Supertrends: Millennials sind verantwortungsbewusste Anleger
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Supertrends: Millennials sind verantwortungsbewusste Anleger

Nachhaltigkeit, saubere Energie und Impact Investing sind den Millennials wichtig und gewinnen – auch aus Anlegersicht – an Bedeutung.

Fünfzig Prozent der Weltbevölkerung sind unter 34 Jahre alt. Die Wertvorstellungen dieser Generation – wir bezeichnen sie als Millennials – dürften zur Norm werden. Wir haben daher die Werte der Millennials (darunter Verantwortung für Soziales und Umweltschutz) als einen von fünf Supertrends definiert; diese Themen werden unseres Erachtens in den kommenden Jahren eine dominierende Rolle spielen und attraktive Anlagegelegenheiten bieten.

Kollektive Verantwortung

Als vernetzte und globale Generation fühlen sich Millennials kollektiv verantwortlich, sie sind engagiert und handeln entsprechend. Jüngste Studien von Nielsen und Deloitte verdeutlichen, dass Millennials bereit sind, mehr Geld für Produkte und Dienstleistungen auszugeben, die als nachhaltig gelten oder von Unternehmen hergestellt wurden, die sozialen und ökologischen Belangen Rechnung tragen. Da die Millennials eine rasch wachsende Konsumentengruppe darstellen, beeinflussen sie den Erfolg von Unternehmen durch ihre Produktwahl. Auch ihr Anlageverhalten wird durch ihr ausgeprägtes Verantwortungsgefühl beeinflusst. Aus unserer Sicht werden die Nutzniesser Unternehmen mit Top-ESG-Ratings (gemessen an ökologischen, sozialen und Governance-Kriterien) in den Bereichen erneuerbare Energie, Energiespeicherung sowie Elektrofahrzeugproduktion sein.

Energie im Fokus

Laut einer von Deloitte in den USA durchgeführten Studie haben sich Millennials am stärksten für höhere Strompreise zur Finanzierung der Entwicklung erneuerbarer Energien ausgesprochen. Tatsächlich zählen der Klimawandel und die globale Erwärmung zu den grössten Sorgen der Millennials. Die wesentlichen Auslöser der globalen Erwärmung sind Treibhausgasemissionen. Um den Ausstoss zu verlangsamen oder gar umzukehren, ist der «Cleantech»-Sektor entstanden, der unter anderem erneuerbare Energien, Elektrofahrzeuge und intelligente Gebäude umfasst und den Schwerpunkt auf Energieeffizienz legt.

Laut dem BP Energy Outlook 2017 entfielen 2015 rund 7 Prozent der globalen Stromerzeugung auf erneuerbare Energien (ohne Wasserkraft). Dieser Wert dürfte bis 2035 auf beinahe 20 Prozent steigen, was einem Wachstum der gesamten Stromerzeugung von 40 Prozent entspricht. Das starke Wachstum lässt sich hauptsächlich auf die geringeren Kosten zurückführen. Während sich der Kostenrückgang im Solarbereich verlangsamt hat, dürften die Kosten für Windkraft dank der erhöhten Leistungsfähigkeit von Windturbinen deutlich fallen.

Produktion ist das eine, Speichern das andere

Energiespeicherlösungen stellen einen wesentlichen Bestandteil zukünftiger Energiesysteme dar, die durch einen grösseren (und weniger vorhersagbaren) Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung geprägt sind. Die globale Energiespeicherkapazität beläuft sich derzeit auf rund 250 MW und dürfte bis 2023 auf 14'000 MW ansteigen. Angesichts des attraktiven Ausblicks für die Akkubranche wird derzeit der Bau von bis zu zwölf neuen Megafabriken geplant, um die aktuellen Fertigungskapazitäten bis 2020 zu verdreifachen.

Das dürfte auch den Trend hin zu Elektrofahrzeugen weiter fördern. Experten schätzen, dass die Durchdringung von Elektrofahrzeugen bis Anfang des nächsten Jahrzehnts zweistellige Werte erreichen wird (nach weniger als 1 Prozent im Jahr 2015). Laut der zweiten jährlichen Umfrage zu Elektrofahrzeugen der Consumer Federation of America zeigen 36 Prozent der Teilnehmer Interesse am Kauf eines Elektrofahrzeugs. Das grösste Interesse geht dabei von jungen Erwachsenen (18 – 34 Jahre) aus, von denen die Hälfte der Befragten den Kauf eines solchen Fahrzeugs in Erwägung zieht.