsbereiche bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung anwendbar sind, ist die Credit Suisse eines der Gründungsmitglieder der Wolfsberg-Gruppe. Die Wolfsberg-Gruppe ist eine Vereinigung von 13 global tätigen Banken mit dem Ziel, Rahmenbedingungen und Vorgaben für das Management von Finanzkriminalitätsrisiken zu entwickeln, insbesondere betreffend Richtlinien zum Know-Your-Customer-Prinzip, zur Prävention von Geldwäscherei und zur Terrorismusfinanzierung. Die Credit Suisse beteiligt sich weiterhin aktiv an der Wolfsberg-Gruppe, da wir die neuesten Risiken und Kontrollen im Bereich der Finanzkriminalität verstehen und gleichzeitig mit wichtigen Entwicklungen der Regulierung und der Märkte Schritt halten wollen.

Die Equator Principles (EP) sind ein freiwilliges Rahmenwerk für den Umgang mit ökologischen und sozialen Risiken, das Banken bei bestimmten Arten der Finanzierung grosser Industrie- und Infrastrukturprojekte anwenden. Wir wenden die Equator Principles auf alle relevanten Transaktionen an, etwa in der Projektfinanzierung oder der Vergabe von Krediten. Sie basieren auf den Performance-Standards zu sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit der International Finance Corporation (IFC) sowie auf den Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien der Weltbankgruppe. Über 90 internationale Finanzdienstleister haben die Equator Principles unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich, relevante Industrie- und Infrastrukturprojekte vor einer Finanzierungs- oder Beratungszusage in Bezug auf ökologische und soziale Auswirkungen analysieren zu lassen und Kunden aufzufordern, mögliche negative Folgen von Projekten in diesem Bereich durch konkrete Massnahmen zu reduzieren.

Die Credit Suisse gehörte 2003 zu den Erstunterzeichnern der Equator Principles (EP). 2018 feierten die Equator Principles, die seit ihrer Einführung einen starken Einfluss auf den Projektfinanzierungsmarkt haben, ihr 15. Jubiläum. Im letzten Jahr haben die Finanzinstitute der Equator Principles einen Prozess für die Überarbeitung der Prinzipien angestossen. Die Credit Suisse trug aktiv zu den dazugehörigen Diskussionen bei. Ausserdem haben wir unser Engagement im Steuerungsausschuss der Equator Principles Association fortgesetzt und waren innerhalb der Vereinigung als Regionalvertretung für Europa tätig.

Die Fachstelle Sustainability Affairs der Credit Suisse trägt die globale Verantwortung für die Beurteilung von Equator-Principles-Transaktionen sowie für alle anderen Transaktionen, welche potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken beinhalten. Dazu gehört auch die Ausbildung und Beratung der zuständigen Business-Teams hinsichtlich der korrekten Anwendung der Equator Principles und dem Management von Nachhaltigkeitsrisiken.

Unsere Sektorweisungen und -richtlinien erfordern, dass Equator-Principles-Transaktionen zwecks Überprüfung an Sustainability Affairs eingereicht werden. Für den Fall, dass erhebliche ökologische und soziale Risiken mit einer Transaktion identifiziert werden, verlangen diese Richtlinien, dass diese potenzielle Transaktion im Rahmen des bankweit standardisierten Reputations-Risiko-Prüfungs-Prozesses geprüft und vom Senior Management genehmigt wird.

Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl ist der führende Zertifizierungsstandard für Palmöl und fördert den Anbau und den Gebrauch von nachhaltigen Palmölprodukten durch globale Standards und durch die Einbindung von verschiedenen Anspruchsgruppen über die gesamte Lieferkette hinweg. Die Ziele des RSPO werden von mehr als 4'000 Mitgliedern aus allen Teilen der Wertschöpfungskette des Palmöls, von Palmölproduzenten und -händlern bis hin zu Einzelhändlern und Nichtregierungsorganisationen, unterstützt. Die Credit Suisse ist seit 2010 Mitglied des RSPO. Die Weisung der Credit Suisse zu Forst- und Agrarwirtschaft beinhaltet Anforderungen in Bezug auf die RSPO-Mitgliedschaft und -Zertifizierung und verlangt von unseren Kunden entsprechende Verpflichtungen.

2014 hat die Credit Suisse die von den Vereinten Nationen unterstützten Principles for Responsible Investment unterzeichnet. Dieses freiwillige, von Investoren initiierte Rahmenwerk hilft den Unterzeichnenden dabei, ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Nachhaltigkeit für ihre Geschäftstätigkeit zu entwickeln sowie Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen in Anlageentscheidungen zu berücksichtigen. Als Unterzeichner der PRI betonen wir unsere Verpflichtung, im besten langfristigen Interesse unserer Kunden zu handeln und zu diesem Zweck ESG-Kriterien in unsere Anlageprozesse und -entscheidungen einzubeziehen.

Die Green Bond Principles (GBP) wurden 2014 von einem Bündnis von 13 Investment-Banken lanciert und im selben Jahr von der Credit Suisse unterzeichnet. Diese sind freiwillige Leitlinien zur Entwicklung und Herausgabe grüner Anleihen. Die Credit Suisse hat die GBP im April 2014 formell unterschrieben. Die Leitlinien fordern Transparenz, Offenlegung und Integrität bei der Entwicklung des Marktes für grüne Anleihen. Weiter schlagen sie einen Prozess zur Bestimmung, Offenlegung, Verwendung und Berichterstattung bezüglich der verwendeten Einnahmen grüner Anleihen vor.

Die Climate Bond Initiative (CBI) ist die weltweit führende Organisation in Bezug auf Bereitstellung von Marktdaten und Interessenvertretung im Bereich der grünen Anleihen. Die Strategie der CBI ist es, einen grossen und liquiden Markt für Green und Climate Bonds zu entwickeln. Dies soll dabei helfen, die Kapitalkosten für Klimaprojekte in Industrie- und Schwellenländern zu senken, Aggregationsmechanismen für fragmentierte Sektoren zu entwickeln, sowie Regierungen dabei zu unterstützen, Fremdkapitalmärkte zu erschliessen.

Als Verband mit über 300 beteiligten Schweizer Unternehmen sowie anderer Organisationen und Institutionen unterstützt Öbu seine Mitglieder dabei, Nachhaltigkeitsmanagement als strategisches Instrument zur Weiterentwicklung des Unternehmens zu nutzen.