Investment Banking für die Vermögenden dieser Welt
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Investment Banking für die Vermögenden dieser Welt

Bei vielen der vermögendsten Privatpersonen der Welt sind die finanziellen Verhältnisse so komplex, dass es Lösungen braucht, zu denen normalerweise nur Unternehmen Zugang haben.

Sehr vermögende Privatpersonen haben gemeinhin sehr komplexe finanzielle Verhältnisse. Bei Unternehmern könnte der grösste Teil des Vermögens zum Beispiel in Unternehmen gebunden sein, vielleicht gar in mehreren Ländern. Diese Unternehmen benötigen womöglich Finanzierungen in verschiedenen Jurisdiktionen und Währungen oder Beratungen zu möglichen Akquisitionen. Manchmal möchte der Eigentümer zudem auf Teile seines Vermögen zugreifen, jedoch ohne Unternehmensteile zu verkaufen.

Derart komplexe Bedürfnisse erfordern eine umfangreiche Palette an Finanzdienstleistungen und -produkten: von der traditionellen Vermögensverwaltung mit Kreditvergabe und Vermögensplanung bis hin zu führenden Investment-Banking-Dienstleistungen wie Handel und Emission von Anleihen oder Aktien sowie Beratung bei Fusionen und Übernahmen. Eine Anlageklasse, die Vermögensverwaltung und Investment Banking überbrückt, erfreute sich im vergangenen Jahrzehnt besonderer Beliebtheit bei den Wohlhabenden: strukturierte Produkte.

Structured Products Bank of the Year 2017

Die Credit Suisse hat einen Geschäftsbereich für strukturierte Produkte, der in vielen Märkten innovativ agiert. Er wurde dieses Jahr von GlobalCapital, vom Risk Magazine und an den Structured Products Europe Awards 2017 ausgezeichnet. Dieser Bereich ist auf Erfolge in einem sich wandelnden regulatorischen Umfeld ausgelegt und setzt vor allem darauf, den Kunden anspruchsvolle, massgeschneiderte Lösungen zu bieten, die nicht «von der Stange» zu haben sind.

Im Gegensatz zu direkten Investitionen in bestimmte Vermögensklassen erlauben Investitionen in strukturierte Produkte es dem Anleger, eine Asset Allocation zu erreichen, bei der die Risiken verringert und Markttrends ausgenutzt werden. Strukturierte Produkte können folgende Vorteile bieten:

  • Partizipation an positiven Renditen bei gleichzeitigem Schutz des investierten Kapitals
  • Partizipation an der Performance des Basiswerts
  • Erzielung höherer Rendite als bei einer Anlage in den Basiswert
  • Absicherung anderer Anlagen

Die Credit Suisse sieht grosses Potenzial darin, in diesem Segment mehr für ihre Kunden zu tun. Ihre wohlhabendsten Kunden haben nur gerade 2,7 Prozent ihres Vermögens in strukturierten Produkten angelegt. Laut einer McKinsey-Umfrage zum Private Banking aus dem Jahr 2016 liegt der Branchendurchschnitt aber bei 4,5 Prozent. Jene Banken, deren Kunden den grössten Anteil an strukturierten Produkten haben, weisen gar einen Wert von 7,8 Prozent aus.

Vermögensverwaltung mit starken Kompetenzen im Investment Banking

Im Jahr 2017 verständigte sich die Division Global Markets der Credit Suisse mit den Divisionen Swiss Universal Bank und International Wealth Management darauf, die Plattform International Trading Solutions (ITS) ins Leben zu rufen. Diese formelle divisionsübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht es, Anlageprodukte zu kreieren, die nicht nur auf die Bedürfnisse von institutionellen Kunden wie Pensionskassen zugeschnitten sind, sondern auch diejenien von vermögenden Privatkunden abdecken.

Diese Produkte stellen für Kunden, die das meist damit verbundene erhöhte Risiko tragen können, eine attraktive Ergänzung zu traditionellen Wertpapieren dar. Doch sie können noch viel mehr, beispielsweise ermöglichen sie es vermögenden Kunden, die Balance zwischen Risiken und Renditen in ihrem Portfolio deutlich zu verbessern.

«Viele Kunden haben einen Grossteil ihres Vermögens – mitunter bis zu 80 Prozent – in einem Land oder einer Region angelegt.», sagt Bruno Daher, Leiter International Wealth Management der Credit Suisse im Nahen Osten. «Mit Lösungen von ITS können wir ihnen helfen, international zu diversifizieren, ohne dass sie ihre Vermögenswerte verkaufen müssen.»

Ungenutztes Potenzial hinsichtlich Kundenbedürfnissen erschliessen

Eines der ersten Produkte von ITS in diesem Jahr war eine Anleihe mit Kapitalschutz, die auf einem führenden Finanzkredit-Fonds basierte. Innerhalb einer Woche wurde sie überzeichnet. Mehr als 100 Private-Banking-Kunden aus acht EU-Ländern investierten gemeinsam fast 500 Millionen Dollar in das Produkt. Es schützt ihre Anlage bei Fälligkeit und erlaubt es ihnen gleichzeitig, an der positiven Performance des zugrundeliegenden Finanzkredit-Fonds teilzuhaben.

Der Erfolg dieses Produkts sei für ITS ein «schlagender Machbarkeitsbeweis», erklärte Mike Stewart, Co-Leiter ITS, den Mitarbeitenden im November.

Die Gründung von ITS erleichtert es, Anlageprodukte zu entwickeln, die die House View der Credit Suisse widerspiegeln, die strategische Asset Allocation und die Anlagethemen, die das Investment Committee der Bank empfiehlt. Auf die House View abgestimmte Kundenportfolios haben sich in den vergangenen drei Jahren erheblich besser entwickelt als andere, und die Bank verstärkt ihre Anstrengungen, ihre Kunden über diese Chance zu informieren.

Gemäss Mike Stewart muss es immer darum gehen, «die Kundenportfolios besser zu machen und Anlageprodukte zu entwickeln, die genau das tun».