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Fed erhöht die Zinsen, gibt sich aber weniger restriktiv als befürchtet

Die US Federal Reserve hat am 15. März den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben, ihren Ausblick aber weitgehend unverändert beibehalten.

Die Erhöhung des Zielbands für die Federal Funds Rate um 25 Basispunkte, welche die US Federal Reserve (Fed) gestern geliefert hat, wurde weithin erwartet. Das Augenmerk richtete sich deshalb eher auf nennenswerte Änderungen in der geldpolitischen Stellungnahme oder in den eigenen Prognosen der Fed. Zur Erleichterung der Märkte war keine beachtenswertere Veränderung des politischen Kurses festzustellen: Der Wortlaut der geldpolitischen Stellungnahme wurde an manchen Stellen geringfügig angepasst, doch wurde der breite Konjunkturausblick der Fed im Grossen und Ganzen unverändert beibehalten.

Drei Erhöhungen pro Jahr 

Das Gleiche gilt für die Konjunkturprognosen: Die Prognosen für die Inflation, das BIP und die Arbeitslosenquote waren gegenüber den im Dezember 2016 abgegebenen Prognosen nahezu unverändert. Auch erwartet die Fed in den Jahren 2017, 2018 und 2019 immer noch drei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte, wodurch die Federal Funds Rate bis Ende 2019 auf den (unveränderten) langfristigen Wert von 3.0 Prozent steigen würde.

Unveränderter Konjunkturausblick 

In ihrer Pressekonferenz unterstrich Fed-Chefin Janet Yellen diese Botschaft der Kontinuität mit der Aussage, dass die Fed ihren Konjunkturausblick nicht geändert habe. Ferner wird die Fed wohl ihre Bilanzpolitik der Reinvestition fällig werdender Anleihen in ihrem Portfolio anpassen. Dieses Thema wurde zwar bei der März-Sitzung diskutiert, doch wurden bislang keine Entscheidungen getroffen. Alles in allem erwarten wir auf Basis unserer Einschätzung, dass die US-Wirtschaft wahrscheinlich leicht über Potenzial wachsen, sich der Arbeitsmarkt weiter verbessern und die Kerninflation nach und nach steigen wird und die Fed in diesem Jahr zwei weitere Zinserhöhungen um jeweils 25 Bp vornimmt.