Ausgezeichnete Volunteers, grosse soziale Wirkung
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Ausgezeichnete Volunteers, grosse soziale Wirkung

Hilfe zur Selbsthilfe ist die nachhaltigste Form der Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern. Zwei Corporate Citizenship Preisträger führten bei der Credit Suisse ein innovatives Austauschprojekt ein.

Am 17. Juni 2016 sind in Zürich zehn in der Schweiz beschäftigte Mitarbeitende der Credit Suisse mit einem Corporate Citizenship Switzerland Award ausgezeichnet worden. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind besonders engagierte Volunteers, Projektorganisatoren oder regionale Volunteering Champions aus verschiedenen Landesgegenden. Auch das Corporate Citizenship Team in New York würdigte mit den Giving Back Awards seine herausragenden Akteure. Die Geehrten vertreten weltweit über 20'000 Mitarbeitende, die gemeinsam mit rund 700 Partnerorganisationen soziale und humanitäre Projekte unterstützen. Sie alle stehen für das gesellschaftliche Engagement der Bank und ihrer Mitarbeitenden, das zu einem wirtschaftlich stabilen und sozial intakten Umfeld beiträgt. Im Fokus sind dabei Programme, die einen Kompetenz- und Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitenden und den Zielgruppen – zum Beispiel Kinder und Jugendliche, benachteiligte Menschen oder Start-ups – ermöglichen.

Bildung als globales Engagement

Die globalen Schwerpunkte der Credit Suisse Corporate Citizenship Aktivitäten sind Microfinance und Bildung. Letztere ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum. Die Bank arbeitet eng mit internationalen Organisationen zusammen, um den Zugang zu Bildung und die Qualität der Angebote in Entwicklungsländern zu verbessern. Einer der Schweizer Preisträger hat einen engen Bezug zum Bereich Bildung: Stefan Scherrer aus Zürich, Managing Director im Bereich Asset Management, hat 2011 mit seinem Team die Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation B360 education partnerships aufgebaut. B360 organisiert einen Austausch von Studierenden und freiwilligen Dozenten zwischen Europa und dem südlichen Afrika. Hiesige Unternehmen bieten dreimonatige Praktika für Studierende aus diesen Ländern an. Die Praktikanten werden in ihre Gast-Teams integriert und arbeiten so schnell wie möglich produktiv mit. Seit 2011 haben 18 Studierende Praktika bei der Credit Suisse absolviert, die meisten davon aus Namibia. Im Gegenzug unterrichten Fachspezialisten mit einem akademischen oder Bildungshintergrund für durchschnittlich drei Wochen an einer Universität in Afrika. Die Fächer reichen dabei von Lebensmittelsicherheit über das Bauwesen bis hin zu den verschiedensten Wirtschafts- und Finanzthemen. Bis Ende 2016 werden 18 Mitarbeitende der Bank aus der Schweiz und aus London Einsätze geleistet haben, davon einer in Sambia, drei in Südafrika und 14 in Namibia.

Wenn ich in der Gesellschaft einen bedeutenden Beitrag leiste, dann könnt ihr stolz sein, denn ihr habt massgeblich dazu beigetragen.

Bupe Chitumbo

Wissen nützt der ganzen Gesellschaft

Sowohl die Dozierenden als auch die Praktikanten profitieren persönlich stark von diesen Erfahrungen, aber natürlich stehen immer die gesellschaftlichen Auswirkungen im Vordergrund. Für Stefan Scherrer ist klar: «Dieser Know-how-Transfer ist eine sehr sinnvolle Art, die Entwicklung der afrikanischen Länder zu unterstützen. Die praxisorientierte Ausbildung junger Leute trägt dazu bei, dass diese Länder sich im globalen Wirtschaftssystem besser behaupten und langfristig aus eigener Kraft wachsen können.» Diese Überzeugung decke sich auch mit dem Berufsweg ehemaliger Praktikanten, mit denen sein Team zum Teil gute Kontakte pflege, sagt Scherrer. Alle finden in der Heimat gute Jobs, einige sind heute bereits in Führungspositionen beschäftigt. Die meisten kommen aus sehr ärmlichen Verhältnissen und leisten mit dem erworbenen Wissen einen umso wichtigeren Beitrag in ihrem Umfeld. Diese jungen Menschen brennen darauf, das Gelernte anzuwenden und so ihrem Land zu helfen. Hileni Elago aus Namibia, zum Beispiel, sagte über ihr Praktikum bei Credit Suisse Global MACS 2014: «Mit dem Wissen und den Kompetenzen, die ich gesammelt habe, unterstütze ich mein Umfeld zu Hause. Mein Land braucht solchen Einfluss dringend für eine positive Entwicklung.» Ähnlich äusserte sich Bupe Chitumbo aus Sambia nach seinem Arbeitsaufenthalt bei Credit Suisse Real Estate im Frühjahr 2016: «Der Austausch mit meinem Team hat mir deutlich aufgezeigt, wie wichtig Innovation im Arbeitsumfeld ist. Wenn ihr irgendwann seht, wie ich in der Gesellschaft einen bedeutenden Beitrag leiste, dann könnt ihr stolz sein, denn ihr habt massgeblich dazu beigetragen.»

Freiwilliges Engagement ist nachhaltig

Stefan Scherrer ist überzeugt, dass solche Programme eine grosse Chance für Entwicklungsländer darstellen. Erfolgreiche Corporate-Citizenship-Programme gehen weit über die materielle Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen hinaus. Sie bedürfen des kontinuierlichen Einsatzes engagierter Einzelpersonen, die für die nötigen Strukturen und Angebote sorgen. Und damit schliesst sich der Kreis zu den Awards. Corporate Citizenship und damit das Volunteering sind für ein Unternehmen wie die Credit Suisse, das sich für starke Gemeinschaften rund um den Globus einsetzt, wichtige Instrumente zur Wahrnehmung ihrer sozialen Verantwortung.