Hochkarätiges Trio kämpft um den Titel «Newcomer des Jahres 2018»
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Hochkarätiges Trio kämpft um den Titel «Newcomer des Jahres 2018»

Eines ist sicher: Bei der Auszeichnung des Newcomers 2018 an den Credit Suisse Sports Awards kommt es zu einer Premiere. Seit Lancierung der Kategorie im Jahr 2001 hat sich noch kein Schwimmer, Radfahrer oder Langstreckenläufer durchgesetzt. Zur Wahl stehen Schwimm-Europameister Jérémy Desplanches, Marc Hirschi, U23-Radrenn-Welt- und -Europameister, sowie 10-km-Stassenlauf-Europarekordhalter Julien Wanders.

Die Wahl findet vom 14. November bis 4. Dezember auf www.credit-suisse-sports-awards.ch statt. Sportinteressierte und vor allem die Fans der drei Nominierten können mitmachen und mit etwas Glück attraktive Preise gewinnen. Gekürt wird jener des Trios mit dem höchsten Stimmentotal von den Medien, Spitzensportlern und allen, die online abstimmen. Die Resultate der drei Gruppen zählen zu je einem Drittel.

Kurzporträts der drei nominierten Athleten
 

Jérémy Desplanches (24): Der Genfer realisierte an den Europameisterschaften in Glasgow einen für Schweizer Schwimmer höchst seltenen Erfolg: Er gewann Gold über 200 m Lagen. Es handelt sich dabei um die erste Medaille in einer olympischen Disziplin für einen Schweizer Beckenschwimmer seit 18 Jahren. Aus der Position des ersten Gegenspielers von Favorit Philip Heintz (DE) war Desplanches angetreten. «Aber ich hatte den Totalerfolg im Hinterkopf», sagte er hinterher. Diesen Glauben demonstrierte er bereits in der Auftaktdisziplin Delphin. Desplanches übernahm die Führung. Und diese gab er nicht mehr preis. Mit diesem Erfolg unterstrich der Fokussierte, dass er unter dem französischen Coach Fabrice Pellerin in Nizza mit dem Masterplan Olympia 2020 und einem Rang unter den besten fünf auf Kurs ist.

Marc Hirschi (20): «Einen Velorennfahrer mit derart viel Potenzial triffst du als Nationalcoach nur selten», sagte Daniel Gisiger. Die Aussage stammt nicht aus diesem Jahr, obwohl Hirschi im Juli U23-Europameister im Strassenrennen wurde und Ende September als erster Schweizer überhaupt WM-Gold im U23-Strassenrennen gewann. Gisiger erkannte das Potenzial seines Athleten bereits vorletztes Jahr. Damals brillierte Hirschi mit einem ganzen Medaillenset an den U20-Weltmeisterschaften. Hirschi selber staunt über die jüngsten Erfolge: «Megacool, wie alles aufgegangen ist in dieser Saison.» Und wie die Erfolge wahrgenommen und eingestuft werden, zeigt sich daran, dass er bereits einen Profivertrag für das deutsche World-Tour-Team Sunweb mit Teamleader Tom Dumoulin hat unterschreiben können. «Unglaublich, wie es plötzlich schnell vorwärtsgehen kann», staunte er.

Julien Wanders (22): Nach der Matura begann der Genfer nicht mit einem Studium, sondern begab sich auf den Weg seiner Berufung. «Ich werde Läufer», sagte Julien Wanders. Dies war vor drei Jahren. Seither orientiert er sich an den Besten, sprich an den Ostafrikanern. Einen Grossteil des Jahres verbringt Wanders seither im Läufereldorado Eldoret in Kenia. Seine Entwicklung ist so erstaunlich wie überzeugend. Er reiht Topresultate und Rekorde aneinander. Die eindrücklichsten: der 10-km-Strassenlauf-Europarekord, den er keinem geringeren als dem vierfachen Olympiasieger Mo Farah (GB) abnahm, sowie der Schweizer Rekord im Halbmarathon von 1:00:09 Stunden, mit dem er den Europameister Tadesse Abraham ablöste. Diese Marke bedeutet gleichzeitig U23-Europarekord.