Denken wie ein Unternehmer
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Denken wie ein Unternehmer

Klassische Unternehmer sind nicht die einzigen Personen, die eine unternehmerische Denkweise an den Tag legen. Viele erfolgreiche Wirtschaftsführer würden sich nicht als Unternehmer im klassischen Sinn betrachten. Dennoch legen sie bei der Art und Weise, wie sie als Entscheidungsträger denken und handeln, Unternehmergeist an den Tag. Ein Verständnis für das unternehmerische Denken, kann uns dabei helfen, uns dies zunutze zu machen und Veränderungen zu bewirken.

Gängigen Klischees zum Trotz müssen Sie kein eigenes Unternehmen leiten, um wie ein Unternehmer zu denken. In der Regel teilen unternehmerisch denkende Personen einige wichtige Eigenschaften: Leidenschaft, Neugierde, Durchhaltevermögen, eine wohlüberlegte Herangehensweise an Risiken und die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu ergreifen. Es überrascht nicht, dass sich diese Charakterzüge massgeblich auf die Verhaltens- und Handlungsweisen im Geschäftsleben auswirken. Alle diese Faktoren zusammen bewirken eine Denkweise, die erfolgreichen Wirtschaftsführern gemeinsam ist.

Einfach ausgedrückt, ist es das ruhelose Verlangen, besser zu werden, das erfolgreiche Wirtschaftsführer verbindet – und dies ist die Essenz des unternehmerischen Denkens. Eine solche Einstellung reicht über die nationale Grenzen, gesellschaftliche Gruppen und verschiedene Unternehmen hinaus. Hervorzuheben ist hierbei, dass die typische unternehmerische Denkweise nicht in erster Linie durch die Schaffung grosser Vermögenswerte oder den Aufbau von Wirtschaftsimperien motiviert ist. Dies sind Ergebnisse des Erfolgs, nicht deren Antriebskräfte.

Nachhaltiger Erfolg dank stetigem Drang besser zu werden

Aufgrund ihrer dynamischen, rastlosen Energie fällt es unternehmerisch denkenden Menschen schwer abzuschalten. Das stetige Verlangen, «besser zu werden», wird von der Überzeugung angetrieben, dass alles besser sein kann und sein sollte – sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben. Es geht nicht zwingend darum, besser zu sein als andere, sondern darum, sich niemals mit dem bisher Erreichten zufriedenzugeben und stets nach mehr zu streben. Diese Antriebskräfte erklären auch teilweise das Verlangen, Fortschritte zu erzielen und unternehmerische und gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen.

Eine ausgeprägte Persönlichkeit kann unternehmerisch denkende Wirtschaftsführer voranbringen, doch nachhaltiger Erfolg erfordert konsequentes Denken und Handeln. Typische Unternehmer verfolgen meist unterschiedliche Motivationsstrategien, um «besser zu werden».

Die sechs Motivationsfaktoren

Die sechs Motivationsfaktoren

Quelle: Credit Suisse

Was können wir von unternehmerisch denkenden Menschen lernen?

Unternehmerisch denkende Wirtschaftsführer werden in unserer global vernetzten Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Fähigkeit, den Status quo in Frage zu stellen und neue Möglichkeiten zu schaffen, ist wertvoller denn je. Für Fortschritt und Weiterentwicklung brauchen wir mehr neugierige, rastlose Köpfe, die kalkulierte Risiken eingehen können und keine Angst vor dem Scheitern haben. Die Denkweise derjenigen nachzuvollziehen, die darin bereits erfolgreich sind, kann uns dabei helfen, noch mehr von diesem Potenzial freizulegen.

Überzeugende Belege zeigen, dass ein Unternehmergeist existiert. Er kann durch gemeinsame Motivationen und Persönlichkeitsmerkmale definiert werden. Zu erfahren, wie unternehmerisch denkende Menschen ticken, ist aus mehreren Gründen nützlich. Privatpersonen kann es helfen, mit dieser Art von Persönlichkeit besser umzugehen und von ihnen zu lernen, wie die Dinge anzupacken sind.

Unternehmerische Denkweisen nachzuvollziehen, ermöglicht es der Gesellschaft, neue Wege zu finden. So können diese Eigenschaften gefördert und Spielräume geschaffen werden, die Dinge zum Besseren zu verändern. Wenn wir diese Denkweise verstehen, können wir der derzeitigen Generation erfolgreicher Führungspersönlichkeiten helfen, ihre Visionen zu artikulieren, und dazu beitragen, die Führungskräfte von morgen zu entwickeln.