Wo bieten sich die besten Chancen für Schweizer Exporteure?
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Wo bieten sich die besten Chancen für Schweizer Exporteure?

Asiatische Schwellenländer, die USA und Grossbritannien bieten 2016 gemäss Prognosen der Credit Suisse die besten Absatzchancen für Schweizer Exporteure. Die robuste konjunkturelle Entwicklung in diesen Märkten und die erwartete Abwertungstendenz des Schweizer Frankens in den nächsten zwölf Monaten dürften die ausländische Nachfrage nach Schweizer Gütern ankurbeln.

Die Exportaussichten für Schweizer Unternehmen präsentieren sich im Jahr 2016 in den asiatischen Schwellenländern am besten, allen voran in China. Für die kommenden zwölf Monate werden gemäss Prognosen der Credit Suisse für China ein Wirtschaftswachstum von 7 Prozent sowie eine Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem chinesischen Yuan um 6 Prozent erwartet. Dies dürfte die Nachfrage nach Schweizer Produkten hoch halten.

Die Top-Exportmärkte 2016

* Die Gewichtung bei der Rangierung (4/5 Wirtschaftswachstum 1/5 Wechselkursentwicklung) stammt aus einer historischen Analyse der Exportelastizitäten.

** Erwartete Aufwertung über 12 Monate gegenüber dem Wechselkurs vom 25.12.2015

Rang

Land

Durchschnittlich erwartetes Wachstum 2016 in %*

Erwartete Aufwertung der Landeswährung gegenüber CHF (1 Jahr) in %**

1

China

7.0

6.1

2

Indien

7.3

4.1

3

Philippinen

6.0

7.3

4

Malaysia

4.9

11.6

5

Mexico

2.8

18.5

6

Indonesien

4.9

9.8

7

Grossbritannien

2.5

12.6

8

Hongkong

2.4

11.4

9

USA

2.3

11.1

10

Australien

2.4

10.7

11

Neuseeland

2.4

9.2

12

Japan

1.1

13.7

13

Kanada

1.6

11.6

14

Türkei

2.8

6.7

15

Thailand

3.0

5.7

16

Singapur

2.1

7.9

17

Südkorea

2.9

4.3

18

Taiwan

2.5

4.3

19

Polen

3.5

0.1

20

Spanien

2.7

1.9

21

Norwegen

1.5

6.6

22

Schweden

2.7

0.5

23

Eurozone

1.7

1.9

24

Deutschland

Italien 

1.6

1.5 

1.9

1.9 

25

Russland

-0.5

9.4

26

Frankreich

1.3

1.9

27

Brasilien

-3.3

7.2

Quelle: Credit Suisse

USA bleibt Exportlokomotive

Ein Zugpferd für die Nachfrage nach Schweizer Produkten dürften auch die USA bleiben. Für die amerikanische Wirtschaft prognostiziert die Credit Suisse im Jahr 2016 ein Wachstum von 2,3 Prozent. Zudem dürfte sich der Franken in den nächsten zwölf Monaten zum US Dollar um etwa 11 Prozent abwerten.

Grossbritannien stark, Eurozone schwach

In Europa heben sich die Exportaussichten für Grossbritannien ab mit einem prognostizierten Wachstum der Wirtschaft um 2,5 Prozent und einer erwarteten Abwertung des Frankens gegenüber dem britischen Pfund um 13 Prozent. Verhalten dürfte demgegenüber die Nachfrage nach Schweizer Gütern in der Eurozone ausfallen, dem nach wie vor wichtigsten Absatzmarkt der Schweizer Unternehmen. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird für 2016 auf 1,7 Prozent geschätzt und der Franken dürfte sich gegenüber dem Euro leicht abwerten (2 Prozent).

Insgesamt moderates Wachstum

Das Credit Suisse Exportbarometer, das die handelsgewichtete ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten jeweils für das folgende Quartal abbildet, steht zurzeit bei einem Wert von 1.00 und damit exakt auf dem langjährigen Durchschnittswert. Das neue Jahr beginnt damit etwas besser als das alte geendet hat. 2015 betrug der Durchschnittswert des Exportbarometers 0.94. Der leicht schwächere Schweizer Franken und die erwartete Abwertungstendenz der nächsten Monate dürften zudem helfen, dass Schweizer KMU von den erwarteten Nachfrageimpulsen stärker profitieren können als im letzten Jahr. 

Credit Suisse Exportbarometer

Credit Suisse Exportbarometer. In Standardabweichungen, Wachstumsschwelle = 0

Quelle: Bloomberg, Datastream, PMIPremium, Credit Suisse / IDC