Michael Strobaek: «Eine gesunde Korrektur ist gut für den Markt»
Neuste Artikel

Michael Strobaek: «Eine gesunde Korrektur ist gut für den Markt»

Wie stellt man sich auf volatilere Märkte ein?

Anfang Februar erlebten die Anleger eine von Inflationsängsten ausgelöste deutliche Marktkorrektur und einen sprunghaften Volatilitätsanstieg. Vor diesem Hintergrund fragten sich viele Investoren, wie sie sich positionieren sollten. Michael Strobaek liefert wertvolle Einschätzungen.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Während der Januar wegen seiner anhaltenden Rally an den Aktienmärkten aussergewöhnlich war, dürften die ersten Tage des Februars als Phase in Erinnerung bleiben, in der eine übermässige Gelassenheit der Marktteilnehmer und eine äusserst niedrige Volatilität ein abruptes Ende fanden.

Aktien und andere risikoreichere Anlagen wurden von einer Welle der Risikoaversion erfasst, nachdem ein starker US-Arbeitsmarktbericht steigende Inflationsängste geweckt hatte. Derweil sorgten Befürchtungen, wonach die US-Notenbank (Fed) ihre Geldpolitik möglicherweise stärker als erwartet straffen müsse, für einen deutlichen Renditeanstieg bei den Staatsanleihen.

Gesunde Korrektur

Allerdings zeigt unsere Analyse in der vorliegenden Ausgabe des Investment Monthly, dass wir es hier mit einer gesunden Korrektur zu tun haben. Vergessen wir zudem nicht, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin in hervorragender Verfassung befindet und dass eine graduelle Normalisierung der Geldpolitik und des konjunkturbedingten Inflationsdrucks eine natürliche Folge des starken Wachstums ist.

Wir glauben effektiv, dass die Kursrückschläge den Anlegern Kaufgelegenheiten eröffnet haben, zumal das zyklische und strukturelle Umfeld robust bleibt. Daher bestätigen wir unsere Beurteilung der wichtigsten Anlageklassen, insbesondere unsere positive Einschätzung von Aktien. Wir nutzen die Korrektur folglich zum Ausbau unserer Positionen in Schwellenländeraktien und Finanztiteln, die von höheren Zinsen profitieren. Zudem schafft auch die nicht nachhaltig hohe Volatilität eigene Anlagechancen.

Der Konjunkturaufschwung in der Eurozone könnte unseres Erachtens durchaus eine weitere EUR/USD-Aufwertung anstossen.