Impact Investing. Eine strategische Entscheidung.
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Impact Investing. Eine strategische Entscheidung.

Eine Reihe neuer Anlageformen hat sich in den letzten Jahren etabliert. Sie schliessen die Lücke zwischen der renditegetriebenen Anlage und der wertorientierten philanthropischen Spende. Zu den beliebtesten Anlageformen gehören Anlagen, die finanzielle Ziele verfolgen und zugleich Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (ESG) berücksichtigen. Impact Investing ist daher nur der nächste logische Schritt. Es verbindet das Gewinnstreben mit der Mission, einen messbaren positiven Effekt auf die Gesellschaft und die Umwelt zu bewirken.

Das Anlageverhalten wurde schon immer überwiegend von der Jagd nach Rendite angetrieben und von Verlustängsten im Zaum gehalten. Bei der Philanthropie hingegen steht das gemeinnützige Handeln des Einzelnen oder einer Organisation im Mittelpunkt. Die Befriedigung, Gutes zu bewirken, stellt die einzige Form der Entschädigung dar.

Vom Anlegen zur Philanthropie

Allmählich wächst die Erkenntnis, dass sich Renditestreben und Gutes tun gegenseitig nicht ausschliessen, sondern einander sogar verstärken können. Auf einem Spektrum von «nur Rendite» (traditionelle Kapitalanlage) bis «keine Rendite» (Philanthropie) wird zunehmend die Mitte besetzt. Die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (ESG) beim Anlegen ist häufig der erste Schritt dazu, ein soziales oder ökologisches Gewissen bei der Anlage auszudrücken.

Impact Investing ist daher nur der nächste logische Schritt. Beim Impact Investing geht es darum, das Gewinnstreben mit der Fähigkeit zu verbinden, gezielt einen messbaren positiven Effekt auf die Welt zu erzielen.

Auftrieb erhielten Nachhaltigkeitsanlagen und der Impact-Investing-Markt durch die Verabschiedung nachhaltiger Entwicklungsziele der UNO (Sustainable Development Goals, SDGs) im Jahr 2016. Diese Ziele bieten den Hauptakteuren im Markt, darunter Universitäten, Banken, Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, einen Rahmen, um die zentralen globalen Herausforderungen einzustufen und zu quantifizieren und darüber hinaus zu ermitteln, welcher Akteur auf welchem Gebiet seine Kompetenzen am besten einbringen kann.

Die nächste Generation: ein bedeutender Wachstumstreiber

Es ist kein Zufall, dass die zunehmende Bekanntheit von Impact Investing mit dem Heranwachsen der Millennials zu Anlegern zusammenfällt. Immer wieder haben die Millennials gezeigt, dass sie sich stärker für Umwelt- und Sozialfragen interessieren als frühere Generationen. Zugleich legen sie Wert darauf, dass ihre Engagements deutlich messbar sind. Dies kann als effizienter Altruismus bezeichnet werden, und Impact Investing ist nichts anderes als ein Spross dieser Entwicklung oder die logische Weiterentwicklung.

USD 62 Bio. verwalten die Anleger derzeit, welche die UN-Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment unterzeichnet haben. Eine unlängst unter 20 000 Anlegern durchgeführte Umfrage ergab, dass nachhaltiges Anlegen das Thema Nummer eins ist, über das die Befragten mehr erfahren möchten und dass 80 % der Millennial-Anleger Impact Investments getätigt haben oder sich dafür interessieren. Angesichts dieser steigenden Beliebtheit erstaunt es nicht, dass das Wachstum von Impact Investments und Nachhaltigkeitsanlagen 2017 17 % bzw. 25 % betrug. Grüne Anleihen (Green Bonds) sind eine klar definierte und somit messbare Kategorie von Impact Investments. Von 2013 bis 2017 wuchs der Markt von USD 11,3 Mia. auf USD 158,9 Mia. 64 % der Anleger haben ihre Anlagen in nachhaltigen Fonds in den letzten fünf Jahren erhöht.

Angesichts dieser Zahlen ist es eindeutig, dass die Branche im Allgemeinen und Vermögensverwalter im Besonderen reagieren müssen.

80

der Millennial-Anleger Impact Investments getätigt haben oder sich dafür interessieren.

159

Mia USD Grüne Anleihen (Green Bonds) im 2017.

64

der Anleger haben ihre Anlagen in nachhaltigen Fonds in den letzten 5 Jahren erhöht.