Michael Strobaek: «Wachstum dürfte robust bleiben»
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Michael Strobaek: «Wachstum dürfte robust bleiben»

Global CIO der Credit Suisse, Michael Strobaek, erläutert, was Investoren im zweiten Halbjahr erwartet.

Diskussionen über das Ende der sehr lockeren Geldpolitik haben sich in den vergangenen Wochen intensiviert. Wir rechnen damit, dass die US-Notenbank (Fed) im September den Beginn ihrer Bilanzverkürzung ankündigen wird. Zudem dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) anlässlich ihrer Sitzung im selben Monat bekannt geben, wie sie ihre monatlichen Wertschriftenkäufe ab 2018 zurückzufahren plant. Selbstverständlich haben die Märkte entsprechende Überlegungen zur Kenntnis genommen, wobei insbesondere die Anleihenrenditen markant reagierten. 

Telekommunikation hat Potenzial 

Insgesamt war es ein erfreuliches 1. Halbjahr, haben doch sowohl die Anleihen- als auch die Aktienmärkte Avancen verzeichnet, während die Weltwirtschaft konstant expandierte. Unserer Meinung nach wird das Wachstum auch künftig robust bleiben. Eine allgemein straffere Geldpolitik könnte zwar das Kurspotenzial von Aktien und Anleihen beschränken, es gibt aber dennoch Gelegenheiten, insbesondere in den Sektoren Telekommunikationsdienste, Gesundheitswesen und Energie. 

Obwohl wir Festverzinsliche als Ganzes weiterhin neutral beurteilen, sind Unternehmensanleihen nach wie vor attraktiv. Mit Blick auf alternative Anlagen bleiben wir optimistisch in Bezug auf Rohstoffe im Allgemeinen und Energierohstoffe im Besonderen. Darüber hinaus eröffnet der Supertrend «Silver Economy» langfristig ausgerichteten Anlegern vielversprechende Chancen.

Global CIO Video Juli 2017