Die Credit Suisse lanciert Barometer für politische Risiken in Europa
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Die Credit Suisse lanciert Barometer für politische Risiken in Europa

In diesem Jahr stehen in Europa mehrere Wahlen an. Die Urnengänge sind mit zahlreichen Unsicherheiten verbunden, weshalb die Anleger den politischen Kalender im Auge behalten sollten. Der von Investment Solution & Products (IS&P) entwickelte European Political Risk Barometer (Barometer für politische Risiken in Europa) wird ihnen dabei helfen.

Michael O'Sullivan spricht über politische Risiken in Europa im Jahr 2017 und ihre Auswirkungen auf die Finanzmärkte (EN). 

In Europa finden in diesem Jahr wichtige Wahlen statt. Die Franzosen und Holländer werden im Frühjahr wählen, die Deutschen folgen im Herbst. Das politische Risiko lässt sich an den Märkten schwer messen. Dies gilt nicht nur hinsichtlich der Risikoquantifizierung, sondern auch bei der Bestimmung, wann und inwieweit die Märkte auf die politischen Entwicklungen reagieren.

Das European Political Risk Barometer der Credit Suisse beschreibt drei mögliche Szenarien Sie erfassen jeweils, wie sich die bevorstehenden Wahlen, die unendliche Geschichte Griechenlands und der Brexit auf die Marktpreise auswirken könnten. 

Künftige Wahlen in Europa

Künftige Wahlen in Europa

  1. Gemäss dem ersten Szenario «Ode an die Freude» stabilisiert sich die politische Lage in Europa, die Aktien, besonders Small- und Mid-Cap-Werte, entwickeln sich gut, genauso wie die Banken. Die Renditen deutscher Staatsanleihen steigen und die Tapering-Diskussion verleiht dem Euro Aufschwung. Was die Preise anbelangt, sind die Märkte bereits «in der Nähe» dieses Szenarios.
  2. Im zweiten, mittleren Szenario «Das Rätsel der Sandbank» lassen die aktuellen Bewertungen und die Positionierung wenig Spielraum für «Ängste». Die Indikatoren deuten daher auf einige Abwärtsrisiken bei Aktien und Risiken in Peripherieländern hin. Qualitativ hochwertige Anlagen in Kernländern entwickeln sich besser als die in Peripherieländern (z. B. Banken). Die Kluft zwischen Falken und Tauben bei der Europäischen Zentralbank (EZB) weitet sich aus, und die Tapering-Diskussionen stellen eine immer grössere Gefahr für den Euro dar.
  3. Das pessimistischste, jedoch unwahrscheinliche Szenario heisst «Inferno». Dazu gehört eine weitere Verschärfung der EU- und Euro-Krise. In diesem Fall geraten Aktien, Small-Caps, Anleihen, Banktitel und Anleihen aus Peripherieländern unter Druck. Deutsche Bundesanleihen und andere ausgewählte Core-Anleihen steigen stark. Die Zinskurve flacht ab. Der Euro fällt unter Parität, jedoch nur geringfügig, da der Beitrag der EZB durch den Moral Hazard begrenzt wird. Dieses Szenario ist überhaupt nicht eingepreist
Der politische Kalender

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