Burkhard Varnholt erklärt, warum die Inflation mild bleiben dürfte
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Burkhard Varnholt erklärt, warum die Inflation mild bleiben dürfte

Es gibt gute Gründe, die gegen eine Rückkehr der Inflation sprechen.

Vor einigen Monaten sagte Burkhard Varnholt, der stellvertretende Chief Investment Officer der Credit Suisse, dass die Inflation durch Jeff Bezos, den Gründer von Amazon, eliminiert worden sei. Dennoch haben Inflationsängste jüngst an den Finanzmärkten für Unruhe gesorgt. Burkhard Varnholt erläutert, warum die Inflation mild bleiben dürfte.

Das Internet habe den Wettbewerb weltweit derart verschärft, dass die Unternehmen kaum mehr Preiserhöhungen durchsetzen könnten, argumentierte der stellvertretende Chief Investment Officer Burkhard Varnholt vor einigen Monaten. Dies sei das effektivste Hemmnis von Inflation. Angesichts der niedrigen Arbeitslosenquoten dürften die jüngsten Inflationsbefürchtungen mehr auf drohende Lohnerhöhungen zurückzuführen sein.

Steht uns wieder eine Inflationsphase wie in den 1970er-Jahren bevor? Zwei Dinge sprechen dagegen: Da und dort steigen zwar die Löhne, weil die Wirtschaft robust wächst. Doch die Unternehmen können die höheren Kosten kaum an die Kunden weitergeben.

Zweitens, gibt es einen Unterschied zur «Zahnpasta-Inflation» der 1970er- und 1980er-Jahre. Diesen Begriff verwendete damals der Präsident der Deutschen Bundesbank in seiner Äusserung: «Inflation ist wie Zahnpasta: Sobald sie einmal aus der Tube ist, ist es schwer, sie wieder hineinzubekommen.» Zu jener Zeit stand jedoch im Arbeitsvertrag fast jedes Angestellten eine Art Inflationsklausel. Heute sind steigende Löhne auf kräftiges Wachstum zurückzuführen, das schwankt. Daher dürfte das Wachstum kräftig und die Inflation mild bleiben.

Schauen Sie sich das Video von Burkhard Varnholt an, in dem er sagt: «Das Internet hat die Inflation eliminiert.»