Mamas Pasta ist auch in Deutschland die beste

Für ihren erfolgreichen Markteintritt in den gesättigten Lebensmittelmarkt Deutschland wurde PPura aus Dulliken am Aussenwirtschaftsforum von Switzerland Global Enterprise mit dem Export Award 2015 in der Kategorie Step-in ausgezeichnet.

Die beiden Cousins Cemal Cattaneo und Maurizio Floccari verfolgen eine erfolgreiche Karriere, der eine in einem Grossunternehmen, der andere als Sommelier. Doch im Jahre 2009 werfen sie alles hin und gründen ein eigenes Unternehmen – weil sie als italienische Feinschmecker keine Pasta und keine Pesto finden, die es mit den Kochkünsten ihrer Mütter auch nur annährend aufnehmen können. Ob sie mit ihrer Bio-Feinkost viel Geld verdienen können, war vorderhand nebensächlich. Es galt gewissermassen, eine kulinarische Mission zu erfüllen, die Welt an den exzellenten Produkten aus Mutters Küche teilhaben zu lassen. «Passione e Perfezione» lautet das Motto, das als PP in den Firmennamen Einzug gehalten hat und das gleichzeitig den Charakterzügen der beiden jungen Unternehmer entspricht. Cemal Cattaneo bringt eine nicht enden wollende Leidenschaft für gutes Essen mit, während Maurizio Floccari als unglaublicher Perfektionist gilt.

Anderthalb Jahre für Produktentwicklung

Beides ist nötig, um zu den verschiedenen Pasta- und Pestosorten oder Olivenölen zu kommen. Man wolle den Produkten die nötige Entwicklungszeit belassen, auch wenn dies bis zu anderthalb Jahre dauern könne, betonen die beiden. Doch das letzte Wort hinsichtlich der Marktreife haben ohnehin die beiden Mütter, deren Hausrezepte neben traditionellen italienischen Rezepten die Inspiration für die Produkte von PPura bilden. 

Cemal Cattaneo, Maurizio Floccari

Bioprodukte aus Apulien

Was ist denn das Besondere, das die Pasta und Pesto von PPura auszeichnet? «Der Inbegriff der italienischen Küche ist es, einfache Gerichte durch beste Zutaten besonders zu machen», erklärt Maurizio Floccari. «Damit steht unsere Küche interessanterweise der japanischen näher als der französischen. Für mich entstehen ultimative Geschmackserlebnisse immer wieder aufs Neue, wenn wir bei der Produktentwicklung nach langer Suche die perfekten Zutaten finden.» So hätten sie beispielsweise ganz Italien durchkämmt, um die wirklich beste Hartweizensorte für ihre Pasta zu finden, in Apulien, wo die Produkte in traditioneller Handarbeit hergestellt werden. «Wenn man nun», so Floccari, «mit geschlossenen Augen an unserer Pasta riecht, dann hat man die Weizenfelder Apuliens vor Augen. Und sie schmeckt auch richtig vollmundig-aromatisch.»

Cemal Cattaneo: «Wir würden nie aus Kostengründen bei den Zutaten Kompromisse eingehen oder billigere Ersatzlösungen suchen. Zudem lehnen wir grundsätzlich synthetische Geschmäcker beziehungsweise Aromastoffe und Geschmacksverstärker ab.» Das Bio-Label ist den beiden wichtig und die Qualität erlaubt auch, die Produkte zu einem höheren Preis zu verkaufen.

Mama als Qualitätslabel

Als Garantie für die Qualität der Produkte dient keine wissenschaftliche Analyse, sondern ganz lapidar der Hinweis auf die Mütter: «Wir versprechen dir, dass du von uns nur Produkte findest, die von unseren Müttern – für uns die zwei besten, aber auch kritischsten Köchinnen der Welt – als fast so gut wie die eigenen Kreationen empfunden werden. Sonst ziehen uns unsere Mammas die Ohren lang.»

Vertrieb aus der Schweiz

Das ist so einfach und ehrlich wie marketingtechnisch raffiniert und stellt der Vertriebszentrale im solothurnischen Dulliken ein gutes Zeugnis aus. Die vertrauliche Ansprache der Konsumenten lässt gewissermassen eine grosse Familie entstehen, und die Tatsache, dass die Mammas die Qualitätskontrolle übernehmen, lässt bei den Käuferinnen und Käufern Assoziationen zur eigenen Mutter aufkommen. Dies gilt auch für den wichtigen Exportmarkt Deutschland mit seinen rund 3000 Bio-Läden und 50'000 dezentral organisierten Retail-Outlets. PPura profitierte bei seinem Markteintritt einerseits von der hohen Affinität der Deutschen zur italienischen Küche und anderseits davon, dass auch in Deutschland «Futtern wie bei Muttern» als Qualitäts- und Identifikationslabel gilt. Und so war wohl eine logische Konsequenz, dass PPURA in Deutschland sogar als Biomarke des Jahres ausgezeichnet wurde.

Partnerschaften mit Hilfswerken

Ein weiteres Merkmal von PPura ist die Zusammenarbeit mit Hilfswerken wie foodwatch oder, in der Schweiz, Slow Food. Gemäss dem Leitspruch «Tue Gutes und sprich davon» wird man auf der Homepage mit der unübersehbaren Meldung empfangen, dass PPura für jede in Deutschland verkaufte Erwachsenenportion dem Bundesverband Deutsche Tafel eine Kinderportion spendet, seit November 2014 bereits 40'647 Portionen. Und wenn man die Homepage oder auch Facebook ein nächstes Mal besucht, ist diese Zahl bereits weiter angewachsen. Das animiert zum Kauf, funktioniert aber nur, weil die dahinterstehenden Produkte den Haushaltstest problemlos bestehen.