Weiche Faktoren des Geldes. Harmonie und Erfolg für Familien.
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Weiche Faktoren des Geldes. Harmonie und Erfolg für Familien.

Jede Generation hat eigene Ansichten über Wohlstand. Für die erste bedeutet er Sicherheit, für die zweite Freiheit und für die dritte oft Verantwortung oder gar Bürde.

«Immer, wenn ein Vermögen innerhalb einer Familie weitergegeben wird, sind Emotionen im Spiel. Denn die ältere Generation gibt nicht nur einfach Geld weiter. Sondern etwas, das sie häufig selbst geschaffen hat und auf das sie stolz ist», erklärt Viola Steinhoff Werner, globale Leiterin des neuen Departements Next Generation and Families der Credit Suisse. Vor diesem emotionalen Dilemma steht aber nicht nur die ältere Generation. Auch die Erben werden damit konfrontiert: «Als Nachkomme verspürt man eine gewisse Verantwortung, nicht zu versagen und am Erfolg der Familie anzuknüpfen. Gleichzeitig möchte man eigene Ideen, Ziele und Träume verfolgen», so Viola Steinhoff Werner.

Wealth succession: challenges for the Next Generation and how to overcome them

Geld. Verantwortung. Druck für die nächste Generation.

Der richtige Umgang mit diesem Dilemma ist Teil des Young Investor Program (YIP), das die Credit Suisse vor über zehn Jahren in Zusammenarbeit mit Wolfgang Jenewein, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule St. Gallen (HSG), entwickelt hat. Einerseits vermittelt der Kurs der Nachfolgegeneration wohlhabender Kunden ein solides Verständnis für Finanzen und Anlagenverwaltung. Andererseits aber auch den Umgang mit emotionalen Aspekten rund ums Thema Geld. Wie dem Gefühl, bei einer Erbschaft den Familientraditionen verpflichtet zu sein. «Viele Eltern meinen in guter Absicht, dass es für die jüngere Generation die beste Option sei, das Familiengeschäft weiterzuführen. Doch damit laufen sie Gefahr, ihren Nachkommen Druck aufzusetzen. Und sie daran zu hindern, ihren wahren Leidenschaften zu folgen. Auf lange Sicht ist das für beide Seiten nicht vorteilhaft und kann die Familienharmonie ernsthaft gefährden», erläutert Wolfgang Jenewein.

Ein Türöffner für wohlhabende Familien. Verständnis über Generationen hinweg.

Wie können solche Konflikte vermieden werden? Für Prof. Jenewein ist klar: Vermögende Familien sollten offen über Geld und damit verbundenen Erwartungen sprechen: «Die meisten Familien gehen diesem Gespräch aus dem Weg. Aber: Spricht man diese ‹weichen Faktoren› nicht an, kann das leicht zu familiären Konflikten und letztlich dem Verlust des Familienvermögens führen.» Das YIP befasst sich aktiv mit diesem Thema. Dank der Exklusivität des Programms – die Anzahl Plätze ist limitiert – können sich die Teilnehmenden unter Gleichgesinnten austauschen. Das hilft, Selbstvertrauen aufzubauen und Wege zu finden, Erwartungen später gemeinsam mit den Familien zu besprechen.

Viola Steinhoff Werner hat in den letzten Jahren erfolgreich verschiedene Programme für vermögende Kunden und deren Familien lanciert. Mit Blick auf das YIP hebt sie die Tatkraft und den Ehrgeiz der Teilnehmenden hervor: «Diese jungen Leute wollen nicht einfach nur bessere Anleger oder Eigentümer werden. Sie haben eine klare Vision, etwas zu bewegen und die Welt nachhaltig zum Besseren zu verändern». Die Credit Suisse, so Steinhoff Werner, kann eine tragende Rolle spielen, Familien bei der Kommunikation zwischen den Generationen zu unterstützen. Einschliesslich ihrer finanziellen und nichtfinanziellen Bedürfnisse. «Wir können Familien die richtigen Experten inner- und ausserhalb der Bank vermitteln, und ihnen auf diese Weise helfen, die Vorstellungen aller Generationen zu berücksichtigen. Damit die Familienharmonie – und der geschäftliche Erfolg – über Generationen hinweg intakt bleibt».