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Credit Suisse informiert über abgeschlossene FINMA-Prüfung von Legacy-Fällen und über Fortschritte bei der Compliance

Die Credit Suisse hat die heutige Mitteilung der FINMA zur Kenntnis genommen und anerkennt ihre Schlussfolgerungen für unsere Bank im Rahmen der laufenden Überprüfung von Legacy-Fällen im Schweizer Bankensektor. Was die Credit Suisse betrifft, stammen die untersuchten Fälle aus dem Zeitraum zwischen 2006 und 2014.

Die FINMA hat ihre Überprüfung abgeschlossen und verschiedene Mängel für diesen Zeitraum festgestellt. Sie hat uns angehalten, unsere laufenden Massnahmen zur Behebung dieser Mängel fortzusetzen und zu verstärken. Die Bank hat diese Verhaltensweisen von unabhängiger Seite überprüfen lassen, die identifizierten Mängel von sich aus gemeldet, uneingeschränkt mit der FINMA kooperiert und proaktiv Abhilfemassnahmen ergriffen. Wir begrüssen es sehr, dass die FINMA unsere Verbesserungen des Compliance- und Kontrollregelwerks im Laufe der letzten Jahre sowie die von der Bank geplanten zusätzlichen Massnahmen anerkennt. Die FINMA hat infolge der Überprüfung keine Geldbusse für die Credit Suisse verhängt, wird keine Gewinne einziehen und unsere Geschäftstätigkeit nicht einschränken.

Im Rahmen der 2015 eingeleiteten Restrukturierung der Bank haben wir eine Reihe von Massnahmen ergriffen, um die Compliance bei der Credit Suisse laufend zu verbessern und zu stärken:

  • Im Oktober 2015 haben wir die Funktionen des Bereichs «Legal and Compliance» aufgegliedert und die eigenständige Funktion Group Compliance and Regulatory Affairs geschaffen, die direkt dem CEO unterstellt ist. Die neue Leiterin der Funktion ist Mitglied der Geschäftsleitung.
  • Wir haben den Personalbestand bei Global Compliance in unter drei Jahren um 42 % erhöht und über 800 zusätzliche Compliance-Spezialisten eingestellt.
  • Wir haben über 10’000 bankweite Kontrollverbesserungen durchgeführt, um Schwachstellen der Vergangenheit zu beheben, und gleichzeitig unsere Investitionen in Technologie der nächsten Generation und in die Datenanalyse intensiviert.
  • Zur Minderung unerwünschter Risiken haben wir modernste Systeme und branchenführende Funktionen eingeführt. Unter anderem haben wir drei Labs eingerichtet, die unsere Präventions- und Aufdeckungssysteme laufend optimieren. Wir verfügen heute allein bei Compliance über 40 Datenwissenschaftler, die unsere Kapazitäten zur Risikoerkennung auf Echtzeitbasis gewährleisten und verbessern.
  • Wir haben ein Single-Client-View-Programm entwickelt, das unseren Compliance-Teams erstmals in der Geschichte der Bank eine integrierte Kundenansicht ermöglicht. Das Programm, das bereits 99 % unserer Kundenaktivität abdeckt, wird derzeit auf andere Bereiche der Bank ausgeweitet.

Darüber hinaus haben wir unser Vergütungskonzept grundlegend überarbeitet, damit die Leistung der Mitarbeitenden bankweit unter Berücksichtigung von spezifischen Risikokennzahlen und Verhaltensweisen beurteilt werden kann. Um sicherzustellen, dass wir bei unserer Geschäftstätigkeit die höchsten Standards einhalten, haben wir zudem ein Conduct and Ethics Board unter dem Vorsitz von zwei Mitgliedern der Geschäftsleitung geschaffen.

In einem weiteren Schritt beabsichtigt der Verwaltungsrat, ein Compliance, Conduct and Culture Board Committee zu schaffen, das die intensiven Bemühungen des Verwaltungsrats im Hinblick auf diese wichtigen Themen konsolidieren und dafür sorgen wird, dass diesen Prinzipien auf strategischer Ebene auch in Zukunft stets höchste Aufmerksamkeit und Priorität zukommt.

Wir sind überzeugt, dass all diese Massnahmen zu konkreten, nachhaltigen Verbesserungen innerhalb unseres Unternehmens geführt haben und weitere Verbesserungen ermöglichen werden, sodass wir Geschäftsbeziehungen und Transaktionen auf effektivere Weise identifizieren, kategorisieren, überwachen und dokumentieren können.

Die Schaffung einer starken Compliance-Kultur hat bei der Credit Suisse oberste Priorität. Diese individuelle und kollektive Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Wir werden bei der Umsetzung der anstehenden Änderungen und zusätzlicher Massnahmen weiterhin eng mit der FINMA zusammenarbeiten.