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Hallo Zürich-West: Die Tonhalle Maag feiert Eröffnung!

In den nächsten drei Jahren spielt das Tonhalle-Orchester Zürich in seiner Interimsspielstätte auf dem Maag-Areal in Zürich-West. Mit einem grossen Eröffnungsfest am 30. September stellte sich die Tonhalle Maag ihrem Publikum vor, gewährte einen Blick hinter die Kulissen und lockte viele Neugierige an.

Draussen riecht es nach Bratwurst und Popcorn, drinnen nach Holz, genauer gesagt nach nordischem Fichtenholz. Alles keine Gerüche, die man spontan mit der Tonhalle Zürich verbindet. Und doch werden Liebhaber klassischer Musik sich bald daran gewöhnen, zumindest an den Holzduft.

Box in der Box

Drei Jahre wird das Tonhalle-Orchester Zürich nun in seiner Interimsspielstätte auf dem Maag-Areal zu Hause sein. Und an diesem letzten Septembertag soll die «Tonhalle Maag» so richtig gefeiert werden. Auf dem Maag-Platz, im Foyer und natürlich im neuen Konzertsaal spielen über den ganzen Tag verteilt Ensembles, die aus Musikerinnen und Musikern des Tonhalle-Orchesters bestehen, sozusagen musikalische Spin-offs. Führungen und Podiumsgespräche zur Architektur, zum Bau des Saals sowie zu Zürich-West finden viele interessierte Teilnehmer und Zuhörer. So gibt etwa Simon Styles, Solo-Tuba im Tonhalle-Orchester seit 1983, eine geistreiche Einführung für englischsprechende Gäste und plaudert aus dem Nähkästchen. In einem Podiumsgespräch zwischen einem der Architekten der «Box in der Box» aus Fichtenholz und einem Urenkel von Max Maag, der nicht nur Zahnräder, sondern auch Orgeln baute, wird die Entstehungsgeschichte des Maag-Areals und der Tonhalle Maag lebendig.

Auch auf die kleinen Musikliebhaber wartet ein abwechslungsreiches Angebot: Sie können sich auf einen Instrumenten-Parcours begeben, auf dem Tablet musizieren lernen, sich in einem Workshop ihre ersten Sporen als Musikdetektive verdienen oder dem Konzert der «Maus im Harfenkoffer» lauschen. Oder sich draussen die Bäuchlein mit Popcorn vollschlagen.

Tonhalle Maag in hipper Nachbarschaft

Das Publikum am Abendkonzert, das auf dem Maag-Platz und auf Facebook live übertragen wird, ist bunt gemischt, es hat auffällig viele junge Leute für ein klassisches Konzert. Das mag daran liegen, dass das Konzert gratis ist. Es mag aber auch daran liegen, dass die Tonhalle Maag in einem kulturell sehr vielfältigen und lebendigen Ausgehviertel liegt, wo sich angesagte Clubs wie das Hive und der Supermarket befinden, das Viadukt zum Shoppen einlädt, der Jazzclub Moods seit 25 Jahren Weltklasse-Jazz bietet, die Musikclubs Helsinki und Exil ihren rauen Charme versprühen, Frau Gerolds Garten zur Sause lockt – vom Schauspielhaus im Schiffbau ganz zu schweigen.

Gegen halb acht singt die Zürcher Sing-Akademie im Schlusssatz von Beethovens Neunter Sinfonie: «Seid umschlungen, Millionen». Man möchte auch dem Tonhalle-Orchester wünschen, dass sich in den nächsten drei Jahren wenn nicht gerade Millionen, so doch Abertausende nach Zürich-West aufmachen, um in dieser akustisch topfitten Fichtenholzbox in der Tonhalle Maag klassische Musik der Superlative zu geniessen.