Europa trifft Asien
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Europa trifft Asien

Seit zwei Jahrzehnten liefert die Asian Investment Conference (AIC), die grösste und exklusivste Investment-Konferenz in der Region, Denkanstösse und Erkenntnisse zu globalen Themen sowie unübertroffenen Zugang zu fachkundigen Referenten aus aller Welt. Und auch dieses Jahr war es nicht anders. Über 3000 Teilnehmer kamen mit hochkarätigen Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam mit der Credit Suisse das 20-jährige Jubiläum der Veranstaltung zu feiern.

Die AIC ist nicht nur wegen ihrer Einzigartigkeit im asiatischen Raum ein ausserordentlicher Anlass. Sie bringt auch Kunden aus aller Welt das Thema „Asien“ auf greifbare Art und Weise näher. Einer, der sich dieser Tatsache sehr bewusst ist, ist Claudio de Sanctis, Leiter des Europa-Geschäfts im Private Banking der Credit Suisse. Dank seiner mehrjährigen Tätigkeit in Asien kennt de Sanctis die Region in- und auswendig. Jedes Jahr nimmt eine immer grössere Zahl von vermögenden und sehr vermögenden europäischen Kunden, darunter professionelle Anleger, Unternehmer und Family Offices, sowie von potenziell zukünftigen Kunden aus Europa an der Konferenz teil. «Der grosse Vorteil für unsere Kunden ist, dass sie aus erster Hand über die Trends in Asien informiert werden und so verstehen, was in der Region vor sich geht. Die Verbindungen, die sie durch den direkten Kontakt mit Gleichgesinnten aus Asien – seien es Unternehmer oder Politiker – aufbauen, stellen eine einzigartige Gelegenheit für sie dar», so Claudio de Sanctis.

AIC: Europa trifft Asien

Quelle: Credit Suisse

Ein Kontinent mit enormen Chancen ...

In einer anregenden Rede legte der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy an der AIC dar, dass sich die globale Achse der Welt vom Westen nach Asien verlagert habe. Eine Analyse, die durch den neuesten Global Wealth Report der Credit Suisse gestützt wird. Der Bericht untersuchte die Entwicklung und die regionale Verteilung des Vermögens privater Haushalte in den Jahren 2000 bis 2016. Und kommt zum Schluss, dass sich das Gesamtvermögen privater Haushalte seit der Jahrtausendwende weltweit verdoppelt hat. Ein herausragender Teil davon ist in China zu verzeichnen, wo das Vermögen privater Haushalte seit dem Jahr 2000 ein Wachstum von 11 Prozent aufweist. Das entspricht einem Anstieg um das Fünffache im untersuchten 16-Jahres-Zeitraum. Heute entfallen auf China allein 9 Prozent des obersten Dezils der weltweiten Vermögensbesitzer, weit mehr als auf Frankreich, Deutschland, Italien oder Grossbritannien.

Jährliches durchschnittliches Vermögenswachstum in Prozent nach Region, 2000–2016

Jährliches durchschnittliches Vermögenswachstum in Prozent nach Region, 2000–2016

Quelle: James Davies, Rodrigo Lluberas und Anthony Shorrocks, Credit Suisse Global Wealth Databook 2016 

Mit dem Anstieg der wirtschaftlichen Entwicklung in Asien werden die Bande zwischen der europäischen Industrie und Asien ebenfalls zunehmend enger. Auch in diesem Bereich tut sich China klar hervor. So ist das Land beispielsweise für Deutschland heute der wichtigste Handelspartner in Asien. Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie tauschten die beiden Länder im Jahr 2015 Waren im Wert von nahezu EUR 163 Mia. aus. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum betrug der Wert der zwischen Deutschland und Indien gehandelten Waren EUR 17,3 Mia. Die Handelsströme zwischen Europa und Asien sind in den letzten zehn Jahren stark gewachsen und Asien ist heute die bedeutendste Handelsregion für die Europäische Union.

