Sorgenbarometer – Fragen zur Migration
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Sorgenbarometer – Fragen zur Migration

Die Publikation «Kompass für die Schweiz – Ein Blick in die politische Zukunft mit dem Sorgenbarometer der Credit Suisse» setzt sich im Oktober mit dem Thema Migration auseinander. Flavia Kleiner und Luzi Stamm diskutieren in zwei Texten, wie sich die Einwanderung auf die Wirtschaft und Identität der Schweiz auswirkt.

Migrationsrelevante Fragen nehmen im Sorgenbarometer der Credit Suisse seit Jahren eine wichtige Rolle ein. Speziell das Problembewusstsein rund um Ausländerfragen hat sich seit 2009 stark aufgebaut. Flüchtlings- und Asylfragen hingegen haben langfristig betrachtet kontinuierlich an Relevanz eingebüsst.

Bei der Frage zum künftigen Verhältnis zur EU sprach sich 2014 eine klare Mehrheit der Befragten (66 Prozent) für die Fortführung des bilateralen Weges aus – trotz dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative. Einen EWR-Beitritt unterstützten nur 41 Prozent, eine Kündigung der bilateralen Verträge gerade noch 31 Prozent. Chancenlos erscheint im Vergleich jedoch ein EU-Beitritt: Lediglich 14 Prozent würden dies wollen.

Trend Problembewusstsein 1998 bis 2004

Trend Problembewusstsein 1998 bis 2004

Migrationsrelevante Fragen (in % Stimmberechtiger)

1 Ausländerlnnen / Integration (bis 2008) – Ausländerlnnen / Integration / Personenfreizügigkeit (ab 2009): Quelle: gfs.bern (2014). Credit Suisse Sorgenbarometer 2014. Schlussbericht

In den nachfolgenden Gastbeiträgen (s. Box mit Link zum PDF) äussern sich Flavia Kleiner, Co-Präsidentin der liberalen Bewegung Operation Libero, und Luzi Stamm, Vizepräsident der SVP und der AUNS sowie Aargauer Nationalrat, zu dieser Thematik. Sie gehen dabei der Frage nach, wie sich die Diskrepanz zwischen unserer wirtschaftlichen und kulturellen Offenheit mit der gleichzeitigen Angst vor dem Fremden erklären lässt und welche Denkanstösse daraus für Politik und Wirtschaft abgeleitet werden können.