Handelsströme zwischen Europa und Asien, 2007–2016 (in Mia. EUR)

Handelsströme zwischen Europa und Asien, 2007–2016 (in Mia. EUR)

Quelle: Credit Suisse 

... und Opportunitäten auch für europäische Kunden

Private-Banking-Kunden aus dem Internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft der Credit Suisse (IWM) legen ebenfalls zunehmend im asiatischen Markt an – Tendenz steigend. Ein wesentlicher Vorteil für die Kunden der Bank ist dabei die Kombination des traditionellen Private-Banking-Geschäfts mit den Dienstleistungen des Asset Management oder Investment Banking. Gerade im Investment Banking ist die Credit Suisse in vielen asiatischen Ländern Marktführer.

«Es geht darum, umfassende Lösungen anzubieten, die genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichtet sind», so Michael Levin, Leiter Asset Management Asia Pacific bei der Credit Suisse. «Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Private Banking können wir spezifische Lösungen für sie entwickeln», erklärt er. Als Beispiele der Schöpfung von Mehrwert durch die bereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Credit Suisse nennt Levin die Joint Ventures mit ICBC in China und mit HDFC Asset Management in Indien, dem grössten Vermögensverwalter des Landes.

Claudio de Sanctis verfügt in Singapur über ein dediziertes Team von Kundenberatern, das sich um die Bedürfnisse von sehr vermögenden europäischen Private-Banking-Kunden mit Blick auf Asien kümmert. Sie bieten einem exklusiven Kundensegment die Möglichkeit, ihre Anlagen im asiatischen Markt zu diversifizieren und stellen die erforderlichen Kontakte vor Ort her, wenn beispielsweise ein Unternehmer oder ein Family Office in Asien expandieren möchte. «Erst kürzlich hat das Team in Singapur alle Verbindungen hergestellt, die für die Unterstützung eines grossen Family Office in Spanien beim Kauf eines Einkaufszentrums in Singapur erforderlich waren», erzählt Claudio de Sanctis.

Die AIC baut Brücken zwischen Ost und West

Wie die Ergebnisse des jüngsten CSRI Emerging Consumer Survey zeigen, blicken asiatische Konsumenten ihrer Zukunft sehr optimistisch entgegen. Über 40 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation in den nächsten sechs Monaten verbessert – und generell sei ein „Lifestyle Upgrade“ in Asien zu beobachten, so der Bericht. Dies wiederum führt zu Spielraum für Anlagen, beispielsweise in Europa.

Emerging Consumer Survey: Prozentzahl der Befragten (netto), die in den nächsten sechs Monaten eine Verbesserung ihrer persönlichen finanziellen Lage erwarten

Emerging Consumer Survey: Prozentzahl der Befragten (netto), die in den nächsten sechs Monaten eine Verbesserung ihrer persönlichen finanziellen Lage erwarten

Quelle: Emerging Consumer Survey 2017 

«Asiatische Anleger verfolgen die Entwicklungen in Europa sehr genau, darunter auch die anstehenden Wahlen in Frankreich. Dieses Jahr stand vor allem Europa im Zentrum der Diskussionen der Teilnehmer am AIC», erklärt Claudio de Sanctis. «Die AIC bietet daher auch die einzigartige Chance zur Besprechung der potenziellen Auswirkungen dieser Ereignisse und öffnet asiatischen Kunden die Tür für Akquisitionen in Europa.» So geschehen auch im letzten Jahr, als das Europa-Geschäft im IWM der Credit Suisse nach dem AIC die Verbindung für institutionelle Kunden aus Asien herstellte, die eine Minderheitsbeteiligung an einem europäisch geführten Immobilienunternehmen erwerben wollten. Mehrere Teams in Europa und Asien arbeiteten eng zusammen, um alle nötigen Parteien zusammenzubringen und das Geschäft in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro abzuschliessen. «Es geht vor allem darum, Verbindungen zu knüpfen und die richtigen Kontakte in einer diversifizierten und globalen Geschäftswelt herzustellen. Kein Anlass eignet sich besser dazu, als die AIC», so Claudio de Sanctis.